--- Hook --- Heute blicken wir auf „Influencerin muss 36.000 Euro Strafe zahlen“, „Brandtech-Chef sieht KI als Werbemacher“, „E.on setzt auf Reality-Show“, den Fachartikel von Stephan Schmidt zu „Domains werden zum strategischen Marken-Asset“ und den Podcast mit Andreas Häntsch über „Wie Live Commerce bei eBay funktioniert“. --- Thema 1 --- Eine Stuttgarter Influencerin muss aufgrund von Verstößen gegen die Werbekennzeichnungspflicht auf Instagram eine Geldbuße in Höhe von sechunddreißigtausend Euro zahlen. Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg hat damit das bislang höchste Bußgeld gegen eine Influencerin verhängt. Zusammen mit den Verfahrenskosten beläuft sich der Gesamtbetrag auf mehr als siebenunddreißigtausend Euro. Die Influencerin, die über siebenhundertsechzigtausend Follower verfügt und Inhalte zu Lifestyle, Mode und Beauty veröffentlicht, widerspricht den Vorwürfen. Sie behauptet, dass sie Kooperationen grundsätzlich gekennzeichnet habe, jedoch die Sichtbarkeit dieser Hinweise nicht ausreichend gewesen sei. Die Verstöße betreffen mehrere bezahlte Kooperationen aus dem Zeitraum von Mai bis Juli zweitausendfünfundzwanzig. Die Behörde kritisierte, dass die Hinweise aufgrund von Größe, Schriftart oder Farbe nicht auffällig genug waren. Bei der Festlegung der Strafe flossen wiederholte Verstöße, die hohe Reichweite des Accounts sowie frühere Hinweise aus den Jahren zweitausend und zweiundzwanzig in die Entscheidung ein. Der Fall verdeutlicht die Notwendigkeit, dass Marken und Influencer nicht nur auf eine Kennzeichnung, sondern auch auf deren Sichtbarkeit achten müssen. --- Thema 2 --- David Jones, der Gründer von Brandtech, sieht in der Künstlichen Intelligenz eine transformative Kraft für die Werbebranche. In einem Interview äußert er die Prognose, dass KI künftig bis zu fünfundneunzig Prozent der Werbearbeit übernehmen könnte. Menschen würden sich dabei vor allem auf kreative Ideen, strategische Überlegungen und die Qualitätskontrolle konzentrieren. Jones betrachtet diese Entwicklung als einen bedeutenden Fortschritt in der Werbeindustrie und erwartet damit verbundene Produktivitätsgewinne. Brandtech gehört zu den führenden Unternehmen, die sich auf KI im Marketing spezialisiert haben, und erzielt einen Umsatz von über einer Milliarde Dollar. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in KI-gestützte Lösungen für Kampagnen, Content-Erstellung und Media. Jones ist überzeugt, dass Werbetreibende einen Großteil ihrer Marketingprozesse automatisieren werden, was zu schnelleren und kostengünstigeren Arbeitsabläufen führt. Trotz einer deutlichen Senkung der Unternehmensbewertung durch Investoren, die ihre internen Wertansätze angepasst haben, misst Jones diesen Abschlägen eine geringe Bedeutung bei. Er verweist stattdessen auf das operative Wachstum und die steigende Nachfrage nach KI-Lösungen. Brandtech plant keinen kurzfristigen Börsengang, sondern strebt an, seine Position im KI-Markt weiter auszubauen und von den Veränderungen in der Werbebranche zu profitieren. --- Thema 3 --- E.ON startet am dreizehnten August mit „House of Power – Wer spielt ein falsches Spiel“ ein achtteiliges YouTube-Reality-Format. In diesem Format ziehen zwölf Promis und Creator für drei Wochen in ein gemeinsames Haus und lösen dabei Herausforderungen rund um die Energiewende. Ziel ist es, „Energiepunkte“ für einen guten Zweck zu sammeln. Zu den Teilnehmern zählen unter anderem Axel Stein, Susan Sideropoulos, Lewin Ray und Reeze, ergänzt durch drei Wildcard-Gewinner. Spannung wird durch sogenannte Imposter erzeugt, die heimlich versuchen, den Erfolg der Gruppe zu sabotieren. Parallel zur Handlung wird gezeigt, wie ein Expertenteam das Haus für die Energiezukunft modernisiert. Dabei kommen Technologien wie eine Photovoltaikanlage, ein Stromspeicher und eine Wärmepumpe zum Einsatz. Ein Experte erläutert das Zusammenspiel dieser Technologien. Das Format, entwickelt von Mawave und Google, zielt darauf ab, komplexe Energiethemen durch Creator-Entertainment und Storytelling verständlich zu machen. E.ON plant zudem, weitere Inhalte für Social Media zu erstellen, um sowohl Hausbesitzer als auch jüngere Zielgruppen anzusprechen, die sich für nachhaltige Energielösungen interessieren. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Stephan Schmidt wird die Bedeutung von Domains als strategisches Marken-Asset hervorgehoben. Schmidt erläutert, dass der Global Domain Report zweitausendsechsundzwanzig zeigt, dass die Domainbranche reifer und stärker reguliert wird. Für Marketingentscheider ist es entscheidend, Domains als sichtbare Anker für Kampagnen und Markenvertrauen zu betrachten. Nach Einschätzung von Schmidt bleibt die .de-Domain ein Stabilitätsfaktor in Deutschland, da sie mit lokaler Verankerung und Nutzervertrauen assoziiert wird. Er weist darauf hin, dass der europäische Markt für ccTLDs weniger von Wachstum, sondern von Beständigkeit geprägt ist. Schmidt betont die Notwendigkeit einer strategischen Portfolio-Governance, um Kosten und Sicherheitsentscheidungen zu optimieren. Darüber hinaus hebt er hervor, dass neue gTLDs nicht mehr als Spielwiese, sondern als wichtiges Instrument zur Markenbildung fungieren. Compliance wird als neue Eintrittskarte beschrieben, was bedeutet, dass Domains Teil der unternehmerischen Sorgfaltspflichten werden. Schmidt schließt mit der Aufforderung an Marketingentscheider, Domains als integralen Bestandteil professioneller Markenführung zu betrachten. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Andreas Häntsch wird das Thema Live Commerce bei eBay besprochen. eBay verfolgt einen einzigartigen Ansatz, der sich von Plattformen wie TikTok Shop unterscheidet. Hier steht der Kauf im Mittelpunkt, während das Entertainment nachgelagert ist. Besonders in Enthusiasten-Kategorien, wie Trading Cards, Luxushandtaschen und generalüberholter Technik, zeigt sich, dass Käufer und Verkäufer oft persönlich miteinander vertraut sind. Dies fördert eine lebendige Community, in der die Interaktion im Chat weit über das reine Zuschauen hinausgeht. Andreas Häntsch erklärt, dass Authentizität und echtes Produktverständnis entscheidend für den Erfolg im Live Commerce sind. Käufer vertrauen Händlern, die sich mit ihren Produkten auskennen, mehr als solchen, die lediglich unterhalten. Marken, die nicht selbst vor die Kamera treten möchten, können dennoch über vermittelte Hosts an Live Commerce teilnehmen, ohne auf Authentizität verzichten zu müssen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Dramaturgie im Livestream. Storytelling und gezielte Produktplatzierungen steigern die Verweildauer der Zuschauer. Zudem übernimmt Künstliche Intelligenz mittlerweile den gesamten Listingprozess bei eBay, was den Zugang zu KI-Tools für alle Mitarbeitenden erleichtert und den Wissensaustausch fördert.