--- Hook --- Wir beleuchten heute, wie künstliche Intelligenz das Konsumverhalten im Luxussegment verändert und neue Spaltungen schafft. Zudem berichten wir über Intermates Einführung der KI-Plattform „Maia“ im Influencer-Marketing, die Berufung des Marketingexperten Sarstedt an die LMU und Googles Vorstoß in der automatisierten Restaurantreservierung direkt über die Suche. --- Thema 1 --- Der Luxusmarkt zeigt erste Schwächezeichen, während KI-getriebene Geschäftsmodelle an Bedeutung gewinnen. Die aktuellen Marktdaten verdeutlichen eine wachsende Divergenz zwischen verschiedenen Branchen. Das veränderte Konsumverhalten ist geprägt von Unsicherheit, Preisbewusstsein und selektiver Nachfrage. Konsumenten treffen bewusste Entscheidungen, was zu einer Konzentration des Konsums auf wenige, klar definierte Werte führt. Dies hat besonders negative Auswirkungen auf das Luxussegment, das traditionell von stabiler Nachfrage ausgegangen ist, nun jedoch unter Druck gerät. Gleichzeitig profitieren Unternehmen, die KI strategisch nutzen, von Effizienzgewinnen und neuen Wachstumsfeldern. Diese Entwicklung führt zu einer stärkeren Marktspreizung, in der nicht mehr allein die Markenstärke entscheidend ist, sondern auch die Fähigkeit, Daten und KI in Geschäftsmodelle zu integrieren. Der Markt befindet sich somit in einem strukturellen Wandel, der die Unterschiede zwischen Gewinnern und Verlierern verstärkt. --- Thema 2 --- Intermate hat mit „Maia“ eine KI-Plattform für Influencer-Marketing auf den globalen Markt gebracht. Diese Plattform integriert Influencer-, Paid- und Owned-Daten und ermöglicht eine effiziente Steuerung von Kampagnen. Mit dem Fokus auf Skalierung und Automatisierung reagiert Intermate auf die steigenden Anforderungen im Social-first-Marketing. Die Lösung kombiniert verschiedene Datenquellen und erlaubt es Marken, ihre gesamte Social-Media-Landschaft zu analysieren, zu planen und zu optimieren. Zu den angebotenen Funktionen gehören Social Listening, visuelle KI-Analyse sowie die Bewertung von Inhalten und Creators. Ein zentrales Element der Plattform ist der „Social Relevance Score“, der verschiedene Engagement-Kennzahlen zusammenführt und vergleichbar macht. Mit „Maia“ adressiert Intermate die Herausforderungen fragmentierter Daten und fehlender Standardisierung im Influencer-Marketing. Die Plattform schafft eine integrierte Entscheidungsbasis und fördert die datengetriebene Kampagnensteuerung über Märkte hinweg. Dies stellt einen Schritt in Richtung messbarer Performance und skalierbarer Prozesse dar und trägt zur Technologisierung der Marketing-Infrastruktur bei. --- Thema 3 --- Die Ludwig-Maximilians-Universität München hat Professor Marko Sarstedt zum Chief Marketing Officer ernannt. Diese Ernennung tritt am ersten April zweitausendsechsundzwanzig in Kraft. Ziel dieser Maßnahme ist die strategische Weiterentwicklung und Stärkung der Universitätsmarke sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Sarstedt wird eine beratende Rolle in der Hochschulleitung übernehmen und zentrale Marketingmaßnahmen begleiten. Als einer der führenden Experten im Bereich datengetriebenes Marketing bringt er umfangreiche Kenntnisse in die Position ein. Er leitet das Institut für Marketing an der Munich School of Management und verbindet wissenschaftliche Methoden mit praktischen Anwendungen. Seine Forschung fokussiert sich auf die datenbasierte Analyse von Kaufverhalten und Markenwahrnehmung, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Mit dieser Ernennung betont die LMU die wachsende Bedeutung professionellen Marketings im Hochschulbereich und positioniert sich somit stärker im internationalen Wettbewerb um Talente, Forschung und Reputation. --- Thema 4 --- Google AI Mode revolutioniert die Restaurantbuchung, indem er diese direkt in der Suchfunktion von Google automatisiert. Die Künstliche Intelligenz versteht komplexe Suchanfragen und filtert passende Optionen, während sie die Verfügbarkeit in Echtzeit prüft. Nutzer können mit einer natürlich formulierten Anfrage, die Informationen wie Ort, Zeit, Personenanzahl oder kulinarische Vorlieben enthält, direkt zur Buchung gelangen. Anders als bei der klassischen Suche reduziert der AI Mode den Weg von Informationen zu Handlungen erheblich, indem er die zentralen Schritte im Entscheidungsprozess übernimmt. Die KI durchsucht verschiedene Plattformen, bündelt die Ergebnisse und leitet die Nutzer zu vorbefüllten Buchungsseiten weiter. Die Reservierung erfolgt jedoch weiterhin über Partnerplattformen wie OpenTable, was bedeutet, dass der Prozess momentan noch nicht vollständig autonom ist. Für Marketer hat diese Entwicklung weitreichende strategische Implikationen. Die Sichtbarkeit wird nicht mehr primär durch Rankings bestimmt, sondern durch die Auswahl der KI. Dies führt zu einem Wandel im Wettbewerb, der nun stärker auf die Integration in Entscheidungsprozesse fokussiert ist. Marken müssen sich daher verstärkt in relevanten Datenquellen positionieren, um als vertrauenswürdige Optionen wahrgenommen zu werden. --- Thema 5 --- Google hat mit dem AI Mode einen bedeutenden Schritt in der agentischen Restaurant-Reservierung gemacht. Dieses neue Feature ermöglicht es Nutzern, direkt in der Google-Suche Restaurantbuchungen vorzunehmen. Dabei gibt die Künstliche Intelligenz vorab Informationen zu Restaurants, wie deren Verfügbarkeit und freie Zeiten, und leitet die Nutzer zur Buchung weiter. Die Nutzer müssen lediglich Parameter wie Ort, Zeit oder Küche eingeben, woraufhin die KI geeignete Optionen präsentiert. Dieser Wandel in der Suchfunktionalität zeigt, dass die Rolle der Suche sich von einer rein informativen hin zu einer aktionsorientierten Plattform entwickelt. Das Feature wird weltweit ausgerollt und ist nun breiter zugänglich als frühere Testversionen. Google integriert Partnerplattformen und bündelt verschiedene Buchungssysteme in einer einheitlichen Oberfläche. Für Restaurants wird die Sichtbarkeit innerhalb dieser Systeme entscheidend, da Nutzer den Buchungsprozess zunehmend innerhalb der Google-Umgebung durchführen. Die Künstliche Intelligenz fungiert als Vermittler, der Entscheidungsprozesse vereinfacht. Unternehmen sind gefordert, ihre Daten und Angebote so zu strukturieren, dass sie in diesen automatisierten Prozessen berücksichtigt werden. Der Wettbewerbsdruck steigt, da Alternativen für Nutzer weniger sichtbar sind, wenn sie nicht in die integrierten Buchungssysteme eingebunden sind.