--- Hook --- Heute geht es bei uns um Geicos innovativen Schritt, sein Maskottchen als KI-Influencer einzusetzen, und LinkedIns neuen Creator Marketplace, der das B2B-Marketing revolutionieren soll. Außerdem beleuchten wir, warum achtundsechzig Prozent der Suchanfragen ohne Klick bleiben, weshalb Werbung in Zeitungen den besten Ruf genießt und wie ClarusPlus ein Vorbild in Sachen Barrierefreiheit setzt. --- Thema 1 --- Geico setzt sein bekanntes Gecko-Maskottchen erstmals als KI-Influencer ein und testet damit innovative Ansätze in der Markenkommunikation und Kundenansprache. Der digitale Gecko tritt in einem Podcast mit Basketballspielerin Azzi Fudd auf, was eine Erweiterung der Marketingstrategie über traditionelle TV-Werbung hinaus darstellt. Gemeinsam mit dem Visual-Effects-Unternehmen Framestore wurde eine KI-Plattform entwickelt, die auf fast dreißig Jahren an Inhalten des Geckos basiert. Ziel ist es, die Persönlichkeit und Wiedererkennbarkeit des Maskottchens in neuen digitalen Formaten zu bewahren. Geplant ist, dass der Gecko künftig in Echtzeit auf Ereignisse reagiert und in verschiedene Werbeumfelder integriert wird. Mit diesem Projekt reiht sich Geico in die wachsende Zahl von Unternehmen ein, die generative KI für Marketingzwecke nutzen. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit betont, klare Leitplanken zu setzen, um die Kontrolle über die Markenfigur zu wahren. Dies zeigt, wie etablierte Marken ihre Charaktere nutzen, um neue KI-gestützte Kundenerlebnisse zu schaffen und ihre Kommunikationsreichweite zu erweitern. --- Thema 2 --- LinkedIn hat einen Creator Marketplace eingeführt, der darauf abzielt, Marken mit Experten und Fachcreators im Bereich B2B-Marketing zusammenzubringen. Dieser neue Marketplace ermöglicht es Unternehmen, gezielt Creator zu finden, die zu ihren Zielgruppen und Themen passen. Im Gegensatz zu anderen Plattformen wie TikTok, Meta oder YouTube, die sich auf Reichweite konzentrieren, legt LinkedIn den Fokus auf Fachwissen und Glaubwürdigkeit. Marken können Praktiker und Branchenexperten identifizieren, die über wertvolle Erfahrungen mit Produkten und Märkten verfügen. Neben klassischen Sponsored-Content-Kooperationen eröffnen sich auch neue Möglichkeiten für Vorträge und Beratungsprojekte. LinkedIn betont zudem die wachsende Bedeutung vertrauenswürdiger Quellen im B2B-Marketing, da Kaufentscheider zunehmend auf Experten zurückgreifen. Die Plattform wird somit zu einem wichtigen Instrument für Marken, um Sichtbarkeit, Thought Leadership und Vertrauen aufzubauen. --- Thema 3 --- Eine Analyse von SparkToro, basierend auf Daten von Similarweb, zeigt, dass mittlerweile achtundsechzig Prozent der Google-Suchen ohne einen Klick auf ein Suchergebnis enden. Dieser Anstieg der sogenannten Zero-Click-Suchen ist zwischen zwei tausend vierundzwanzig und zwei tausend sechsundzwanzig in den USA deutlich zu beobachten. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Suchanfragen, die zu einem Klick auf organische Treffer oder Anzeigen führen. Nutzer starten zunehmend direkt eine neue Suche innerhalb von Google. Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung sind die von Google eingeführten KI-gestützten Antwortformate, die bei mehr als jedem fünften Suchvorgang erscheinen und die Klickraten um nahezu sechzig Prozent senken. Die Untersuchung zeigt, dass Google selbst immer mehr zum Ziel der Informationssuche wird, anstatt lediglich Besucher an externe Websites zu vermitteln. Für Publisher, Marken und Verantwortliche für Suchmaschinenoptimierung bedeutet dies, dass traditionelle Strategien an ihre Grenzen stoßen. Es wird empfohlen, verstärkt in Markenbekanntheit und Sichtbarkeit auf relevanten Plattformen zu investieren. --- Thema 4 --- Eine aktuelle Studie zur Werbeakzeptanz zeigt, dass Werbung in Printmedien den besten Ruf genießt. Laut der Untersuchung von RMS Austria und ORF-Enterprise halten einundvierzig Prozent der Befragten Werbung in Zeitungen für glaubwürdig. Printwerbung erreicht die höchste Akzeptanz unter allen Medienkanälen. Zudem empfinden mehr als ein Viertel der Teilnehmer Printwerbung als sympathisch. Radiowerbung wird ebenfalls positiv wahrgenommen und erzielt hohe Zustimmungswerte. Im Gegensatz dazu wird Werbung auf YouTube von vielen als störend empfunden; fast die Hälfte der Befragten empfindet diese als lästig. Besonders jüngere Zielgruppen nutzen aktiv Möglichkeiten, um Werbung zu vermeiden, etwa durch das Überspringen von Werbespots. Auch in Bezug auf Glaubwürdigkeit schneiden klassische Medien besser ab als digitale Plattformen. Rund ein Drittel der Befragten hält Printwerbung für glaubwürdig, während Werbung auf YouTube und in sozialen Netzwerken deutlich niedrigere Vertrauenswerte erreicht. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von rund zweitausend fünfzig Personen ab vierzehn Jahren in Österreich und verdeutlicht die starke Position klassischer Medien im Werbemarkt. --- Thema 5 --- ClarusPlus demonstriert, wie Barrierefreiheit in der digitalen Welt umgesetzt werden kann. Mit dem Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes gewinnt die barrierefreie Gestaltung digitaler Angebote zunehmend an Bedeutung. Das Start-up ClarusPlus bietet eine KI-gestützte Softwarelösung, die Websites kontinuierlich an die aktuellen Anforderungen zur digitalen Barrierefreiheit anpasst. Für den neuen Markenauftritt hat die Berliner Fake Agency ein umfassendes Rebranding entwickelt, das über die bloße Kommunikation von Barrierefreiheit hinausgeht. Die neue Gestaltung integriert die Prinzipien von Zugänglichkeit und Inklusion direkt in das Design und verbindet diese mit dem Markenprofil. Ein zentrales Element ist eine Bildmarke, inspiriert vom internationalen Symbol für Barrierefreiheit, das Gemeinschaft und Teilhabe symbolisiert. Die Schriftarten Nunito Ultra Bold und Atkinson Hyperlegible wurden gewählt, um Lesbarkeit und Nutzerfreundlichkeit zu gewährleisten. Das Rebranding zeigt, dass Barrierefreiheit nicht nur funktional, sondern auch emotional und modern gestaltet werden kann. Die Kombination aus flexiblen Illustrationen und einer zugänglichen Gestaltung schafft einen professionellen und sympathischen Auftritt. ClarusPlus setzt damit ein Beispiel dafür, wie Unternehmen digitale Inklusion zeitgemäß und markant umsetzen können.