--- Hook --- Im Mittelpunkt stehen heute „Trade Republic und Congstar fahren TV-Werbung massiv hoch“, „Lieferando bietet DOOH“, „Google bestraft schlechten Content - nicht KI-Content“, den Fachartikel von Wolfgang Henseler zu „Agentic AI verändert das Marketing“ und den Podcast mit Michael Ibarth über „Warum Sennebogen auf KI-Bilder verzichtet“. --- Thema 1 --- Trade Republic und Congstar haben in der vergangenen Woche ihre TV-Werbung erheblich ausgeweitet. Trade Republic steigerte den Werbedruck seiner Kampagne mit Brad Pitt, indem insgesamt eintausendzweihundert siebenundachtzig sieben Spots ausgestrahlt wurden. Diese Spots waren besonders häufig auf den Sendern DMAX und N24 Doku zu sehen, wobei Kabel Eins mit mehr als acht Prozent der Schaltungen am stärksten vertreten war. Das gesamte TV-Werbevolumen der Kampagne beläuft sich seit Mai auf insgesamt sechzehn Millionen neunhunderttausend Euro. Die Spots, die die Vorteile der Neobank erklären, sind seit Mai im deutschen Fernsehen zu sehen. Auch Congstar, die Telekom-Marke, hat ihre TV-Werbung deutlich ausgeweitet und schaltete siebenhundert zweiundfünfzig Spots, was ebenfalls die werbeintensivste Woche des Jahres für die Marke darstellt. Dies stellt ein Comeback im Fernsehen dar, da Congstar zwischen Anfang Juni und Mitte Juli nicht in den TV-Werbeblöcken präsent war. In der Rangliste der Werbecharts belegte die Ferrero-Marke Kinder den Spitzenplatz mit siebenhundert zweiundsiebzig Spots. Die Auswertung der Werbecharts wurde von all eyes on screens erstellt, wobei die sekundengenaue Bruttoreichweite in gemessenen Vodafone-Haushalten berücksichtigt wurde. --- Thema 2 --- Lieferando hat in Zusammenarbeit mit T Advertising Solutions ein digitales Out-of-Home-Werbenetzwerk ins Leben gerufen. Dieses Netzwerk startet mit fünfhundert digitalen Werbedisplays, die in sieben Großstädten installiert sind, darunter Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf. Die exklusive Vermarktung der Displays übernimmt T Advertising Solutions. Ziel ist es, das Netzwerk bis Ende zweitausendsiebenundzwanzig auf insgesamt zweitausend Screens auszubauen. Die digitalen Displays werden in Restaurant-Schaufenstern platziert und sollen eine Verbindung zwischen stationärer Gastronomie und digitalen Werbeflächen herstellen. Werbetreibende können ihre Kampagnen sowohl über die Vertriebsteams von T Advertising Solutions als auch programmatisch über die Plattformen von Vistar Media buchen. Zur Optimierung der Werbemaßnahmen sollen anonymisierte Mobilfunkdaten verwendet werden. Die Partnerschaft bietet den Restaurants Vorteile durch die Sichtbarkeit der digitalen Displays und ermöglicht es den Werbetreibenden, urbane Zielgruppen direkt am Point of Sale anzusprechen. Bis Ende zweitausendsechsundzwanzig wird eine Verdopplung der Displays angestrebt. --- Thema 3 --- Google bestraft schlechten Content, nicht KI-Content. KI-generierte Inhalte können in den Suchergebnissen gut ranken, wobei die Qualität der Inhalte entscheidend für die Sichtbarkeit ist. Eine Analyse von rund einer Million Seiten aus Hunderttausend Suchergebnissen zeigt, dass mehr als fünf Prozent der Top-Drei-Seiten vollständig KI-generiert sind. Neun Prozent enthalten mindestens achtzig Prozent KI-Content, während über zweiundachtzig Prozent der Top-Drei-Seiten weniger als fünfzig Prozent KI-Content aufweisen. Seiten mit geringem oder moderatem KI-Anteil erzielen zwei- bis dreimal mehr organische Impressionen als stark KI-generierte Inhalte. Es konnte jedoch kein plötzlicher Einbruch nach einigen Monaten festgestellt werden, und etwa vierzig Prozent der Seiten mit hohem KI-Anteil wurden indexiert. Die Analyse legt nahe, dass nicht der Einsatz von KI das Problem darstellt, sondern die häufig damit verbundene Verschlechterung der Inhalte. KI-Texte wiederholen oft Bekanntes, bieten wenig Neues und enthalten Fehler. Daher bewertet Google vor allem die Qualität der Inhalte. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Wolfgang Henseler wird beschrieben, wie Agentic AI das Marketing grundlegend verändert. Wolfgang Henseler erläutert, dass der Fokus im Marketing nicht mehr auf dem Verkauf von Produkten liegt, sondern darauf, wie Unternehmen ihren Kunden helfen können, erfolgreich zu sein. Die Rolle von Künstlicher Intelligenz, insbesondere Agentic AI, wird hervorgehoben, da diese intelligenten Agenten nicht nur Informationen bereitstellen, sondern auch eigenständig Aufgaben im Sinne der Kunden übernehmen. Dies führt zu einem Paradigmenwechsel, bei dem der Wettbewerb sich von der Produktqualität zur Problemlösungskompetenz verlagert. Nach Einschätzung von Wolfgang Henseler ist die strategische Ausrichtung entscheidend, um die Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und individuelle Erlebnisse zu schaffen. Die 13 Gesetze der Kundenzentrierung, die im Artikel vorgestellt werden, betonen, dass der nachhaltige Erfolg des Kunden im Mittelpunkt des Geschäftsmodells stehen sollte. Henseler hebt hervor, dass Unternehmen wie Allianz Direct bereits diese Prinzipien umsetzen, indem sie KI als Instrument zur Verbesserung des Kundennutzens nutzen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zukunft des Marketings nicht nur in kreativer Kommunikation liegt, sondern vor allem in intelligenter Problemlösung und der Schaffung von Vertrauen durch den Nutzen, den KI für die Kunden bietet. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Michael Ibarth wird das bewusste Vermeiden von KI-generierten Bildern bei Sennebogen thematisiert. Das Unternehmen, das einen Umsatz von rund sechshundert Millionen Euro erzielt, sieht sich einer besonderen Marketingherausforderung gegenüber: der Produkt- und Branchenvielfalt. Sennebogen liefert Maschinen von Hafenkränen bis zu Baumpflegemaschinen in über einhundert Länder, wobei jede Branche ihre eigenen Kommunikationsgewohnheiten hat. Michael Ibarth erklärt, dass regionale Authentizität für Sennebogen wichtiger ist als globale Uniformität. Daher wird kontinuierlich neues, lokal gedrehtes Material produziert, um die Zielgruppen besser anzusprechen. Der Verzicht auf KI-generierte Bilder und Videos ist eine bewusste Entscheidung, da fehlende Authentizität schnell auffällt und das Vertrauen der Kunden gefährden kann. Auch wenn KI-Tools zur Verbesserung der Auffindbarkeit von Bildmaterial eingesetzt werden, bleibt echtes, glaubwürdiges Material der Schlüssel zur Kommunikation. Michael Ibarth betont, dass bei hochpreisigen Investitionsgütern persönliches Vertrauen entscheidend ist. Messen spielen für Sennebogen eine zentrale Rolle, da sie die persönliche Nähe zu den Kunden fördern, die Onlinekanäle nicht ersetzen können.