--- Hook --- Wir beleuchten heute, wie L’Oréal durch Creator Content seine Performance um fünfundfünfzig Prozent steigert und wie Lidl Restaurants als innovative Bühne nutzt. Zudem berichten wir darüber, dass neunundsiebzig Prozent der Unternehmen Willkommens-Mails versenden, im Fachartikel von Mathias Elsässer, wie Künstliche Intelligenz den Vertriebsinnendienst entlastet, und im Podcast mit Benjamin Bunte, weshalb Connected TV für B2B-Vermarkter unverzichtbar geworden ist. --- Thema 1 --- L’Oréal hat in Zusammenarbeit mit Google und der Kreativberatung Sundogs über fünftausend YouTube-Videos analysiert und dabei herausgefunden, dass Creator Marketing anderen Regeln folgt als traditionelle Werbung. Die Untersuchung zeigt, dass unkonventionelle Creator-Formate das Engagement um fünfundfünfzig Prozent steigern können. Inhalte, die Schwächen der Produkte ehrlich darstellen, erzielen bis zu dreißig Prozent höhere Interaktionen. Zudem performen charaktergetriebene Geschichten deutlich besser als produktzentrierte Werbung, mit einer Steigerung von fünfundfünfzig Prozent. L’Oréal betrachtet Creator Marketing als eigenständige Disziplin, die sich zwischen Werbung und reinem Creator Content bewegt und eigene Erfolgsmetriken anlegt. Dabei stehen Vertrauen, Relevanz und Community im Vordergrund, anstelle von Views oder Followerzahlen. Ein Beispiel für diesen Ansatz ist die Marke Maybelline, die anstelle einer klassischen Produktdemonstration eine kreative Challenge mit fachfremden Creatorn durchführte. Dies führte zu überdurchschnittlichen Engagement-Raten, viraler Reichweite und starkem Umsatzwachstum. --- Thema 2 --- Lidl nutzt den Veganuary, um seine vegane Eigenmarke Vemondo in vier deutschen Großstädten erlebbar zu machen. Im Januar übernimmt der Discounter temporär Restaurants in Köln, Hamburg, Berlin und München. Dort werden Menüs präsentiert, die überwiegend auf Vemondo-Produkten basieren, und die Gäste werden kostenfrei bewirtet. Die Plätze werden über Social Media verlost. Ziel der Kampagne ist es, Vorbehalte gegenüber pflanzlicher Ernährung abzubauen und die Alltagstauglichkeit der Produkte zu demonstrieren. Lidl hebt zudem seine Preisstrategie hervor, indem viele vegane Produkte seit Herbst zweitausenddreiundzwanzig preislich an tierische Alternativen angeglichen wurden. Analysen zeigen, dass Vemondo in bestimmten Warengruppen sogar günstiger ist. Während des Aktionsmonats wird ein zusätzlicher Rabatt auf alle Vemondo-Artikel über eine App angeboten. Die Inszenierung wird durch die Auszeichnung des veganen Sortiments mit dem V-Label Award unterstützt. Diese Gastro-Tour ist Teil einer langfristigen Positionierung von Vemondo als preiswerte, hochwertige und vielseitige vegane Marke. --- Thema 3 --- Eine Auswertung von ElectroIQ zeigt, dass Willkommens-Mails von rund siebzig neun Prozent der Marken versendet werden. Newsletter sind mit mehr als einundachtzig Prozent das meistgenutzte E-Mail-Format im digitalen Marketing. Personalisierung und Segmentierung sind entscheidend für den Erfolg dieser Kampagnen, da sie die Öffnungsraten, Klicks und Kaufabschlüsse signifikant erhöhen können. Personalisierte E-Mails steigern die Öffnungsraten um bis zu zweiundachtzig Prozent. Die Segmentierung gilt als die wichtigste Maßnahme zur Personalisierung im E-Mail-Marketing. Zusätzlich zu Newslettern sind Willkommens-Mails, Produktinformationen sowie Sales- und Promotion-Mails