--- Hook --- Wir beleuchten heute, wie die Generation Z den Reisemarkt mit mehr Budget und KI-gestützter Planung beeinflusst, und werfen einen Blick auf die anhaltende Rivalität zwischen Pepsi und Cola. Außerdem berichten wir über den Start von Werbung durch ChatGPT in den USA und die Verpflichtung des neuen Chief Marketing Officers von AMD, der von Salesforce kommt. Im Fachartikel von Nora Feist zu „Recruiting im KI-Zeitalter: Sichtbarkeit neu denken“ erfahren wir, wie sich die Rekrutierungsstrategien verändern. --- Thema 1 --- Die Generation Z hat einen erheblichen Einfluss auf den Reisemarkt und plant für das Jahr zweitausendsechs höhere Ausgaben als andere Altersgruppen. Diese Entwicklung führt zu einem spürbaren Anstieg des Marktvolumens, insbesondere in Deutschland, wo das Reisebudget im europäischen Vergleich am stärksten wächst. Trotz steigender Preise und eines zunehmenden Sparzwangs erwarten mehr als die Hälfte der jungen Reisenden, dass ihre Reiseausgaben steigen werden. Ein zentrales Ergebnis einer aktuellen Travel-Trends-Studie ist die wachsende Rolle von künstlicher Intelligenz in der Reiseplanung. Ungefähr fünfundvierzig Prozent der Generation Z nutzen KI-Tools wie ChatGPT, während ältere Generationen diesen Technologien eher skeptisch gegenüberstehen. Zudem zeigt sich ein klarer Trend zur Abkehr vom Massentourismus. Rund zweiundsechzig Prozent der jungen Reisenden möchten bekannte Touristenregionen meiden, um authentische und weniger überlaufene Ziele zu entdecken. Dieser Wandel verdeutlicht das Streben nach individuellen und lokalen Erlebnissen, anstatt sich auf traditionelle Urlaubsziele zu konzentrieren. --- Thema 2 --- Die Rivalität zwischen Marken wie Pepsi und Coca-Cola verdeutlicht die Macht der Markenpsychologie im Marketing. Konflikte zwischen Erzrivalen fördern Storytelling, Resonanz und Interaktion in Kampagnen. Ein Beispiel hierfür ist der diesjährige Super Bowl, bei dem Pepsi den ikonischen Coca-Cola-Eisbären in einem humorvollen Werbespot einsetzte. Dieser Spot, der eine Blindverkostung inszenierte, erzeugte innerhalb von zwei Tagen über sechzehntausend Likes und zeigte, wie effektiv Rivalität als Marketinginstrument sein kann. Rivalität ist mehr als gewöhnliche Konkurrenz; sie basiert auf einer gemeinsamen Geschichte und wiederkehrenden Konflikten, die Konsumenten als fortlaufende Erzählung wahrnehmen. Der sogenannte Rivality-Reference-Effekt belegt, dass Marken, die ihre Rivalen in der Kommunikation erwähnen, deutlich höhere Interaktionsraten erzielen. Analysen zeigen, dass Likes, Kommentare und Shares steigen, wenn Rivalen thematisiert werden. Dies geschieht, weil Konsumenten die bekannten Narrative schnell erfassen können. Rivalitätsmarketing kann somit ein effektiver Treiber für Reichweite und Engagement sein, wenn es humorvoll und konsumentenzentriert eingesetzt wird. Authentizität und Kreativität sind entscheidend, um bestehende Narrative zu nutzen und Aufmerksamkeit zu gewinnen. --- Thema 3 --- OpenAI führt erstmals Werbung im KI-Chatbot ChatGPT ein und testet dieses Modell zunächst in den Vereinigten Staaten. Die Anzeigen erscheinen ausschließlich in der Gratisversion sowie im günstigsten Bezahlmodell „ChatGPT Go“. Höherpreisige Abonnements bleiben werbefrei. OpenAI betont, dass eine klare Trennung zwischen redaktionellen KI-Antworten und kommerziellen Anzeigen besteht. Werbung soll keinen Einfluss auf die generierten Inhalte haben und wird deutlich gekennzeichnet. Werbetreibende