--- Hook --- Wir beleuchten heute, wie Gmail durch KI-gestützte Übersichten effizienter wird und wie Legosteine jetzt mit künstlicher Intelligenz kombiniert werden. Außerdem berichten wir über den Trend, dass drei von zehn Menschen über soziale Netzwerke einkaufen, und werfen einen Blick in den Fachartikel von Sebastian Klumpp, der Marketing als Agenten-Orchestrator beschreibt, sowie in den Podcast mit Peter Bell, der erklärt, warum Omnichannel-Marketing längst Realität ist. --- Thema 1 --- Gmail hat seine Funktionen um KI-Zusammenfassungen erweitert, die als AI Overviews bekannt sind. Diese Neuerung ermöglicht es, lange E-Mail-Konversationen automatisch zusammenzufassen und Antworten direkt aus dem Posteingang zu generieren. Nutzer können in natürlicher Sprache Fragen stellen, etwa zu Kontakten oder Angeboten aus früheren E-Mails. Google nutzt dafür das KI-Modell Gemini. Diese Funktion zielt darauf ab, den Nutzern das Durchsuchen zahlreicher Nachrichten und Suchergebnisse zu ersparen. Stattdessen werden Informationen in kompakten Antworten bereitgestellt, was dem Prinzip der Websuche folgt, bei dem Inhalte synthetisiert werden. Für das Marketing ergeben sich sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Während Nutzer gezielt nach Produkten oder Angeboten suchen können, steigt der Druck auf Marketer, relevant zu bleiben. Die Aufmerksamkeit der Nutzer wird nicht mehr durch Betreffzeilen oder Versandvolumen gewonnen. Stattdessen werden Kontext, Timing und Personalisierung entscheidend. Branchenexperten sehen in diesen Entwicklungen einen Wendepunkt, da Marken ihre Kommunikation gezielter steuern müssen, um wahrgenommen zu werden. Die Einführung der AI Overviews in Gmail stellt somit einen weiteren Schritt in Richtung einer KI-gestützten E-Mail-Nutzung dar. --- Thema 2 --- Der dänische Klemmbausteinhersteller präsentiert mit dem Smart Brick eine bedeutende Neuerung in der Welt der Legosteine. Diese interaktiven Klemmbausteine, die erstmals in Star-Wars-Sets ab dem ersten März zweitausendsechsundzwanzig erhältlich sein werden, reagieren in Echtzeit auf Bewegungen, blinkt und spielt Sounds ab. Ausgestattet mit Sensoren, Beschleunigungsmessern, Lichtsensoren und Mini-Lautsprechern, erweitern sie das Spielerlebnis und fördern kreatives Spielen, während sie gleichzeitig bewusst ohne Bildschirme konzipiert sind. Dies soll Kindern ein analog geprägtes und interaktives Erlebnis bieten, das die Fantasie anregt, ohne die Ablenkung durch Smartphones. Die ersten Sets werden klassische Star-Wars-Elemente enthalten und ermöglichen es Kindern, Lichtschwertgeräusche und andere Sounds zu erleben. Die Kommunikation der Steine erfolgt über Bluetooth und Magnetfelder, und die Aufladung erfolgt kabellos. Das Smart-Play System ist der Beginn eines flexiblen Ökosystems, das kontinuierlich mit neuen Technologien und Produkten erweitert werden soll. --- Thema 3 --- Fast drei von zehn deutschen Internetnutzerinnen und -nutzern kaufen über soziale Netzwerke ein, wobei der Social Commerce besonders bei jüngeren Menschen beliebt ist. Unter den Sechzehn- bis Neunundzwanzigjährigen nutzen vierundvierzig Prozent Social Media für Online-Einkäufe. Instagram ist die führende Plattform, gefolgt von Facebook und YouTube. Werbung spielt eine zentrale Rolle im Social Commerce, da über vierzig Prozent der Käufer Produkte durch Werbung in sozialen Netzwerken entdecken. Besonders bei den Jüngeren ist der Anteil noch höher. Influencer-Marketing wird von einem Teil der Nutzerinnen und Nutzer positiv wahrgenommen, jedoch besteht ein starkes Bedürfnis nach transparenter Kennzeichnung von Werbeinhalten. Fast dreiundvierzig Prozent der Sechzehn- bis Neunundzwanzigjährigen wünschen sich klarere Hinweise auf Werbung. Das Vertrauen in Influencer ist insgesamt gering, dennoch zeigen junge Menschen Interesse an deren Inhalten, sofern diese transparent sind. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Sebastian Klumpp wird die Transformation des Marketings hin zu einem Agenten-Orchestrator beschrieben. Klumpp erläutert, dass die fragmentierte Handelswelt eine kontinuierliche Optimierung von Preisen, Inhalten und Verfügbarkeiten über verschiedene Plattformen erfordert. Die manuelle Steuerung dieser Komplexität stößt an Grenzen, weshalb KI-Agenten als Lösung in Betracht gezogen werden. Diese Systeme können autonom Entscheidungen treffen und optimieren kontinuierlich, indem sie zahlreiche Signale gleichzeitig evaluieren. Nach Einschätzung von Sebastian Klumpp planen mehr als drei Viertel der Führungskräfte in Deutschland, innerhalb der nächsten Monate digitale Arbeitskräfte in Form von KI-Agenten einzusetzen. Klumpp hebt hervor, dass Marketing-Abteilungen durch die Integration von Agenten eine grundlegende Veränderung ihrer Arbeitsweise erfahren. Marketing-Manager wandeln sich von Kampagnen-Managern zu System-Orchestratoren, was neue Kompetenzen erfordert. Ein zentrales Element ist die Datengrundlage, da ohne qualitativ hochwertige Daten kein Agent zuverlässig arbeiten kann. Klumpp prognostiziert, dass in den kommenden Jahren Multi-Agenten-Systeme Realität werden, die in geschlossenen Feedback-Schleifen zusammenarbeiten. Unternehmen, die jetzt in datenzentrierte Systeme investieren, sichern sich langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Die Geschwindigkeit, mit der Agenten reagieren, wird zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal im E-Commerce. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Peter Bell wird das Thema Omnichannel-Marketing behandelt und dessen Bedeutung in der modernen Kommunikationslandschaft beleuchtet. Peter Bell erklärt, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Kundenservice nicht darauf abzielt, Mitarbeiter zu ersetzen, sondern sie zu unterstützen. KI-Agenten übernehmen einfache, standardisierte Aufgaben, während komplexere Anliegen direkt an menschliche Mitarbeiter weitergeleitet werden. Dies sorgt für eine höhere Kundenzufriedenheit, vorausgesetzt, der Einsatz von KI erfolgt transparent. Ein weiterer Punkt ist die Sentiment-Analyse, die Call-Center-Agenten dabei hilft, effektiver zu arbeiten, indem sie Informationen über frühere Gespräche erhalten. Dies verbessert nicht nur den Service, sondern steigert auch die Motivation der Mitarbeiter. Kontextintelligenz wird als Grundlage für echte Omnichannel-Kommunikation hervorgehoben, da sie sicherstellt, dass Kunden nicht über verschiedene Kanäle hinweg mit irrelevanten Informationen konfrontiert werden. Peter Bell weist zudem auf die Bedeutung von RCS, den Rich Communication Services, hin, die Marketer in Zukunft unterstützen werden. Während B2B-Marketing stark auf E-Mail setzt, ist im B2C-Bereich ein Mix aus verschiedenen Kanälen entscheidend. Marketer sollten die Bedürfnisse ihrer Zielgruppen verstehen und die passenden Daten sammeln, um die richtigen Kommunikationsstrategien zu entwickeln.