--- Hook --- Wir beleuchten, wie GEO mehr als PR denn als SEO wahrgenommen wird, und warum Nachhaltigkeit weiterhin ein zentrales Thema bleibt. Zudem berichten wir über das siebenprozentige Wachstum von McDonald’s im vierten Quartal, im Fachartikel von Melanie Tamblé erfahren wir, warum Video bis zweitausendsechsundzwanzig Social Media dominieren wird, und im Podcast mit Tanja Schramm diskutieren wir, warum Live-Events an Bedeutung gewinnen. --- Thema 1 --- Der Artikel thematisiert die Veränderungen, die generative Künstliche Intelligenz, abgekürzt KI, in der Markenwahrnehmung und der Suchmaschinenoptimierung, abgekürzt SEO, mit sich bringt. Die traditionelle Rolle von Websites als primäre Kontaktpunkte wird durch die direkte Bereitstellung von Antworten durch Sprachmodelle in Frage gestellt. In diesem neuen Kontext wird die Sichtbarkeit einer Marke entscheidend, auch wenn deren Inhalte technisch einwandfrei sind. Die klassischen Kennzahlen wie Rankings und organischer Traffic verlieren an Bedeutung. Stattdessen wird das Konzept des „Share of Model“ eingeführt, das misst, wie häufig eine Marke in generativen Antworten erscheint. Generative Engine Optimization, abgekürzt GEO, wird als eine Form von Digital Public Relations, abgekürzt PR, betrachtet. Um in der KI-Suche erfolgreich zu sein, müssen Marken konsistente und maschinenlesbare Informationen bereitstellen, ihre Autorität über verschiedene Plattformen hinweg stärken und Unsicherheiten proaktiv beseitigen. Monitoring ist unerlässlich, um die Markenwahrnehmung zu erfassen, auch wenn es derzeit noch an standardisierten Messmethoden mangelt. Letztlich verschiebt sich der Fokus von reinen Klickzahlen hin zu einer korrekten und vertrauenswürdigen Markenwahrnehmung. Erfolg wird daran gemessen, wie zuverlässig KI-Systeme eine Marke einordnen können. --- Thema 2 --- Nachhaltigkeit bleibt ein zentrales Thema im Marketing, auch wenn geopolitische Spannungen und wirtschaftlicher Druck aktuell viel Aufmerksamkeit erfordern. Laut einer weltweiten Umfrage sind Umweltfragen für viele Verbraucher weiterhin wichtig, auch wenn sie im Vergleich zu anderen Krisen an Bedeutung verlieren. In Deutschland haben rund neunundfünfzig Prozent der Befragten angegeben, nachhaltige Marken zu nutzen oder offen dafür zu sein, was einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Vertrauen ist jedoch ein sensibles Gut, da viele Verbraucher an der Ehrlichkeit der Nachhaltigkeitskommunikation zweifeln und oft konkrete Informationen über die Aktivitäten von Unternehmen fehlen. Kantar hebt fünf Handlungsempfehlungen hervor, darunter die Notwendigkeit, sichtbar zu bleiben und Fortschritte zu belegen sowie branchenspezifische Themen anzusprechen. Ein strategisches und glaubwürdiges Nachhaltigkeitsmarketing könnte den Markenwert der Top-Hundert-Unternehmen bis zum Jahr zweitausendvierzig um bis zu zwei Komma sieben Billionen US-Dollar steigern. Die Erfolgsfaktoren sind Klarheit, Glaubwürdigkeit und Aktion. --- Thema 3 --- Im vierten Quartal des Jahres zweitausendfünfundzwanzig erzielte McDonald’s bemerkenswerte Ergebnisse, die auf eine klare Wertstrategie und effektives Marketing zurückzuführen sind. Die Same-Store Sales in den Vereinigten Staaten stiegen um sechs Komma acht Prozent. Dies wurde durch die Einführung von Value-Angeboten und speziellen Aktionen, wie dem Grinch Meal, unterstützt, das den höchsten Einzelverkaufstag in der Unternehmensgeschichte erreichte. Die Rückkehr und