--- Hook --- Heute widmen wir uns „KI-Sichtbarkeit wird zum Milliardengeschäft“, „Menschen lizenzieren ihr Gesicht für KI-Werbung“, „Google will Publisher bezahlen“, den Fachartikel von Ambeshwar Nath zu „Wo KI im Einzelhandel bereits Wirkung zeigt“ und „Attribution alleine misst Werbeerfolg noch nicht“. --- Thema 1 --- Die Plattform Profound hat in einer Series-D-Finanzierung einen Betrag von einhundertachtzig Millionen Dollar erhalten und wird nun mit einer Bewertung von insgesamt eineinhalb Milliarden Dollar eingestuft. Profound fokussiert sich darauf, Marken dabei zu unterstützen, ihre Sichtbarkeit in KI-Suchen zu erhöhen. Die Plattform analysiert, wie Unternehmen in den Antworten von KI-Systemen wie ChatGPT und Google Gemini erscheinen und optimiert deren Präsenz. In einem sich rasant entwickelnden Markt für AI Search und Answer Engine Optimization, kurz AEO, positioniert sich Profound als wichtiger Akteur. Verbraucher stellen zunehmend ihre Fragen direkt an KI-Systeme, was die Art und Weise, wie Produktsuchen durchgeführt werden, grundlegend verändert. Mit den neuen finanziellen Mitteln plant Profound, seine Dienstleistungen über die Messung von KI-Sichtbarkeit hinaus auszubauen und Marketingteams in Bereichen wie Recherche, Content und Kampagnen zu unterstützen. Das Unternehmen arbeitet mittlerweile mit über eintausend Enterprise-Marken zusammen und entwickelt sich zu einer umfassenden KI-Marketingplattform. Die hohe Bewertung verdeutlicht das Interesse der Investoren an diesem neuen Markt, der sich mit der Beeinflussung und Messung von Markensichtbarkeit in KI-generierten Antworten beschäftigt. --- Thema 2 --- FaceLedger hat einen Marktplatz ins Leben gerufen, der es Unternehmen ermöglicht, die Erscheinungsbilder verifizierter Personen für KI-generierte Werbung zu lizenzieren. Die Plattform bietet einen Foto-Datensatz und erstellt automatisch einen Lizenzvertrag, der klare Grenzen für Laufzeit, Gebiet und Kanäle definiert. Die Preise beginnen bei neunhundert Euro netto, wobei sechzigfünf Prozent des Lizenzpreises an die jeweiligen Personen fließen. FaceLedger zielt darauf ab, eine Lücke in der KI-Werbung zu schließen, indem es Unternehmen die notwendigen Rechte zur Nutzung realer Personen bereitstellt. Alle registrierten Personen werden durch einen Ausweis verifiziert und können spezifische Branchen ausschließen. Unternehmen haben die Möglichkeit, passende Personen über Filter zu suchen, und nach Zustimmung erfolgt die automatische Abwicklung von Vertrag, Zahlung und Auszahlung. Nach Ablauf der Lizenz muss der Datensatz beim Unternehmen gelöscht werden. Auch bestehende Models können in den Prozess eingebunden werden. FaceLedger übernimmt hierbei die Verifizierung und Erstellung des Foto-Datensatzes. Die Plattform ist seit August zweitausendsechsundzwanzig in acht Sprachen verfügbar, wobei Unternehmen aus Österreich bereits Lizenzen erwerben können. Der Zugang für Personen ist zunächst auf Deutschland beschränkt. --- Thema 3 --- Google testet ein neues Vergütungsmodell namens „AI Contribution“, das darauf abzielt, Publisher für ihre Inhalte zu bezahlen, die in KI-generierten Antworten von Gemini und der Google-Suche verwendet werden. Dieses Pilotprogramm wird über die Google Search Console angeboten und befindet sich derzeit in einer frühen Testphase. Ausgewählte Anbieter, darunter zahlreiche Verlage, können Geld erhalten, wenn ihre Inhalte maßgeblich zu den KI-generierten Antworten