--- Hook --- Heute blicken wir auf „Yext will Marken in KI-Antworten sichtbarer machen“, „Amazon abgestraft wegen Anzeigenbetrug“, „Jeder fünfte Marketing-Job verlangt KI-Skills“, den Fachartikel von Silvan Dolezalek zu „So werden E-Commerce-Prozesse skalierbar“ und den Podcast mit Benedikt Köhler über „Wie KI-Agenten mehrere Systeme kombinieren“. --- Thema 1 --- Yext hat seine Marketingplattform erweitert, um die Sichtbarkeit von Marken in KI-Antworten zu stärken. Die neue Funktion Scout optimiert gezielt die Präsenz von Unternehmen in Antworten, die von KI-Systemen wie ChatGPT generiert werden. Diese Erweiterung ermöglicht es Unternehmen, ihre Sichtbarkeit sowohl auf Marken- als auch auf Standortebene zu analysieren und mit Wettbewerbern zu vergleichen. Derzeit befindet sich die Erweiterung im Pilotbetrieb bei ausgewählten Unternehmenskunden und wird am dreißigsten September breiter verfügbar sein. Scout analysiert, welche Quellen KI-Systeme für ihre Antworten nutzen und identifiziert Bereiche, in denen Marken Sichtbarkeit verlieren. Die Empfehlungen von Scout können durch KI-Agenten umgesetzt werden, beispielsweise durch Aktualisierungen von Unternehmenseinträgen oder Anpassungen von Social-Media-Inhalten. Zudem bietet Yext mit Corvo AI einen Agenten, der Marketingaufgaben für kleine Unternehmen übernimmt. Corvo AI sendet proaktive Empfehlungen und schlägt Maßnahmen für das lokale Marketing vor. Yext verfolgt mit diesen Entwicklungen einen umfassenden Ansatz zur Verbesserung der Markensichtbarkeit durch KI. --- Thema 2 --- Die US-amerikanische Federal Trade Commission, kurz FTC, hat Amazon wegen manipulierter Werbeauktionen verklagt. Diese Klage wird von zweiundzwanzig Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten unterstützt und betrifft das Werbegeschäft des Unternehmens, das im Jahr zweitausendfünfundzwanzig fast neunundsechzig Milliarden Dollar erwirtschaftete. Der FTC zufolge wurden durch die Manipulation der Anzeigenauktionen von rund einer Million zweihunderttausend Marken und Händlern überhöhte Preise verlangt, was zu Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe geführt habe. Amazon weist die Vorwürfe entschieden zurück und argumentiert, dass die FTC die Funktionsweise der Auktionen verzerrt darstelle. Das Unternehmen betont, dass die Qualität der Anzeigen gestiegen sei und die inflationsbereinigten durchschnittlichen Kosten pro Klick stabil geblieben seien. Der Rechtsstreit findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem Amazon sein Werbegeschäft stark ausbaut, was auch für Marken und Händler, die auf Amazon Ads setzen, von Bedeutung ist. Diese Klage ist bereits das dritte große Verfahren der US-Bundesbehörden gegen Amazon. Zuvor zahlte das Unternehmen zweieinhalb Milliarden Dollar zur Beilegung eines Verfahrens bezüglich seines Prime-Abonnements. Ein weiterer Prozess, in dem Amazon als Monopolist dargestellt wird, ist für Anfang zweitausend siebenundzwanzig angesetzt. --- Thema 3 --- Der Bedarf an Kompetenzen im Bereich künstlicher Intelligenz, kurz KI, nimmt in Deutschland deutlich zu. Eine Analyse von Indeed zeigt, dass der Anteil der Stellenanzeigen, die KI-Begriffe enthalten, innerhalb eines Jahres von zwei Komma vier auf fünf Komma neun Prozent gestiegen ist. Besonders im Marketing sind KI-Skills von Bedeutung, da mittlerweile siebzehn Komma fünf Prozent der Stellenanzeigen entsprechende Anforderungen aufweisen. Der größte Bedarf