weitere häufig eingesetzte E-Mail-Typen. Event-Kommunikation und Onboarding-Mails sind ebenfalls relevant, während automatisierte Trigger wie Warenkorbabbrüche weniger genutzt werden. Die Daten stammen überwiegend aus dem britischen Markt, entsprechen jedoch globalen Trends, die zeigen, dass mehr als einundneunzig Prozent aller Marken weltweit E-Mail-Marketing einsetzen. Die meisten Marketer verwenden einfache Profildaten zur Personalisierung, während verhaltensbasierte Daten seltener berücksichtigt werden. Personalisierte Kampagnen sind messbar erfolgreich und steigern die Zufriedenheit der Empfänger. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Mathias Elsässer wird aufgezeigt, wie Künstliche Intelligenz den Vertriebsinnendienst entlastet. Mathias Elsässer erläutert, dass moderne Sales Hubs Kundendaten bündeln und KI die Qualifizierung sowie Follow-ups übernimmt. Dies ermöglicht es Vertriebsmitarbeitenden, sich auf Abschlüsse und persönliche Beratung zu konzentrieren. Der Artikel beschreibt, dass KI-Lösungen in vielen Unternehmen von Pilotprojekten zu einem flächendeckenden Einsatz übergehen, während gleichzeitig der Budgetdruck steigt und die Anforderungen an Geschwindigkeit und Präzision zunehmen. Nach Einschätzung von Mathias Elsässer können KI-gestützte Systeme Routineanfragen beantworten, nächste Schritte vorschlagen und komplexe Kundeninteraktionen zusammenfassen. Unternehmen berichten von Effizienzgewinnen, da Bearbeitungszeiten verkürzt und die Kundenzufriedenheit gesteigert werden. KI bewertet und priorisiert potenzielle Kundinnen und Kunden, was zu höheren Abschlussquoten führt. Zudem schlägt KI maßgeschneiderte Angebote vor und erkennt, wenn Kunden abzuspringen drohen. Mathias Elsässer betont jedoch, dass der persönliche Kontakt und Empathie menschliche Stärken bleiben, weshalb eine Zusammenarbeit von Mensch und Maschine entscheidend ist. Der Einsatz von KI wird sich in den kommenden Jahren weiter beschleunigen, da die Vorteile für Unternehmen erheblich sind. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Benjamin Bunte wird erläutert, weshalb Connected TV, kurz CTV, für B2B-Vermarkter unverzichtbar geworden ist. Streaming hat das TV-Marketing grundlegend verändert. CTV bietet gezielte Videoformate, die es ermöglichen, spezifische Zielgruppen zu erreichen. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass die Rezeptionssituation beim Fernsehen fundamental anders ist als bei Social-Media-Videos. Die Nutzer erwarten qualitativ hochwertige, klassische Spots, die zwischen fünfzehn und dreißig Sekunden lang sind. Ein entscheidender Vorteil von CTV ist das präzise Targeting. Vermarkter können über Plattformen wie Amazon Prime oder Netflix genau definieren, welche Zielgruppe, Regionen und Frequenzen angesprochen werden. Addressable TV geht noch einen Schritt weiter, indem es die Möglichkeit bietet, individuelle Haushalte oder Regionen anzusprechen. Es ist jedoch wichtig, sich bewusst zu machen, dass CTV Branding-getrieben ist und direkte Conversions nicht sofort zu erwarten sind. Eine unabhängige Reichweitenmessung ist entscheidend, um den Erfolg zu bewerten. Die Kombination von CTV mit Social-Media-Retargeting kann die Effektivität erhöhen, indem die Zielgruppe über verschiedene Kanäle angesprochen wird. Benjamin Bunte betont, dass eine Cross-Channel-Strategie von Anfang an essenziell ist, um die Wirkung von CTV zu maximieren.