--- Hook --- Wir werfen heute einen Blick auf „Meta macht KI zur neuen Säule des Geschäfts“, „Mit Copilot können jetzt eigene Apps gebaut werden“, „Ikea feiert 30 Jahre Frakta“, den Fachartikel von Yvonne Perdelwitz zu „Wie KI die Rolle der E-Mail verändert“ und „B2B-Leads: 67 Prozent wollen keinen Außendienst“. --- Thema 1 --- Meta hat eine neue Enterprise-KI-Plattform ins Leben gerufen, die als wesentliche Säule des Unternehmens betrachtet wird. Diese Plattform umfasst verschiedene KI-Tools, darunter Muse, Business Agent, Muse API und Muse Code. Mark Zuckerberg hat betont, dass Meta seine Technologien nicht nur für interne Zwecke oder Werbung nutzen möchte, sondern auch als Produkte und Dienstleistungen für andere Unternehmen bereitstellen will. Diese Initiative markiert den Übergang von Meta vom Werbepartner zum Anbieter von KI-Lösungen für Unternehmen. Die neue Plattform zielt darauf ab, die KI-Modelle und Agenten von Meta mit der umfangreichen Infrastruktur und der Erfahrung des Unternehmens zu kombinieren. Besonders hervorzuheben ist der Business Agent, der die Interaktion zwischen Unternehmen und Kunden durch den Einsatz von KI-Agenten optimieren soll. Details zu Preisen und Verfügbarkeit wurden bislang nicht bekannt gegeben. Für den Aufbau dieser neuen Sparte hat Meta Chirantan Desai, den ehemaligen CEO von MongoDB, als Chief Enterprise Platform Officer verpflichtet. Unter seiner Leitung soll die Transformation der KI-Technologien in nutzbare Produkte und Dienstleistungen für Unternehmen vorangetrieben werden. --- Thema 2 --- Mit Copilot können Marketer nun eigene Anwendungen erstellen, ohne über klassische Programmierkenntnisse zu verfügen. Der neue Code-Arbeitsbereich von Copilot ermöglicht es Nutzern, Software auf Basis natürlicher Sprache zu entwickeln. Dies umfasst unter anderem die Erstellung von Dashboards, Kampagnen-Trackern und Automatisierungen. Microsoft bietet für die erstellten Anwendungen Hosting im eigenen Tenant an und plant eine nutzungsbasierte Abrechnung für die Funktionen Code, Cowork und Autopilot. Dieser Ansatz könnte insbesondere für Marketingteams und Agenturen von Interesse sein, da wiederkehrende Kundenberichte und interne Prozesse als maßgeschneiderte Anwendungen abgebildet werden können, ohne separate Softwarelösungen beschaffen zu müssen. Microsoft stellt zudem mit der Copilot Managed Runtime eine Umgebung bereit, in der diese Anwendungen innerhalb der Microsoft-365-Infrastruktur betrieben werden. Die Integration von Programmen wie Word, Excel und PowerPoint in Copilot wird ebenfalls verstärkt. Dennoch müssen vor einem produktiven Einsatz Aspekte wie Berechnungen, Datenzugriffe, Wartbarkeit, Sicherheit und Kosten sorgfältig geprüft werden. Die zentrale Fragestellung bleibt, ob die mit Copilot erstellten Lösungen einen bestehenden Softwareeinsatz sinnvoll ersetzen können. --- Thema 3 --- IKEA feiert das dreißigjährige Bestehen der Frakta-Tasche mit einer besonderen Kampagne, die die kreative Wiederverwendung dieser ikonischen Tasche in den Fokus rückt. Die Frakta-Tasche, die ursprünglich als praktischer Einkaufshelfer konzipiert wurde, hat sich zu einem vielseitigen Alltagsgegenstand entwickelt. Laut einer Umfrage nutzen rund neunundsechzig Prozent der italienischen IKEA-Kunden die Tasche nach dem Einkauf für verschiedene andere Zwecke. Die Kampagne, die in Zusammenarbeit mit Ogilvy Italia entstand, trägt den Titel „Belli organizzati“ und präsentiert zehn kreative Nutzungsmöglichkeiten der Frakta-Tasche. Diese reichen von einem Baby-Planschbecken über eine Fahrradtasche bis hin zu einem Katzenbett oder einer Reisetasche. Der Street Photographer Salvatore Matarrazzo hat die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten authentisch in Szene gesetzt und zeigt, wie durch die Kreativität der Nutzer ein einfaches Produkt immer wieder neue Funktionen erhält. Das Jubiläum der Frakta-Tasche verdeutlicht die innovative Denkweise der Kunden und die Vielseitigkeit eines Alltagsgegenstandes. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Yvonne Perdelwitz wird die Rolle der E-Mail im Kontext der Künstlichen Intelligenz analysiert. Yvonne Perdelwitz erläutert, dass die E-Mail als Kommunikationsmittel keineswegs am Aussterben ist, sondern vielmehr an Bedeutung gewinnt. Die ARD/ZDF-Medienstudie zweitausendfünfundzwanzig zeigt, dass ein hoher Anteil der deutschsprachigen Bevölkerung regelmäßig E-Mails nutzt, insbesondere auch die jüngeren Generationen. Nach Einschätzung von Yvonne Perdelwitz verändert sich jedoch die Funktion der E-Mail grundlegend. Die klassische Informationsübermittlung durch Newsletter verliert an Wirkung, da KI-gestützte Systeme wie ChatGPT kontextbezogene Antworten schneller und ohne Werbeabsichten liefern können. Dies führt dazu, dass E-Mails zunehmend von KI-Agenten gefiltert und priorisiert werden, was die Anforderungen an die Inhalte verändert. Zudem hebt Yvonne Perdelwitz hervor, dass Trigger- und Transaktionsmails deutlich erfolgreicher sind als klassische Rundmails, da sie in entscheidenden Momenten versendet werden. E-Mail bleibt der einzige direkte Kanal, über den Unternehmen ihre Kunden erreichen können, ohne dass ein Algorithmus oder eine Plattform dazwischen geschaltet ist. Die Barrierefreiheit der E-Mails ist entscheidend, um alle Kunden zu erreichen. Yvonne Perdelwitz schlussfolgert, dass E-Mail ihre Rolle als personalisierter Kontaktpunkt zurückgewinnt und Unternehmen, die auf individuelle Ansprache setzen, im Vorteil sind. --- Thema 5 --- Im B2B-Marketing zeigen aktuelle Erkenntnisse, dass herkömmliche Kennzahlen wie Klicks und Leads nur begrenzt Aufschluss über den tatsächlichen Geschäftserfolg geben. Entscheidend ist, ob aus Marketingkontakten qualifizierte Geschäftsmöglichkeiten und letztlich Umsatz entstehen. Die Customer Journey wird zunehmend digital und fragmentiert, wobei B2B-Käufer im Durchschnitt sieben Informationsquellen nutzen und mehr als vierzig Prozent von ihnen generative Künstliche Intelligenz bei ihrer Recherche einsetzen. Zudem bevorzugen zwei Drittel der B2B-Käufer einen vollständig digitalen Kaufprozess ohne direkten Kontakt zu Vertriebsmitarbeitern. Dies macht die Attribution komplexer, da mehrere Beteiligte und Kanäle zum Kauf beitragen können. Experten plädieren für eine stärkere Verbindung zwischen Marketing und Umsatz, wobei eine durchgängige Betrachtung des Kundenwegs notwendig ist. Nur so kann der tatsächliche kommerzielle Beitrag einzelner Marketingaktivitäten beurteilt werden.