--- Hook --- Wir beleuchten heute, wie Google mit erweitertem Location-Targeting neue Möglichkeiten für Werbetreibende schafft und warum auch im B2B-Bereich Außenwerbung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Zudem berichten wir über die Geschwindigkeit, mit der KI-Suchen neuen Content erfassen, und diskutieren im Fachartikel von Julian Schweizer, warum Agenturen ihr Modell überdenken sollten, sowie über die fünf Merkmale, die authentische Influencer auszeichnen. --- Thema 1 --- Google hat neue Geo-Optionen für Demand Gen Kampagnen eingeführt, die eine präzisere geografische Ausrichtung ermöglichen. Die Werbetreibenden können nun zwischen den Modi „Presence oder Interest“ und „Presence“ wählen, was eine genauere Reichweite und eine verbesserte Erfolgsmessung zur Folge hat. Diese Funktion ist direkt in der Kampagnenoberfläche integriert, wodurch manuelle Ausschlüsse nicht mehr erforderlich sind. Die neuen Standort-Targeting-Optionen reduzieren das Risiko unbeabsichtigter Reichweite außerhalb der Zielregionen, was als „Geo-Leakage“ bezeichnet wird. Dies führt zu saubereren Traffic-Daten und ermöglicht eine genauere Erfolgsmessung, insbesondere im oberen Marketing Funnel. Kampagnen, die auf Plattformen wie YouTube, Discover und Gmail geschaltet werden, profitieren von dieser höheren Zielgenauigkeit und einer besseren Budgetkontrolle. Insgesamt erleichtert die native Standortsteuerung die Einrichtung von Demand Gen Kampagnen, macht sie kontrollierbarer und effizienter. Werbetreibende können sicherstellen, dass Impressionen und Klicks tatsächlich aus den gewünschten Märkten stammen, was die Performance steigert und Streuverluste reduziert. --- Thema 2 --- Out-of-Home-Werbung, kurz OOH, gewinnt auch im B2B-Marketing zunehmend an Bedeutung. Laut einer Umfrage von OneScreen.ai unter einhundert eins leitenden B2B-Marketingfachleuten haben vierundvierzig Prozent in den letzten zwei Jahren mindestens eine OOH-Kampagne durchgeführt. Die häufigsten Assoziationen mit OOH sind verschiedene Platzierungsorte, Technologien wie Software as a Service, Künstliche Intelligenz und Branding. Besonders im Gedächtnis der Befragten bleiben traditionelle Formate wie Straßenplakate und Werbung an Flughäfen. Dennoch zeigt die Umfrage, dass siebenundsiebzig Prozent der B2B-Marketer auf Unterstützung von Agenturen oder Plattformen angewiesen sind, um OOH-Kampagnen erfolgreich zu planen und umzusetzen. Dies verdeutlicht, dass viele Marketer zwar die Potenziale von OOH erkennen, jedoch die praktische Umsetzung als herausfordernd empfinden. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass eine strategische Planung sowie das Know-how von Agenturen und geeignete Plattformen entscheidend für den Erfolg von OOH-Kampagnen im B2B-Bereich sind. --- Thema 3 --- Eine aktuelle Studie hat die Geschwindigkeit untersucht, mit der KI-Suchplattformen neue Inhalte erfassen und zitieren. Hierbei wurden einundachtzig FAQ-Seiten auf dem Semrush-Blog veröffentlicht und über einen Zeitraum von dreißig Tagen beobachtet. Google AI reagierte sehr schnell und zitierte bereits am Tag nach der Veröffentlichung sechsunddreißig Prozent der Seiten. Innerhalb der ersten Woche stieg dieser Wert auf sechsundfünfzig Prozent, jedoch schwankten die Zitate stark, sodass nach dreißig Tagen nur noch sechsundzwanzig Prozent der Seiten zitiert wurden. Diese schnelle Aufnahme scheint von der hohen Domain Authority abzuhängen, die Google als Qualitätsindikator nutzt. Im Gegensatz dazu war ChatGPT langsamer. Am ersten Tag wurden lediglich zehn Prozent der Seiten zitiert, doch die Zahl wuchs stetig, sodass nach dreißig Tagen zweiundvierzig Prozent der Inhalte berücksichtigt wurden. Einmal zitierte Seiten blieben stabil, was ChatGPT für langfristige Sichtbarkeit zuverlässiger macht. Unternehmen, die ihre Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen erhöhen möchten, sollten regelmäßig Inhalte veröffentlichen und deren Präsenz aktiv überwachen. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Julian Schweizer wird dargelegt, dass Agenturen vor erheblichen Herausforderungen stehen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Steigende Anforderungen, knappe Budgets und fragmentierte Prozesse setzen Marketing-Teams unter Druck. Julian Schweizer erläutert, dass insbesondere in wirtschaftlich angespannten Zeiten die Effizienz der Content-Operations entscheidend ist. Er betont, dass das klassische Time & Material-Modell zunehmend an Bedeutung verliert und Agenturen neue Geschäftsmodelle entwickeln müssen. Eine Strategie könnte darin bestehen, Agenturleistungen in Produkte zu verpacken und mit Drittsystemen zu kombinieren, um Prozesse zu standardisieren und wiederkehrende Umsätze zu generieren. Julian Schweizer hebt hervor, dass die größte Herausforderung oft in den organisatorischen Abläufen liegt, die ineffiziente Kosten und Reibungsverluste verursachen. Künstliche Intelligenz kann zwar Chancen bieten, doch ohne klare Prozesse bleibt ihr Nutzen begrenzt. Agenturen sollten integrierte Systeme nutzen, um Content-Workflows effizient zu steuern. Der Wandel wird als Chance betrachtet, um durch Investitionen in strukturierte Abläufe und Technologien die Zukunftsfähigkeit zu sichern. Julian Schweizer schlussfolgert, dass Agenturen, die bereit sind, ihre Prozesse zu modernisieren, neue Möglichkeiten für ein profitables Arbeiten erschließen können. --- Thema 5 --- Im Influencer Marketing bröckelt das Vertrauen, trotz des Booms der Creator Economy. Eine aktuelle Studie zeigt, dass achtundachtzig Prozent der Verbraucher Authentizität als wichtig erachten, während nahezu die Hälfte Influencer als „fake“ wahrnimmt. Authentizität ist demnach ein dynamisches Konzept, das im Zusammenspiel von Influencern, Marken, Fans und Agenturen entsteht. Fünf Dimensionen sind entscheidend: Expertise, Connectedness, Integrität, Originalität und Transparenz. Brechen Marken oder Influencer diese Erwartungen, leidet die Glaubwürdigkeit, was direkte negative Auswirkungen auf Kampagnen haben kann. Expertise basiert auf konsistenten Erfahrungen, während Connectedness durch echte Interaktionen und Community-Building sichtbar wird. Integrität erfordert eine klare Werte-Orientierung und Offenlegung finanzieller Interessen. Originalität entsteht durch kreative Freiheit der Creator, und Transparenz ist entscheidend für das Vertrauen der Verbraucher. Ehrlichkeit und das Zeigen kleiner Schwächen machen Inhalte glaubwürdiger. Marken, die den Dialog fördern und langfristige Relevanz anstreben, stärken sowohl die Beziehungen zu Influencern als auch das Vertrauen der Konsumenten.