--- Hook --- Wir schauen heute auf die Stärkung des Community-Marketings bei Saucony, die Expansion des Marktplatzgeschäfts von MediaMarktSaturn und die Kaufabsichten von Vista und Quinti gegenüber Criteo. Außerdem testen wir Googles neue große Buttons für Anzeigen und analysieren im Fachartikel von Michael Rossié die häufigsten Storytelling-Fehler. --- Thema 1 --- Saucony verfolgt mit seiner aktuellen Marketingstrategie einen innovativen Ansatz, indem das Unternehmen auf Community-Marketing setzt, um die Markenbindung und Glaubwürdigkeit nachhaltig zu stärken. In der größten Marketingoffensive seiner Unternehmensgeschichte investiert Saucony mehr als je zuvor in den Markenaufbau. Anstelle von prominenten Testimonials setzt die Laufschuhmarke auf authentische Erlebnisse innerhalb von Laufgemeinschaften. Initiativen wie „Run as One“, „The Maze“ und „Hood to Coast Victory“ sollen die Marke fest in der Running-Community verankern. Saucony betrachtet lokale Laufgruppen als glaubwürdigere Multiplikatoren als bekannte Sportstars und arbeitet eng mit Running Crews, Vereinen und regionalen Initiativen zusammen. Der Fokus liegt auf gemeinsamen Erlebnissen und dem Aufbau langfristiger Beziehungen, anstatt kurzfristiger Aufmerksamkeit durch prominente Gesichter. Durch gezielte Investitionen in lokale Lauf-Events und Community-Formate will Saucony die emotionale Bindung zur Marke stärken. Dieser Ansatz soll nicht nur die Bekanntheit erhöhen, sondern auch eine nachhaltige Loyalität schaffen. Das Unternehmen sieht Community-Marketing als zentralen Wachstumstreiber und plant, diesen Kurs international fortzusetzen. --- Thema 2 --- MediaMarktSaturn hat eine neue Strategie vorgestellt, die sich auf moderates Wachstum konzentriert. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau des Marktplatzes und eine effizientere Nutzung der Filialflächen. Konkrete E-Commerce-Ziele bis zum Jahr zweitausendneunundzwanzig wurden nicht genannt. Der Gesamtumsatz soll lediglich von dreiundzwanzig Komma eins auf vierundzwanzig Milliarden Euro steigen. Das Marktplatzgeschäft soll jedoch von derzeit etwa achthundert Millionen Euro auf rund ein Komma neun Milliarden Euro wachsen. Um dieses Ziel zu erreichen, plant das Unternehmen, das Sortiment um zusätzliche Produktkategorien zu erweitern und externe Händler stärker einzubinden. Gleichzeitig verfolgt MediaMarktSaturn Maßnahmen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit im stationären Handel. Nicht rentabel genutzte Verkaufsflächen sollen weiterhin an andere Einzelhändler vermietet werden, um die Flächeneffizienz zu verbessern und zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Insgesamt zeigt die vorgestellte Strategie einen vorsichtigen Wachstumskurs, der den Fokus auf den Ausbau des Marktplatzgeschäfts und die effiziente Nutzung bestehender Ressourcen legt. --- Thema 3 --- Vista Equity Partners und Quinti Capital haben ein Übernahmeangebot für den französischen Adtech-Spezialisten Criteo abgegeben. Dieses Angebot bewertet Criteo mit einem Aufschlag von mehr als fünfzig Prozent im Vergleich zum jüngsten Börsenkurs. Criteo prüft derzeit das Angebot, eine Entscheidung über das weitere Vorgehen steht jedoch noch aus. Das Unternehmen bietet daten- und KI-gestützte Lösungen für digitale Werbung und Retail Media an, die es Marken und Händlern ermöglichen, Zielgruppen präziser anzusprechen und den Online-Umsatz zu steigern. Diese Kompetenzen machen Criteo in einem sich wandelnden Markt besonders attraktiv, in dem KI, Dateninfrastruktur und Commerce Media zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Nachricht über das Übernahmeangebot führte zu einem signifikanten Anstieg der Criteo-Aktie. Eine Übernahme würde gut zur langfristigen Strategie von Vista Equity Partners passen, die auf Investitionen in Software-, Daten- und Technologieunternehmen abzielt. Die aktuelle Dynamik im Adtech-Markt, geprägt von Datenschutzanforderungen und dem Wachstum von Retail Media, erhöht den strategischen Wert spezialisierter Technologieplattformen. Ob es tatsächlich zu einer Übernahme kommt, bleibt jedoch ungewiss. --- Thema 4 --- Google testet derzeit große „Visit site“-Buttons in seinen Suchanzeigen, um die Klickrate auf Werbung zu steigern. Dieser Test ist momentan auf ausgewählte Regionen beschränkt. Die neuen Buttons sollen die gesponserten Suchergebnisse optisch hervorheben und Nutzer stärker dazu animieren, die beworbenen Websites zu besuchen. Neben den regulären Links, die weiterhin anklickbar sind, wird die prominente Platzierung der Call-to-Action-Buttons voraussichtlich die Klickwahrscheinlichkeit erhöhen und somit die Klickrate der Suchanzeigen verbessern. Dieser Test ist Teil einer Reihe von Neuerungen, die Google in seinen Werbeformaten umsetzt, um deren Leistung zu optimieren. Dazu gehören auch neue Anzeigenformate im AI Mode sowie zusätzliche Kennzeichnungen in der klassischen Suche. Derzeit ist unklar, ob Google diese Funktion dauerhaft einführen wird. Der Test verdeutlicht jedoch, dass Google kontinuierlich daran arbeitet, die Sichtbarkeit und Effektivität von Suchanzeigen für Werbetreibende zu erhöhen. --- Thema 5 --- Im Fachartikel von Michael Rossié werden die häufigsten Fehler im Storytelling thematisiert und deren Auswirkungen auf die Erzählweise erläutert. Michael Rossié betont, dass gute Geschichten nicht zufällig entstehen und dass die richtige Erzähltechnik entscheidend ist, um Spannung und Identifikation zu erzeugen. Er erklärt, dass der Anfang einer Geschichte entscheidend ist und empfiehlt, sofort zur Sache zu kommen, um das Publikum zu fesseln. Ein schlechter Beginn kann das Interesse schnell verlieren. Rossié weist darauf hin, dass Geschichten für das Publikum relevant sein müssen, damit eine Identifikation stattfinden kann. Des Weiteren kritisiert er das Schritt-für-Schritt-Erzählen und empfiehlt, sich auf die spannenden Wendepunkte zu konzentrieren. Ein Held oder eine Heldin sollte nicht nur großartig sein, sondern auch Schwächen zeigen, um sympathisch zu wirken. Rossié hebt hervor, dass die Fallhöhe einer Geschichte entscheidend für deren Spannung ist und dass sowohl zu viele als auch zu wenige Details die Erzählung stören können. Schließlich betont er, dass Geschichten ein positives Ende haben sollten, um das Publikum zu ermutigen. Michael Rossié schließt mit dem Hinweis, dass persönliche Geschichten gut verarbeitet sein sollten, bevor sie erzählt werden.