--- Hook --- Wir schauen heute auf „Gemini treibt Googles Werbegeschäft“, „Coca-Cola-Design verwirrt Kunden“, „Congstar geht ins Kino“, „Personalisierung wird zum Entscheidungssystem“ und den Podcast mit Georg Mersmann über „Wie Händler von KI-Daten profitieren“. --- Thema 1 --- Im zweiten Quartal des Jahres zweitausendsechsundzwanzig hat Google ein bemerkenswertes Wachstum im Werbegeschäft verzeichnet. Der Werbeumsatz stieg um vierzehn Prozent, was vor allem auf die KI-gestützten Funktionen von Gemini und die hohe Nachfrage im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft zurückzuführen ist. Insbesondere der Bereich Search konnte sich deutlich verbessern, was die zentrale Rolle der Künstlichen Intelligenz für das Kerngeschäft von Google unterstreicht. Gemini wird als bedeutender Wachstumstreiber angesehen, da es die Relevanz und Performance von Anzeigen optimiert. Die Technologie ermöglicht ein besseres Verständnis von Suchanfragen und die präzisere Ausspielung von Werbeanzeigen. Zudem profitieren Shopping-Kampagnen von KI-Optimierungen, die relevantere Produktempfehlungen generieren. YouTube erlebte ebenfalls ein starkes Wachstum, unterstützt durch die Fußball-Weltmeisterschaft mit rund ein Komma sieben Milliarden Zuschauern. Google setzte das Großereignis für neue Sponsoringformate und KI-gestützte Werbelösungen ein, um Marken gezielt mit passenden Inhalten zu verbinden. Trotz der hohen Investitionen in KI und Infrastruktur bleibt die Beobachtung durch Investoren kritisch. --- Thema 2 --- Coca-Cola hat das Design seiner Zero-Produkte vereinheitlicht, indem es deren Erscheinungsbild stärker an die klassische Coca-Cola anpasst. Während die Zero-Variante zuvor durch eine schwarze Gestaltung auffiel, dominiert nun das bekannte Rot-Weiß, wobei der schwarze Verschluss und die Hinweise auf die Zuckerfreiheit als Unterscheidungsmerkmale erhalten bleiben. Diese Umstellung sorgt in den ersten Märkten für Verwirrung unter den Verbrauchern, die die Zero-Variante häufig mit der klassischen Cola verwechseln. Berichten zufolge wurden Getränke in Restaurants zurückgegeben, weil Gäste dachten, sie hätten die falsche Variante erhalten. Dies verdeutlicht die Bedeutung vertrauter Designmerkmale für die schnelle Produktidentifikation. Auch die neue Typografie wird in sozialen Netzwerken diskutiert, wobei Nutzer Vergleiche zur Marke Marlboro ziehen. Coca-Cola selbst kommentiert diese Vergleiche nicht, hebt jedoch hervor, dass der neue Markenauftritt einen einheitlichen Look für das gesamte Sortiment schaffen soll. Ein Markenexperte erwartet, dass sich die Verbraucher nach einer kurzen Eingewöhnungsphase an das neue Design gewöhnen werden. Das Redesign soll langfristig die Markenidentität stärken, auch wenn es vorübergehend zu Verwechslungen und Diskussionen führt. --- Thema 3 --- Congstar startet eine neue Markenkampagne, die sich auf echte Kundenstimmen konzentriert und verstärkt auf Kino sowie digitale Kanäle setzt. Im Mittelpunkt stehen persönliche Erfahrungen und authentische Aussagen von Kunden, um die hohe Weiterempfehlungsrate der Marke zu betonen und die Netzqualität im Alltag zu verdeutlichen. Die Kampagne richtet sich vor allem an die Generationen Y und Z und verfolgt einen umfassenden Ansatz, der TV-Spots in unterschiedlichen Längen, einen speziellen Kinospot sowie Werbung auf Streamingplattformen wie Amazon Prime und Netflix