--- Hook --- Wir beleuchten heute, warum mehr Menschen Pinterest als ChatGPT für ihre Suche nutzen, und berichten über die EU-Untersuchung zu Googles hohen Werbepreisen. Zudem schauen wir auf die Tatsache, dass zweiundsiebzig Prozent der Kreativen KI einsetzen, und auf Beiersdorfs Einführung einer grünen Nivea-Linie. Im Fachartikel von Stefan Schulte zu „E-Mail-Marketing ohne Template-Chaos“ erfahren wir, wie man Ordnung in seine Kampagnen bringt. --- Thema 1 --- Pinterest verzeichnet mehr Suchanfragen als ChatGPT, sieht sich jedoch trotz eines Anstiegs der Nutzerzahlen mit Herausforderungen in der Monetarisierung konfrontiert. Im vierten Quartal blieben Umsatz und Gewinn hinter den Erwartungen zurück, was auf sinkende Werbeausgaben großer Kunden, insbesondere in Europa, und externe Markteinflüsse wie neue Zölle im Möbelbereich zurückgeführt wird. Die Prognose für das folgende Quartal ist ebenfalls enttäuschend. Die monatlich aktiven Nutzer sind um zwölf Prozent auf insgesamt sechshundertneunzehn Millionen gestiegen. Dennoch nutzen viele Personen Pinterest hauptsächlich zur Inspiration und Planung, was die Umwandlung in Werbeerlöse erschwert. Im Wettbewerb mit KI-basierten Suchlösungen hebt Pinterest seine Stärken als visuelle Suchmaschine hervor und berichtet von einem hohen Anteil an kommerziellen Suchintentionen. Um die Monetarisierung zu verbessern, setzt Pinterest strategisch auf visuelle Produktsuche, Personalisierung und eine optimierte Kaufabwicklung, unter anderem durch eine Partnerschaft mit Amazon. Das Ziel ist es, Nutzer schneller von der Inspiration bis zum Kauf zu führen und somit langfristig den Umsatz zu steigern. --- Thema 2 --- Die Europäische Union untersucht derzeit, ob Google, die Tochtergesellschaft von Alphabet, die Preise für Anzeigen in Suchauktionen künstlich erhöht. Der Verdacht besteht, dass die Abrechnungspreise für Onlinewerbung auf der Google-Suche möglicherweise manipuliert wurden, was zu Nachteilen für Werbetreibende führen könnte. Bis Anfang März haben betroffene Unternehmen die Möglichkeit, ihre Einschätzungen zu diesem Thema abzugeben. Aktuell handelt es sich um eine Vorprüfung, und eine formelle Untersuchung wurde noch nicht eingeleitet. Google hat die Vorwürfe zurückgewiesen und betont, dass die Anzeigenpreise durch Echtzeit-Auktionen bestimmt werden, die darauf abzielen, den Nutzern die relevantesten Inhalte zu präsentieren. Der Wettbewerb zwischen Werbenden und die Qualität der Anzeigen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Diese Entwicklungen könnten erhebliche Auswirkungen auf den europäischen Onlinewerbemarkt haben, den Google dominiert. In der Vergangenheit wurde Alphabet bereits mehrfach wegen Wettbewerbsverstößen bestraft, und auch in den Vereinigten Staaten laufen Untersuchungen zu mutmaßlichen Manipulationen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte dies die Diskussion über Googles marktbeherrschende Stellung neu entfachen. --- Thema 3 --- Der Figma Report „State of the Designer zweitausendsechsundzwanzig“ beleuchtet den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf die Kreativität, Arbeitsweise und Zufriedenheit von Designern weltweit. Eine Umfrage unter neunhundertsechs Digital Designern aus verschiedenen Regionen zeigt, dass zweiundsiebzig Prozent Künstliche Intelligenz nutzen, während einundneunzig Prozent eine Steigerung der Output-Qualität feststellen. Die Mehrheit der Befragten berichtet von einer Beschleunigung der Arbeitsprozesse und einer Erleichterung der Zusammenarbeit durch den Einsatz von KI. Dennoch gibt es Bedenken: Ein Viertel der Designer sorgt sich um die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf ihre Berufe. Figma hebt hervor, dass KI nicht die Kreativität ersetzt, sondern als Werkzeug dient, um die Effizienz zu steigern. Handwerkliches Können bleibt entscheidend, und Designer, die Wert auf visuelle Qualität und emotionale Resonanz legen, berichten von höherer Zufriedenheit. Kreative Freiheit wird von siebenundachtzig Prozent der Befragten als zentral für die beste Arbeit angesehen, während klare Ziele und Erwartungen Orientierung bieten. Regionale Unterschiede zeigen, dass Designer in einigen Teilen der Welt optimistischer sind als in Europa und Nordamerika, wo wirtschaftliche Unsicherheit die Stimmung belastet. --- Thema 4 --- Beiersdorf hat eine neue Variante seiner beliebten Nivea Creme eingeführt, die unter dem Namen „Natural Touch“ firmiert. Diese Produktinnovation ist vegan und basiert fast ausschließlich auf natürlichen Inhaltsstoffen. Der Launch ist ein wesentlicher Bestandteil der Net-Zero- und Climate-Care-Strategie des Unternehmens, die bis zum Jahr zweitausendfünfundvierzig die Klimaneutralität anstrebt. Geschäftsführer Christian Haensch betont, dass die Herausforderung darin bestand, eine nachhaltigere Version der Creme zu entwickeln, ohne die vertraute Markenwahrnehmung zu beeinträchtigen. Ziel war es, ökologische Verantwortung mit dem emotionalen Wert des etablierten Kultprodukts zu verbinden. Die Marketingstrategie für den Launch setzt stark auf digitale Kanäle. Dazu gehören großflächige Digital-Out-of-Home-Platzierungen an stark frequentierten Orten, Bewegtbild-Formate, Social-Media-Aktivierungen und Kooperationen mit Influencern. Die Umsetzung dieser Kampagne erfolgte durch die Leadagentur Publicis One Touch in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern. --- Thema 5 --- Im Fachartikel von Stefan Schulte wird die Herausforderung des E-Mail-Marketings in dezentralen Strukturen thematisiert. Stefan Schulte erläutert, dass zentrale Templates mit automatisierter Datenintegration eine effiziente, rechtssichere und skalierbare Lösung bieten. Der Marketingleiter einer großen Franchisekette im Fitnessbereich, der im Artikel anonymisiert als Thomas bezeichnet wird, beschreibt die Schwierigkeiten, die mit der individuellen Kommunikation für über einhundert siebzig Studios verbunden sind. Jedes Studio benötigt ein eigenes E-Mail-Template, was einen enormen Aufwand für das Marketingteam bedeutet. Stefan Schulte hebt hervor, dass rechtliche Anforderungen, wie die Impressumspflicht, die Komplexität erhöhen. Viele moderne E-Mail-Marketing-Tools stoßen bei dezentralen Kommunikationsstrukturen an ihre Grenzen, was zu ineffizienten Prozessen führt. Die Lösung besteht darin, ein zentrales Template zu definieren, das durch KI-gesteuerte Prozesse unterstützt wird. Dies ermöglicht eine flexible, rechtssichere und personalisierte Kommunikation. Das Ergebnis ist eine signifikante Reduzierung des Aufwands bei der E-Mail-Erstellung und eine Verbesserung der Effizienz, Skalierbarkeit und Rechtssicherheit im E-Mail-Marketing. Somit kann Thomas die Kontrolle über sein Corporate Design behalten und gleichzeitig die Kosten und den Aufwand für sein Team erheblich senken.