erhalten keinen Zugriff auf persönliche Daten oder Chatverläufe, sondern lediglich anonymisierte Leistungskennzahlen. Die Ausspielung der Werbung erfolgt kontextbezogen, wobei sensible Bereiche wie Gesundheit und Politik sowie Werbung für Minderjährige ausgeschlossen sind. Nutzer haben die Möglichkeit, Anzeigen auszublenden und personalisierte Werbung zu deaktivieren. Ein Upgrade auf ein höheres Abo-Modell ermöglicht es, komplett auf Werbung zu verzichten, wobei Einschränkungen bei der Anzahl täglicher Nachrichten in der Gratisversion hingenommen werden müssen. Dieser Schritt markiert eine strategische Kehrtwende, da OpenAI aufgrund hohen Kostendrucks und wachsender Konkurrenz Werbung als eine Möglichkeit sieht, den Zugang zu ChatGPT langfristig wirtschaftlich abzusichern. Der aktuelle Rollout ist als Testlauf angelegt und könnte perspektivisch ausgeweitet werden. --- Thema 4 --- Advanced Micro Devices, kurz AMD, hat Ariel Kelman als Senior Vice President und Chief Marketing Officer ernannt, um die globale Marketingstrategie des Unternehmens zu stärken. Kelman, der zuvor als Chief Marketing Officer bei Salesforce tätig war, bringt über zwanzig Jahre internationale Erfahrung im Marketing mit. In seiner neuen Position wird er die weltweite Marketingorganisation von AMD leiten, einschließlich der Markenstrategie, Kommunikation, Events, Developer Relations und der Go-to-Market-Strategie. Kelman wird direkt an Ruth Cotter berichten und eng mit dem Executive Team zusammenarbeiten. Ziel dieser Ernennung ist es, die Positionierung von AMD im globalen Technologie-Ökosystem zu schärfen und die Beziehungen zu Kunden, Partnern und Entwicklern auszubauen. Dies geschieht im Rahmen der strategischen Expansion des Unternehmens in wachstumsstarke Bereiche wie High-Performance-Computing, Lösungen im Bereich Künstliche Intelligenz sowie Data Center, Embedded-Systeme, Client-Technologien und Gaming. Kelman hat zuvor bei Amazon Web Services und Oracle Führungsrollen innegehabt, wo er Marketingteams in Zeiten starken Wachstums modernisierte und ausbaute. --- Thema 5 --- Im Fachartikel von Nora Feist wird das Recruiting im Kontext der Künstlichen Intelligenz thematisiert. Nora Feist erläutert, dass sich die Art und Weise, wie Jobsuchende Informationen suchen, grundlegend verändert. Immer mehr Menschen wenden sich nicht mehr an Suchmaschinen, sondern an generative KI-Systeme, die kuratierte Antworten liefern. Diese Entwicklung führt zu einem neuen Konzept, dem sogenannten Generative Engine Optimization, das für Recruiting und Employer Branding einen Paradigmenwechsel darstellt. Nach Einschätzung von Nora Feist ist Sichtbarkeit die entscheidende Ressource im Recruiting. Nur wenige Arbeitgeber erscheinen in den Antworten generativer Systeme, was bedeutet, dass Unternehmen, die nicht sichtbar sind, potenzielle Bewerbende verlieren. Zudem nutzen etwa fünfundvierzig Prozent der Talente generative KI aktiv für ihre Recherchen. Nora Feist betont, dass Inhalte sowohl für Menschen als auch für KI strukturiert und klar sein müssen. Storytelling wird als strategische Notwendigkeit hervorgehoben, da gut erzählte Arbeitgebergeschichten sowohl die Identität eines Unternehmens verankern als auch für KI verständlich sind. Nora Feist empfiehlt, externe Signale zu stärken und klare, präzise Informationen bereitzustellen. Der Artikel schließt mit der Feststellung, dass die Zukunft des Recruitings in kohärenten Narrativen liegt, die Orientierung und Vertrauen schaffen.