beitragen. Mit diesem Ansatz möchte Google hochwertigen Content honorieren, zusätzlich zu den bisherigen Leistungen wie Traffic und Tools. Das Programm richtet sich nicht nur an Nachrichtenanbieter, sondern umfasst auch andere Bereiche, wobei es besonders für kleine und mittlere Publisher von Interesse sein soll. Der Test könnte für Content-Anbieter von Bedeutung sein, da er die Möglichkeit eröffnet, ein neues Geschäftsmodell für die Nutzung redaktioneller Inhalte durch KI zu entwickeln. Derzeit ist jedoch noch unklar, wie hoch die Vergütung ausfallen wird und ob Google das Modell langfristig und umfassend einführen möchte. Der Pilot zeigt, dass Google aktiv nach Wegen sucht, den Wert von Publisher-Content innerhalb seiner KI-Produkte direkt zu vergüten. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Ambeshwar Nath wird aufgezeigt, wie Künstliche Intelligenz den Einzelhandel in Deutschland transformiert. Ambeshwar Nath erläutert, dass der deutsche Einzelhandel vor zahlreichen Herausforderungen steht, darunter wirtschaftliche Instabilität und Wettbewerbsdruck. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihre Wertschöpfung priorisieren und disruptive Kräfte nutzen. Nach Einschätzung von Ambeshwar Nath kann Künstliche Intelligenz diese Agenda unterstützen, indem sie das Kundenerlebnis verbessert und Abläufe optimiert. KI-gestützte Lösungen ermöglichen personalisierte Produktempfehlungen und eine nahtlose Omnichannel-Integration. Zudem automatisieren Einzelhändler wie Adler Modemärkte und Decathlon Geschäftsprozesse, was die Effizienz steigert. Ambeshwar Nath hebt hervor, dass KI auch zur Optimierung von Lieferketten beiträgt, indem sie datengestützte Entscheidungsfindung fördert und Abfall reduziert. Das Kölner Start-up Foodforecast zeigt, wie KI Lebensmittelverschwendung um durchschnittlich dreißig Prozent senkt. Abschließend betont Ambeshwar Nath, dass Unternehmen bei technologischen Lücken auf vertrauenswürdige Partner zurückgreifen sollten, um die Vorteile von Künstlicher Intelligenz voll ausschöpfen zu können. --- Thema 5 --- Attribution allein reicht nicht aus, um den Werbeerfolg umfassend zu messen. Die Vielfalt der Datenquellen und Messmethoden stellt eine Herausforderung dar, da immer mehr Messdaten nicht automatisch zu einfacheren Budgetentscheidungen führen. Verschiedene Methoden wie Attribution, Inkrementalitätsmessung und Marketing Mix Modeling sollten nicht als konkurrierend betrachtet werden, da sie unterschiedliche Business-Fragen beantworten und verschiedene Perspektiven auf die Mediawirkung bieten. Für eine strategische Budgetallokation gewinnt Cross-Channel Measurement an Bedeutung, da es einen umfassenderen Blick auf das Zusammenspiel von Kanälen und Plattformen ermöglicht. Eine gemeinsame Datengrundlage ist dabei unerlässlich. Kausalität wird ebenfalls wichtiger, insbesondere im Bereich Commerce und Retail Media, wo Werbekontakte und Transaktionen enger verknüpft werden können. Closed-Loop Measurement kann helfen, Zusammenhänge zwischen Media und Kaufverhalten besser sichtbar zu machen. Ein zentrales Hindernis sind Datensilos, die durch Identity Resolution und Data Collaboration überwunden werden können. Clean Rooms spielen eine wichtige Rolle beim sicheren Austausch sensibler Daten. In Deutschland steht Commerce Media noch am Anfang, doch die Anforderungen an Datenintegration und sicheren Datenaustausch steigen mit der zunehmenden Vielfalt der Anbieter.