--- Hook --- Wir beleuchten heute, wie ein neuer CMO frischen Wind in die Welt der Spam-Hersteller bringt und warum es immer schwieriger wird, die richtigen Zielgruppen zu erreichen. Außerdem schauen wir darauf, wie Künstliche Intelligenz die lokale Werbung stärkt und was es für rechtskonformes Influencer Marketing zu beachten gilt. Abschließend berichten wir darüber, wie Mediaagenturen Künstliche Intelligenz in ihre Planungen integrieren. --- Thema 1 --- Hormel Foods hat Jason Levine zum ersten Chief Marketing Officer ernannt. Diese neue Position soll die Marketingstrategie des Unternehmens stärken und langfristiges Wachstum über das gesamte Markenportfolio unterstützen. Levine bringt mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Konsumgütermarketing mit, unter anderem als CMO bei Mondelēz North America und zuletzt bei PIM Brands. In seiner neuen Rolle wird er die Markenstrategie, digitale Marketingfähigkeiten und die Entwicklung skalierbarer Marketingplattformen verantworten. Hormel bündelt alle Business-Analytics-Funktionen unter der Brand Fuel Organisation, die auch Innovation, Verbraucher- und Shopper-Insights sowie digitale Inhalte umfasst. Der Fokus liegt auf konsumentenorientiertem Marketing, wobei Daten und Technologie zur Markenentwicklung und Innovation kanalübergreifend genutzt werden. John Ghingo, Präsident von Hormel Foods, hebt Levines Expertise in globalem Markenaufbau und digitaler Strategie hervor. Mit dieser strategischen Positionierung beabsichtigt Hormel Foods, die Marketingprozesse zu modernisieren und die Markenstärke nachhaltig zu steigern. Hormel ist in Deutschland vor allem für das Produkt SPAM bekannt, dessen Wortherkunft sich auf Spiced Ham zurückführt. --- Thema 2 --- Die Ansprache von Zielgruppen bleibt für Marketingentscheider eine erhebliche Herausforderung. Eine Umfrage zeigt, dass nahezu die Hälfte der Marketingverantwortlichen weltweit, genauer gesagt sechsundvierzig Prozent, die Zielgruppenansprache auf Social Media als größte Schwierigkeit wahrnimmt. Trotz des wachsenden Nutzeranteils auf Plattformen wie TikTok, das inzwischen siebenunddreißig Prozent der US-Erwachsenen erreicht, und Instagram mit fünfzig Prozent, bleibt die gezielte Ansprache der Zielgruppe ein zentrales Problem. Zudem haben zweiundsechzig Prozent der Marketer Schwierigkeiten, den inkrementellen Return on Investment ihrer Kampagnen nachzuweisen. Diese Problematik wird durch die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen verstärkt. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wird empfohlen, in präzises Targeting und kontextuelle Verifikationsmethoden zu investieren. Eine stärkere Fokussierung auf Audience-First-Planung anstelle von plattformbasiertem Kauf könnte eine Lösung darstellen, um die Ansprache der Zielgruppe zu optimieren. --- Thema 3 --- Die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und der Connected TV-Technologie haben die lokale Werbung revolutioniert. Lokale Unternehmen können nun mit nationalen Marken konkurrieren, da sie Zugang zu hochwertigen Streaming-Inventaren und effektiven Datenquellen haben. Die Fokussierung auf präzises Targeting und messbare Ergebnisse hat die Bedeutung von reinen Impressionen in den Hintergrund gedrängt. Ein zentrales Element ist die „Smart Curation“, die es ermöglicht, gezielt jene Werbeumfelder auszuwählen, die nachweislich zu den gewünschten Ergebnissen führen. Dies reduziert die Komplexität und steigert die Werbewirkung, insbesondere für Unternehmen mit begrenzten Marketingressourcen. Zusätzlich ist eine Omnichannel-Strategie unerlässlich, da Konsumenten zwischen verschiedenen digitalen Kanälen wechseln. Erfolgreiche Kampagnen nutzen abgestimmte Botschaften und sequenzielles Storytelling. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Erfolgsmessung, die sich nun auf konkrete Ergebnisse wie Website-Besuche und Verkäufe konzentriert, anstatt nur Reichweite oder Impressionen zu betrachten. Der programmatische Zugang zu Live-Sport-Inhalten bietet lokalen Werbetreibenden die Möglichkeit, in hochwertigen Umfeldern präsent zu sein und die lokale Markenbindung zu stärken. Qualitätssiegel und transparente Messbarkeit sind entscheidend bei der Auswahl der Partner. --- Thema 4 --- Influencer Marketing unterliegt einem grundlegenden Wandel, bedingt durch neue europäische Regelungen wie den Digital Services Act, den AI Act und den Digital Fairness Act. Diese Gesetze erhöhen den regulatorischen Druck auf Marken und Creator und machen die rechtlichen Rahmenbedingungen komplexer. Um Unternehmen in dieser neuen Landschaft zu unterstützen, haben Kolsquare und die European Influencer Marketing Alliance einen umfassenden Regulations-Guide für das Jahr zweitausendfünfundzwanzig veröffentlicht. Der Guide zielt darauf ab, die rechtlichen Anforderungen verständlich darzustellen und Compliance als strategischen Vorteil zu positionieren. Besonderes Augenmerk liegt auf Deutschland, wo Transparenz und der Schutz vor Schleichwerbung von zentraler Bedeutung sind. Die Leitlinien der Landesmedienanstalten sowie Empfehlungen relevanter Branchenverbände werden praxisnah erläutert. Die zentrale Botschaft des Guides ist, dass Influencer Marketing professioneller wird. Klare Regeln und definierte Verantwortlichkeiten fördern Fairness und Verlässlichkeit. Marken, die sich frühzeitig mit den neuen Vorgaben auseinandersetzen, können Vertrauen aufbauen und sich nachhaltig im Markt positionieren. --- Thema 5 --- Mediaagenturen setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz, um ihre Planung und Analyse zu optimieren. Diese Systeme unterstützen bei der Segmentierung von Zielgruppen, der Durchführung von Wettbewerbsanalysen und der Auswahl geeigneter Keywords. Sowohl große Netzwerkagenturen als auch unabhängige Unternehmen nutzen solche Tools, um ihre Prozesse effizienter zu gestalten und die Planungszeiten erheblich zu verkürzen. Die eingesetzten KI-Agenten gelten mittlerweile als ausgereift und praxisnah. Ein weiterer Schritt in der Entwicklung ist der automatisierte Mediaeinkauf, bei dem KI-Agenten bereits erste Tests durchführen. Diese Agenten können Mediaeinkäufe selbstständig ausführen und direkt mit Angebotsplattformen interagieren, ohne auf klassische Demand-Side-Plattformen angewiesen zu sein. Ziel ist es, Kosten zu senken und Kampagnen schneller zu optimieren. Einige Agenturen erwarten Einsparungen von bis zu vierzig Prozent bei der Umsetzung ihrer Media-Pläne. Trotz dieser Fortschritte bleibt die Skepsis groß. Viele Agenturen sind zurückhaltend, wenn es darum geht, Künstlicher Intelligenz die volle Kontrolle zu überlassen, insbesondere bei hohen Budgets. Die Verantwortung soll nicht vollständig an KI-Systeme abgegeben werden. Der Konsens ist, dass KI-Agenten eine bedeutende Rolle spielen werden, jedoch die endgültige Entscheidungsgewalt vorerst beim Menschen bleibt.