--- Hook --- Wir beleuchten heute, warum Marketing-KI ohne den richtigen Kontext oft scheitert und wie Zevia mit einer KI-Satire rund um einen „Robot-Coworker“ für Aufsehen sorgt. Außerdem berichten wir über JCDecauxs beeindruckenden digitalen Werbeanteil von zweiundvierzig Prozent, Zalandos gesteigerte Werbeerlöse um zweiundvierzig Prozent und Geminis Interesse an neuen Anzeigenmöglichkeiten. --- Thema 1 --- Der Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz im Marketing ist ohne den notwendigen semantischen Kontext oft ineffektiv. Während KI Antworten liefern kann, fehlt es ihr an der Fähigkeit, die Bedeutung dieser Antworten zu erfassen, wenn die Daten nicht strukturiert sind. Marketing benötigt eine solide Datenbasis, die klare Zusammenhänge und Bedeutungen definiert. Häufig sind Marketingdaten fragmentiert und inkonsistent, was zu unzuverlässigen Ergebnissen führt. Unterschiedliche Systeme und Abteilungen verwenden oft eigene Definitionen, was zu Inkonsistenzen führt, die für Menschen nachvollziehbar sein mögen, jedoch für KI zu fehlerhaften Ergebnissen führen können. Eine semantische Struktur ist daher unerlässlich, um ein gemeinsames Verständnis von Begriffen und Beziehungen zu schaffen. Sie sorgt dafür, dass KI-Systeme konsistent und nachvollziehbar arbeiten. Diese Grundlage ist entscheidend, um Künstliche Intelligenz nicht nur für Automatisierung, sondern auch für strategische Entscheidungen im Marketing effektiv zu nutzen. Ohne diese Basis bleibt die Leistungsfähigkeit der KI zwar bestehen, jedoch ihre Verlässlichkeit eingeschränkt. --- Thema 2 --- Zevia hat eine neue Werbekampagne gestartet, die sich satirisch mit künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag auseinandersetzt. Im Zentrum dieser Kampagne steht ein „Robot-Coworker“, der als übertrieben effizienter, jedoch auch leicht unheimlicher Mitarbeiter dargestellt wird. Diese Figur spiegelt aktuelle Diskussionen über künstliche Intelligenz, Automatisierung und die Rolle von Technologie im Berufsleben wider. Durch den Einsatz von Humor und Provokation zielt Zevia darauf ab, Aufmerksamkeit für die Marke zu erzeugen und Gesprächswert zu schaffen. Die satirische Darstellung spiegelt nicht nur Erwartungen und Sorgen rund um neue Technologien wider, sondern positioniert die Marke auch als einen aufmerksamen Kommentator aktueller Technologietrends. Diese Strategie ist Teil eines breiteren Trends im Marketing, bei dem Marken gesellschaftliche Themen wie künstliche Intelligenz, Digitalisierung und die Arbeitswelt aufgreifen. Auf diese Weise verbinden sie Unterhaltung, Relevanz und Markenidentität und positionieren sich in aktuellen Diskussionen sichtbar. Die Kampagne zeigt, wie Werbung als kultureller Kommentar fungieren kann. --- Thema 3 --- JCDecaux hat seinen Anteil an digitaler Außenwerbung, auch bekannt als DOOH, auf einundvierzig Komma sieben Prozent gesteigert. Dies verdeutlicht die zunehmende Relevanz digitaler Formate innerhalb des Unternehmens. Im Geschäftsjahr zweitausendfünfundzwanzig erzielte JCDecaux einen Umsatz von drei Komma siebenundneunzig Milliarden Euro, was einem Anstieg von null Komma acht Prozent entspricht. Ohne die Sondereffekte aus bedeutenden Sportereignissen im Vorjahr hätte das organische Wachstum sogar rund drei Komma zwei Prozent betragen. Der Bereich digitale Außenwerbung wächst um zehn Prozent und bleibt der entscheidende Wachstumstreiber. Besonders bemerkenswert ist der programmatische Verkauf digitaler Werbeflächen, dessen Umsätze um neunzehn Komma zwei Prozent auf rund einhundertachtzig Millionen Euro gestiegen sind. Diese machen mittlerweile mehr als zehn Prozent der digitalen Einnahmen aus. Die Entwicklung wird durch neue digitale Screens an Premium-Standorten sowie datenbasierte Kampagnen vorangetrieben. Zusätzlich zur Umsatzsteigerung hat JCDecaux auch seine Profitabilität verbessert, mit einem operativen Ergebnis von achthunderteinunddreißig Millionen Euro, was einem Anstieg von acht Komma sieben Prozent entspricht. Für das erste Quartal zweitausendsechsundzwanzig erwartet das Unternehmen weiteres Wachstum von mehr als fünf Prozent. --- Thema 4 --- Zalando hat im Jahr zweitausendfünfundzwanzig seine Werbeerlöse auf dreihundertsechzehntausend Euro gesteigert. Dies entspricht einem bemerkenswerten Wachstum von zweiundvierzig Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Werbung hat sich somit als einer der am schnellsten wachsenden Geschäftsbereiche des Modehändlers etabliert. Insgesamt konnte Zalando seine Werbeumsätze um mehr als einhundert Millionen Euro erhöhen. Neben dem Werbegeschäft verzeichnete auch das Marktplatzgeschäft ein Wachstum. Das Bruttowarenvolumen in diesem Bereich erreichte fünfhundertsechzig Millionen Euro, was einem Anstieg von siebeneinhalb Prozent entspricht. Zudem überschritt der Umsatz im B2B-Bereich erstmals die Marke von einer Milliarde Euro, was einen bedeutenden Meilenstein für das Unternehmen darstellt. Für die Zukunft plant Zalando, erneut zweistellige Wachstumsraten zu erzielen. Dabei wird das Werbegeschäft eine zentrale Rolle spielen, da es Marken ermöglicht, ihre Produkte gezielt auf der Plattform zu bewerben und Kunden entlang der gesamten Customer Journey zu erreichen. --- Thema 5 --- Google plant, Werbung in der Gemini AI-App zu integrieren, nachdem zunächst eine klare Ablehnung dieser Möglichkeit geäußert wurde. Ein Google-Manager hat angedeutet, dass die Erfahrungen aus dem AI Mode, einem auf Gemini basierenden Suchprodukt, auf Gemini übertragen werden könnten. Der AI Mode wird derzeit getestet, wobei Anzeigen von organischen Suchergebnissen getrennt und klar gekennzeichnet sind. Diese Anzeigen werden nur dann ausgespielt, wenn sie für die Nutzer relevant sind. Google stützt sich auf über zwanzig Jahre Erfahrung mit Suchanzeigen, um die Nutzerfreundlichkeit und Relevanz zu gewährleisten. Eine interessante Funktion, die in diesem Zusammenhang erwähnt wird, ist die „Personal Intelligence“. Diese integriert Daten aus Gmail, Photos und Calendar, was eine verbesserte Personalisierung ermöglicht. Der Senior Vice President Nick Fox bezeichnet diese Personalisierung als den „heiligen Gral“ für die Suche. Sollte diese Funktion auf breitere Produkte ausgeweitet werden, könnten sich für Werbetreibende neue Möglichkeiten für kontextbasiertes Targeting ergeben, ohne dass Nutzerdaten verkauft oder geteilt werden müssen.