Erweiterung der Extra Value Meals trugen ebenfalls zu diesem Erfolg bei. Die Marketingkampagne Monopoly, die eine digitale Komponente beinhaltete, förderte die Kundeninteraktion erheblich und führte zu fast fünfhundert Millionen gespielten Spielen. Diese Kombination aus Promotions, App-Angeboten und preisattraktiven Menüs half McDonald’s, Marktanteile zurückzugewinnen und die Wahrnehmung von Wert und Erschwinglichkeit zu steigern. Zusätzlich setzte das Unternehmen auf Menüinnovationen und organisatorische Verbesserungen, um die Produktentwicklung zu beschleunigen. Technologische Neuerungen wie Voice Ordering sollen die Kundenerfahrung weiter optimieren. Insgesamt stiegen die weltweiten Same-Store Sales um fünf Komma sieben Prozent, während die konsolidierten Umsätze um zehn Prozent und die systemweiten Verkäufe um elf Prozent wuchsen. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Melanie Tamblé wird die Entwicklung der sozialen Medien im Jahr zweitausendsechsundzwanzig analysiert. Melanie Tamblé erläutert, dass Social Media in diesem Jahr vollständig im Marketing-Mainstream angekommen ist, mit weltweit über fünf Milliarden Nutzern, was etwa neunundsechzig Prozent der Weltbevölkerung entspricht. In Deutschland sind es rund einundsiebzig Millionen Nutzer, also über fünfundachtzig Prozent der Bevölkerung. Während die Reichweite steigt, verschiebt sich die Plattformarchitektur, was bedeutet, dass Marketingmanager ihre Strategien hinsichtlich Budgetverteilung, Content-Architektur und Performance-Messung überdenken müssen. Nach Einschätzung von Melanie Tamblé ist Video der Standard-Content, wobei Kurzvideos in Form von Reels, Shorts und TikToks dominieren. Die Daten zeigen, dass Videoformate nicht mehr als Zusatz, sondern als grundlegende Voraussetzung für Sichtbarkeit gelten. Zudem betont sie die Notwendigkeit, Community-Building zu priorisieren und die Budgetverteilung auf Kurzvideo-Produktion sowie Community-Formate zu verlagern. Abschließend stellt Melanie Tamblé fest, dass die Struktur der Inhalte entscheidend für den Erfolg ist. Wer Themen zentral definiert und Inhalte modular produziert, kann nachhaltige Wirkung erzielen. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Tanja Schramm wird das Thema der wachsenden Bedeutung von Live-Events besprochen. Tanja Schramm erklärt, dass Veranstaltungen klare Ziele und messbare Kennzahlen benötigen. Die Zeiten, in denen Eventmarketer einfach Veranstaltungen durchführten, weil es Tradition war, sind vorbei. Professionelle Eventplaner definieren ihre Ziele im Voraus, um die richtigen Formate und Tools auszuwählen. Des Weiteren beleuchtet sie die vier Säulen erfolgreicher Events: Informieren, Skills vermitteln, Einstellungen verändern und Menschen vernetzen. Fehlt eine dieser Komponenten, wird die Veranstaltung ineffizient. Tanja Schramm thematisiert auch den Einfluss von Künstlicher Intelligenz, die die Planung und Auswertung von Veranstaltungen effizienter gestaltet, jedoch das Menschliche nicht ersetzen kann. Ein weiterer Punkt ist die Nutzung von Event-Apps. Anstatt auf eine große Lösung zu setzen, empfiehlt sie, mehrere spezialisierte Tools zu integrieren und dabei die Benutzerfreundlichkeit im Fokus zu behalten. Schließlich wird die Verschiebung von Verantwortlichkeiten im Event-Marketing hin zur Personalentwicklung angesprochen, da immer mehr Personalentwickler Aufgaben im Event-Marketing übernehmen, um den Kontakt zwischen Mitarbeitern zu fördern.