an KI-Kompetenzen besteht in den Bereichen Daten und Analyse, wo dreiunddreißig Prozent der Stellen nach solchen Fähigkeiten verlangen. Auch die Software-Entwicklung und andere Bereiche wie Medien, Personalwesen und IT fordern zunehmend Kenntnisse in diesem Bereich. Die Integration von KI in das Marketing wird als entscheidend angesehen, da viele B2B-Marketer von Verbesserungen ihrer Kampagnen durch den Einsatz von KI berichten. Unternehmen sind gefordert, nicht nur neue Talente zu gewinnen, sondern auch bestehende Mitarbeitende gezielt weiterzubilden, um die strategische Nutzung von KI zu fördern. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Silvan Dolezalek wird die Skalierbarkeit von E-Commerce-Prozessen thematisiert. Silvan Dolezalek erläutert, dass die Automatisierung von Standardaufträgen und die Integration von Shop und ERP-Systemen dazu beitragen, manuelle Arbeiten zu reduzieren. Durch Prozessoptimierung können Routineaufgaben effizienter gestaltet werden, sodass Mitarbeiter sich auf komplexere Aufgaben konzentrieren können. Dolezalek betont, dass die Übergänge zwischen verschiedenen Systemen entscheidend sind, um Medienbrüche und Fehler zu vermeiden. Ein zentraler Punkt ist die Notwendigkeit, klare Zuständigkeiten für Daten und Prozesse zu definieren. Dolezalek weist darauf hin, dass nicht jeder Auftrag automatisiert werden sollte, insbesondere im B2B-Bereich, wo Sonderfälle existieren. Der Artikel hebt hervor, dass Self-Service-Lösungen die Arbeitslast im Innendienst verringern, indem Kunden Informationen selbst abrufen können. Darüber hinaus wird die Bedeutung der Nachvollziehbarkeit von automatisierten Prozessen betont, um Unsicherheiten zu vermeiden. Dolezalek schließt mit der Feststellung, dass Prozessoptimierung eine kontinuierliche Aufgabe ist, die es Unternehmen ermöglicht, effizienter zu arbeiten und gleichzeitig die Personalkosten im Verhältnis zum Transaktionsvolumen zu kontrollieren. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Benedikt Köhler wird das Thema der KI-Agenten und deren Fähigkeit, mehrere Systeme zu kombinieren, besprochen. Benedikt Köhler erklärt, dass KI-Agenten als virtuelle Kollegen fungieren und Aufgaben automatisieren, die oft als unangenehm empfunden werden. Im Gegensatz zu Chatbots arbeiten sie proaktiv und eigenständig, indem sie komplexe Aufgaben ausführen und verschiedene Datenquellen wie CRM-Systeme und Datenbanken kombinieren. Dies ermöglicht es Marketing-Managern, sich auf strategische Aufgaben zu konzentrieren, anstatt Zeit mit manuellen Datenabfragen zu verbringen. Ein kritischer Erfolgsfaktor ist die systematische Evaluation dieser Systeme. Oft wird unrealistisch viel Vertrauen in KI-Agenten gesetzt, was zu Problemen führen kann. Daher sind standardisierte Tests notwendig, um die Zuverlässigkeit der Agenten zu gewährleisten. Zudem sparen spezialisierte Agenten mit vordefinierten Fähigkeiten Zeit, da sie mit spezifischem Wissen ausgestattet sind und sofort produktiv eingesetzt werden können. Ein weiteres zentrales Thema ist die Datensouveränität, die es Unternehmen ermöglicht, Agenten lokal auf eigenen Servern zu betreiben. Dies gewährleistet, dass sensible Geschäftsdaten nicht in die Cloud gelangen. Schließlich wird das Thema Memory angesprochen, das sowohl Herausforderungen als auch Chancen bietet. Die Frage, welche Informationen Agenten speichern sollten, ist entscheidend für deren Lernfähigkeit und Effizienz.