--- Hook --- Im Mittelpunkt stehen heute „KI wächst schneller als Marketing-Know-how“, „ChatGPT Ads: Anrufe lassen sich jetzt zuordnen“, „Time liefert Anzeigen direkt an KI-Bots“, „Kraft Heinz steckt 100 Millionen in Marketing“ und „Google updatet seinen Algorithmus“. --- Thema 1 --- Der Einsatz künstlicher Intelligenz im Marketing nimmt rasant zu, während die erforderlichen Kompetenzen in den Marketingteams hinterherhinken. Laut einer Umfrage unter Chief Marketing Officers zeigt sich, dass die größten Defizite nicht im Zugang zu Technologien, sondern im Humankapital liegen. Unternehmen stellen nicht ausreichend Personal für neue Aufgaben im Bereich künstliche Intelligenz ein und investieren zu wenig in die Weiterbildung ihrer bestehenden Teams. Dies führt zu einer Kluft zwischen den verfügbaren technischen Möglichkeiten und der Fähigkeit, diese produktiv für Content, Personalisierung oder Prognosen zu nutzen. Gleichzeitig sind Marketingverantwortliche unter Druck, was dazu führt, dass mehr als siebzig Prozent von ihnen verstärkt auf kurzfristige Ergebnisse setzen. Der Fokus liegt dabei stark auf der Gegenwart, während die Vorbereitung auf die Zukunft vernachlässigt wird. Dies könnte dazu führen, dass Marketing nur noch über kurzfristige Kennzahlen bewertet wird. Paradoxerweise wächst jedoch auch die Verantwortung der Marketingführung. Marketing übernimmt zunehmend kommerzielle Aufgaben, was einen Wendepunkt darstellen könnte, sofern Unternehmen sowohl in Technologie als auch in die Menschen investieren, die diese Technologien nutzen. --- Thema 2 --- CallTrackingMetrics, kurz CTM, hat eine neue Funktion für ChatGPT Ads eingeführt, die es ermöglicht, Telefonanrufe direkt den jeweiligen Kampagnen zuzuordnen. Diese Integration schließt eine bisher bestehende Messlücke und erlaubt es Unternehmen, genau nachzuvollziehen, welche KI-Werbekampagne einen Anruf ausgelöst hat und welche dieser Kontakte zu wertvollen Kunden oder Leads werden. Die Ergebnisse dieser Zuordnungen erscheinen zusammen mit den Daten aus etablierten Werbekanälen im CTM-Reporting. Zusätzlich fließen die Conversion-Daten zurück an OpenAI. So erhält das Werbesystem nicht nur Informationen über Klicks oder Anrufe, sondern auch darüber, ob sich daraus ein wertvoller Kundenkontakt entwickelt hat. Dieser geschlossene Datenkreislauf soll OpenAI dabei unterstützen, Kampagnen basierend auf tatsächlichen Ergebnissen zu optimieren. Durch diese Neuerung erhält ChatGPT nun Call Attribution, ähnlich wie es bereits bei Google, Meta und Microsoft der Fall ist. Für Performance-Marketer ist dies von Bedeutung, da KI-Werbung somit stärker in bestehende Mess- und Attribution-Prozesse integriert werden kann. CTM ergänzt diese Entwicklung mit AskCTM, einem KI-Agenten, der die Einrichtung eigener KI-Funktionen erleichtert. Damit beginnt ChatGPT-Werbung, dieselbe Mess- und Optimierungsinfrastruktur zu erhalten, die bei Suchmaschinen und sozialen Medien bereits etabliert ist. --- Thema 3 --- Das US-Magazin Time testet ein innovatives Werbekonzept, bei dem Anzeigen gezielt an KI-Crawler ausgeliefert werden, anstatt an menschliche Besucher. Hierfür wird eine spezielle Version der Website bereitgestellt, die ausschließlich von KI-Systemen wie ChatGPT, Claude oder Perplexity abgerufen wird. Nutzer haben keinen Zugriff auf diese Inhalte. Ziel dieses Ansatzes ist es, die Informationen zu beeinflussen, die KI-Assistenten bei der Beantwortung von Nutzeranfragen verwenden. Im Gegensatz zur Optimierung für KI-Suchsysteme, bei der bestehende Inhalte besser auffindbar gemacht werden, erhalten die KI-Crawler eigens aufbereitete Inhalte mit werblichen Botschaften. Erste Kampagnen stammen von Unternehmen wie Ally Bank und dem Project Management Institute. Sollte sich dieses Modell etablieren, könnten weitere Verlage Werbeflächen speziell für KI-Systeme vermarkten. Dies würde bedeuten, dass Marken ihre Inhalte nicht nur für Menschen und traditionelle Suchmaschinen optimieren müssten, sondern auch für KI-Modelle, die Antworten generieren. Gleichzeitig wirft dieses Konzept Fragen zur Transparenz auf, da werbliche Inhalte, die ausschließlich KI-Crawler erreichen, später möglicherweise in KI-generierten Antworten erscheinen, ohne dass Nutzer den kommerziellen Ursprung erkennen. --- Thema 4 --- Kraft Heinz investiert im Rahmen seiner Wachstumsstrategie weitere hundert Millionen US-Dollar in Marketing. Diese Entscheidung ist Teil eines umfassenden Transformationsprogramms, das auch Investitionen in Produktentwicklung, Vertrieb, Preisgestaltung und Markenkommunikation umfasst. Ab dem Jahr zweitausendsechsundzwanzig sollen die Marketingausgaben mindestens sechs Prozent des Nettoumsatzes betragen. Ein zentraler Aspekt der Strategie ist die Konzentration auf wenige, aber reichweitenstarke Medien- und Marketingpartnerschaften, darunter langfristige Kooperationen mit der National Football League sowie der Walt Disney Company. Gleichzeitig reduziert Kraft Heinz die Anzahl seiner Media-Partner, um die Budgets gezielter einzusetzen und die Effizienz der Kampagnen zu steigern. Erste Kampagnen zeigen bereits positive Effekte auf Umsatz und Markenwahrnehmung, insbesondere bei den Marken Heinz und Philadelphia. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs im zweiten Quartal fielen die Geschäftszahlen besser aus als erwartet, was zu einer Anhebung der Prognose für die organische Umsatzentwicklung führte. --- Thema 5 --- Im August zweitausendsechsundzwanzig beobachten viele Websitebetreiber und SEO-Experten signifikante Schwankungen bei den Rankings, dem organischen Traffic und Google Discover. Trotz der Berichte über diese Volatilität hat Google bislang kein offizielles Algorithmus-Update bestätigt. Die Rückmeldungen aus der SEO-Community sind uneinheitlich. Während einige Publisher von deutlichen Besucherverlusten berichten, verzeichnen andere stabile oder sogar verbesserte Rankings. Es zeigt sich, dass der Traffic auch ohne Veränderungen in den Suchergebnissen sinken kann, was darauf hindeutet, dass nicht zwingend ein Algorithmus-Update verantwortlich ist. Mögliche Ursachen könnten Veränderungen bei der Klickrate, der Suchdarstellung oder den Messmethoden sein. Zudem wurden technische Probleme bei Google Discover und der Indexierung neuer Inhalte festgestellt. Google hat lediglich eine Störung im Google Ad Manager bestätigt. Die aktuellen Hinweise reichen nicht aus, um von einem neuen Core Update zu sprechen. Websitebetreiber sollten ihre Daten sorgfältig analysieren und technische Ursachen ausschließen, bevor sie umfassende Optimierungen vornehmen.