--- Hook --- Heute blicken wir auf „KI wird zum neuen Gatekeeper beim Online-Shopping“, „Google macht Gemini zum KI-Lernassistenten“, „Menschen statt Logos: Personenmarken werden immer wichtiger“, „Wird Prompt Engineering überflüssig?“ und den Podcast mit Christopher Kraft über „Wie setzt Schott KI im Marketing konkret ein?“. --- Thema 1 --- Künstliche Intelligenz wird zunehmend als neuer Gatekeeper im E-Commerce wahrgenommen. Microsoft hebt hervor, dass strukturierte Produktdaten, geografische Informationen und die Sichtbarkeit von Künstlicher Intelligenz für Marken an Bedeutung gewinnen. Im Weihnachtsgeschäft stieg der KI-Traffic im Handel um rund sechshundertdreiundneunzig Prozent. Zudem konvertieren AI-vermittelte Besucher laut Microsoft um vierzig Prozent besser, was bedeutet, dass Kaufentscheidungen oft bereits getroffen werden, bevor Kunden die Onlineshops der Marken besuchen. Die Grundlage der digitalen Sichtbarkeit verändert sich, da strukturierte Produktdaten entscheidend für die Sichtbarkeit bei Künstlicher Intelligenz sind. Klassische Produktfeeds, die oft nur Teile eines Sortiments abdecken, sind für KI-Systeme unzureichend. Microsoft empfiehlt daher AI-ready Produktfeeds im Merchant Center. Zusätzlich wird die Entwicklung mit geografischen Informationen und neuen Commerce-Werkzeugen verknüpft. AI-native Werbung in Bing und der Copilot ermöglichen Käufe direkt innerhalb von Konversationen. Brand Agents fungieren als digitale Einkaufsberater. Händler stehen vor der Herausforderung, dass sowohl Menschen als auch KI-Systeme Produkte finden, verstehen und empfehlen müssen. --- Thema 2 --- Google hat Gemini zu einem KI-Lernassistenten weiterentwickelt und erweitert gleichzeitig seine Suchmaschine um neue Lernfunktionen. Interaktive Visualisierungen, Quiz und dreidimensionale Simulationen sollen das Lernen erleichtern. Die neuen Tools sind direkt in die Google-Suche integriert, wodurch Lernende personalisierte Inhalte erstellen können. Dazu gehören unter anderem Darstellungen von pH-Werten und maßgeschneiderte Simulationen für spezifische Fragestellungen. Zudem können Nutzer direkt in der Suche Übungsquiz zu verschiedenen Fächern generieren. Eine kommende Funktion namens Lens wird es ermöglichen, fotografierte Aufgaben zu analysieren, Konzepte zu erklären und Fehler zu identifizieren. Auch hochgeladene Dokumente wie PDFs und Präsentationen können in kompakte Lernmaterialien umgewandelt werden. Gemini bietet die Möglichkeit, mehrstufige Rechercheaufträge durchzuführen und die Ergebnisse anschließend mündlich zu besprechen. Ein neuer Bereich innerhalb der Gemini-App bündelt die Lernfunktionen, in dem Nutzer Lernnotizbücher, Karteikarten und Übungstests anlegen können. Damit positioniert sich Google Gemini zunehmend als zentrale digitale Lernumgebung. --- Thema 3 --- Im Interview erläutert Philipp Westermeyer, dass Personenmarken für Unternehmen und Medienhäuser zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der Reuters-Institute-Trendbericht zweitausendsechsundzwanzig zeigt, dass mehr als drei Viertel der befragten Publisher ihre Journalisten sichtbarer machen möchten, um sie näher an das Creator-Modell zu bringen. Dennoch erwarten nur etwa ein Viertel der Befragten, dass dies zu einer höheren Zahlungsbereitschaft führt. Westermeyer betont, dass digitale Plattformen Inhalte von Menschen gegenüber anonymen Unternehmensmarken bevorzugen. Dabei sei nicht die maximale Reichweite entscheidend, sondern die Glaubwürdigkeit und das Fachwissen der Persönlichkeit. Erfolgreiches Personal Branding sollte auf einer authentischen Geschichte und einem relevanten Thema basieren, wobei das Produkt oder Projekt im Mittelpunkt stehen sollte. Authentizität und klare Positionierung seien langfristig wichtiger als kurzfristige Aufmerksamkeit. Für Medienhäuser empfiehlt er, ihren Mitarbeitern Autonomie beim Aufbau eigener Marken zu gewähren. Podcasts und LinkedIn sind geeignete Formate, wobei die Wahl von der Zielgruppe und der Persönlichkeit abhängt. Der Aufbau einer Personenmarke erfordere Zeit und könnte langfristig ein Modell entwickeln, das mehrere eigenständige Künstler unter einem Dach vereint. --- Thema 4 --- Der Text behandelt die Frage, ob Prompt Engineering überflüssig wird, insbesondere im Kontext der Einführung von Gemini Spark, einem KI-Agenten, der im dritten Quartal zweitausendsechsundzwanzig in Deutschland erwartet wird. Dieser Agent soll in der Lage sein, eigenständig Aufgaben wie das Analysieren von E-Mails, das Zusammenstellen von Informationen und das Organisieren von Terminen zu erledigen. Produktmanagerin Julia Steier beschreibt, dass die Nutzung vordefinierter Fähigkeiten und die Möglichkeit, Anweisungen mündlich zu erteilen, die Bedeutung des klassischen Formulierens von Prompts verringern. Dennoch bleibt ein gutes Verständnis von Prompt Engineering wichtig, insbesondere bei komplexen Aufgaben, da es entscheidend ist, der KI den nötigen Kontext und klare Anforderungen zu vermitteln. Zudem bringt der erweiterte Zugriff auf persönliche und berufliche Daten Herausforderungen in Bezug auf Datenschutz und Zugriffskontrolle mit sich. Trotz der Fortschritte in der Automatisierung ist eine menschliche Überprüfung weiterhin notwendig, da auch autonome KI-Agenten Fehler produzieren können. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Christopher Kraft wird erörtert, wie Schott Künstliche Intelligenz im Marketing konkret einsetzt. Christopher Kraft erklärt, dass die Effizienzsteigerung durch Künstliche Intelligenz zwar ein naheliegender Nutzen ist, der wahre Vorteil jedoch tiefer liegt. Durch die schnellere Interpretation von Daten können bessere Entscheidungen getroffen werden. Auswertungen, die früher Wochen in Anspruch nahmen, sind nun in kürzester Zeit verfügbar. Ein zentrales Thema ist die Markenkonsistenz, die angesichts der Massentauglichkeit von Content entscheidend wird. Ein Brand Hub, der mit Systemen wie SharePoint verbunden ist, sorgt dafür, dass die Künstliche Intelligenz die Tonalität und Werte der Marke berücksichtigt. Dabei bleibt die Überprüfung durch einen Experten unerlässlich. Ein Model-Context-Protocol ermöglicht es den Marketing-Teams, unabhängig von spezifischen Tools zu arbeiten, was Flexibilität sichert. Relevanter Content, der die Zielgruppe anspricht, ist für den Erfolg bei GEO entscheidend. Prompt Monitoring liefert wertvolles Feedback für die Content-Planung und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Suchmaschinenoptimierung und Content-Strategie. Schließlich betont Christopher Kraft, dass die Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz ein Prozess des Change Managements ist, bei dem sichtbare Beispiele oft überzeugender sind als Anweisungen von oben.