umfasst. Ergänzend werden Radio, Webradio, Podcasts, Display-Werbung und Social Media auf Plattformen wie Instagram und TikTok genutzt. Besonders hervorzuheben ist die stärkere Einbindung des Kinos, um die abnehmende Nutzung des linearen Fernsehens bei jüngeren Zielgruppen auszugleichen. Zudem spielt Audio eine bedeutende Rolle, da Untersuchungen zeigen, dass die Kombination von Radio und Bewegtbild die Werbewirkung steigern kann. Für die Umsetzung der Kampagne arbeitet Congstar mit verschiedenen Agenturen zusammen. Die Kampagne wird bis Ende Oktober zweitausendsechsundzwanzig über diverse Kanäle hinweg fortgeführt. --- Thema 4 --- Die Digitalkonferenz Personalisierung & KI Trends zweitausendsechsundzwanzig beleuchtet, wie Künstliche Intelligenz die Marketingprozesse transformiert. Torsten Schwarz, Geschäftsführer von absolit, betont, dass KI-Personalisierung nicht nur einzelne Schritte unterstützt, sondern beginnt, Entscheidungen autonom vorzubereiten. Der Fokus verschiebt sich von Kampagnen hin zu Systemen, die den nächsten Kundenkontakt selbstständig auswählen. Daniel Hickel von Optimizely und Dominik Brauch von Epoq heben hervor, dass Agentic AI als neue Form der Arbeitsorganisation fungiert und Routineaufgaben übernimmt, wodurch Marketingteams mehr Zeit für strategische Entscheidungen gewinnen. Personalisierung entwickelt sich zu einem zentralen Entscheidungssystem, das alle Kundenkontaktpunkte umfasst. Die Qualität der Daten wird entscheidend, während menschliche Kontrolle weiterhin notwendig bleibt. Martin Aschoff von Agnitas stellt fest, dass Personalisierung oft regelbasiert erfolgt, ohne dass KI die Inhalte auswählt. Dirk Held von Brainsuite.ai ergänzt, dass die Umsetzungsqualität entscheidend für den Erfolg von personalisierten Botschaften ist. Jan-Till Manzius von Wonderlandmovies zeigt, wie personalisierte Videos emotional wirken können. Insgesamt wird deutlich, dass Personalisierung die Architektur des Marketings verändert und Unternehmen dazu anregt, Entscheidungen strategisch zu organisieren. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Georg Mersmann wird besprochen, wie Händler von KI-Daten profitieren können. Ein zentrales Thema ist die Umwandlung von Rohdaten in verkaufsfähige Produkttexte. Bei Soennecken übernimmt Künstliche Intelligenz die Aufbereitung von rund vierzigtausend Artikeln, indem sie automatisch Attribute wie Maße erkennt. Dies spart Zeit und verbessert die Datenqualität, insbesondere bei der Tochterfirma Ersling, die für über zweihunderttausend Möbelprodukte oft schwache Herstellerdaten erhält. Ein weiterer Aspekt ist die Analyse von Bestelldaten. Soennecken verarbeitet täglich etwa zwanzigtausend Bestellungen von rund vierhundertfünfzig Fachhändlern, was branchenspezifische Muster aufzeigt und Händlern ermöglicht, gezielte Umsatzstrategien zu entwickeln. Zudem zeigen A/B-Tests, dass KI-generierte Produktempfehlungen den Umsatz um fünfzig Prozent steigern können, was die Automatisierung der Empfehlungslogik für große Sortimente attraktiv macht. Ein wichtiges Thema ist auch die frühzeitige Erkennung von Kundenabwanderung durch Churn-Analysen, die es Händlern ermöglichen, proaktiv auf Kunden zuzugehen. Schließlich wird betont, dass guter Content automatisch die Sichtbarkeit in Künstlicher Intelligenz wie ChatGPT und Gemini erhöht, wobei gezielte Optimierungen für Sprachmodelle in Planung sind.