--- Hook --- Heute widmen wir uns „Fast jeder zweite Website-Besuch kommt nicht von Menschen“, „DMEXCO 2026: Networking wird zum Produkt“, „70 Prozent reduzieren B2B-Events“, den Fachartikel von Alexandra Connor zu „Teure Akquise: Jetzt zählt der Zweitkauf“ und den Podcast mit Stephan Karg über „Wie macht Bosch Rexroth KI zum Marketing-Superhero?“. --- Thema 1 --- Die Datenbasis im digitalen Marketing steht zunehmend unter Druck, da fast jede zweite Website-Session als ungültig eingestuft wird. Eine Analyse von Fraud0 zeigt, dass mehr als die Hälfte des erfassten Traffics nicht von Menschen stammt. Dies birgt das Risiko, dass Unternehmen Marketingentscheidungen auf Aktivitäten stützen, die von automatisierten Systemen und nicht von realen Nutzern generiert werden. Insbesondere KI-Bots spielen eine immer größere Rolle und verändern die Datengrundlage im Marketing, wodurch das Problem über klassischen Ad Fraud hinausgeht. Automatisierte Zugriffe auf Websites und die Erfassung von Inhalten führen dazu, dass die Aktivitäten dieser Systeme in die Daten einfließen, die zur Beurteilung von Reichweite und Nutzerverhalten verwendet werden. Für Marketingverantwortliche wird die Qualität der Daten somit wichtiger als das reine Traffic-Volumen. Hohe Besucherzahlen sind wenig wert, wenn ein erheblicher Teil automatisiert erzeugt wird. Die Unterscheidung zwischen menschlichen und maschinellen Zugriffen wird zu einer zentralen Voraussetzung für belastbare Marketingmessungen. --- Thema 2 --- Die DMEXCO zweitausendsechsundzwanzig hat sich als bedeutender Branchentreffpunkt etabliert, der Networking als zentrales Produkt in den Fokus rückt. Mit über vierzigtausend Teilnehmenden, mehr als siebenhundert Partnern und rund zweitausendzweihundert Marken zeigt die Veranstaltung eine klare Ausrichtung auf geschäftliche Relevanz und Entscheidungskompetenz. Die Messe kombiniert moderne Event-Infrastruktur mit einem klaren Business-Profil, was sich in der nahtlosen Organisation und der Nutzung digitaler Tools widerspiegelt. Die Stände sind nicht mehr nur Präsentationsflächen, sondern Begegnungsräume, die durch kreative Hospitality-Konzepte und interaktive Elemente geprägt sind. Die persönliche Begegnung wird von den Teilnehmenden als essenziell wahrgenommen, wobei der Austausch zwischen Branchenvertretern und die Diskussion konkreter Anwendungsfälle im Vordergrund stehen. Das Event erstreckt sich über die Messehallen hinaus und umfasst ein lebendiges Ökosystem aus Side-Events und informellen Treffen in der Stadt. Die DMEXCO hat sich als Plattform für Inspiration und effizienten Austausch positioniert, was durch die hohe Frequenz und Qualität der Gespräche unterstrichen wird. Die Veranstaltung hat somit nicht nur ihre Relevanz bewahrt, sondern sich als wichtiger Impulsgeber für die digitale Wirtschaft etabliert. --- Thema 3 --- In der aktuellen B2B-Eventlandschaft reduzieren rund siebzig Prozent der Eventteams ihre Veranstaltungsanzahl, um die Qualität ihrer Events besser kontrollieren zu können. Diese Entscheidung ist eine Reaktion auf den wachsenden Zeit- und Kostendruck, dem die Teams ausgesetzt sind, während die Teilnehmer reibungslose Abläufe erwarten. Um diese Herausforderungen zu meistern, setzen viele Teams auf skalierbare Eventprozesse, die durch Templates und Automatisierung entlastet werden. Standardisierte Vorlagen für Registrierung, Branding, Reporting und Follow-up ermöglichen es den Teams, operative Abläufe effizienter zu gestalten und sich mehr auf individuelle Teilnehmererlebnisse zu konzentrieren. Zentrale Teilnehmer- und Veranstaltungsdaten spielen eine entscheidende Rolle bei der Planung und Entscheidungsfindung. Sie helfen Teams, die Nachfrage nach bestimmten Sessions zu erkennen und gezielte Ansprache zu optimieren. Zudem ist es wichtig, flexibel auf Veränderungen wie Absagen von Speakern oder technische Probleme zu reagieren. Eine gut vernetzte Infrastruktur und automatisierte Prozesse tragen dazu bei, solche Störungen unauffällig zu managen, sodass die Teilnehmer von den Änderungen möglichst wenig mitbekommen. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Alexandra Connor wird die Bedeutung des Zweitkaufs im Marketing hervorgehoben. Alexandra Connor erläutert, dass der Erstkauf nicht nur das Interesse an einem Produkt signalisiert, sondern auch wichtige Hinweise auf Kaufziele und den Lebenszyklus des Produkts gibt. Die Herausforderung besteht darin, Kunden systematisch zu einem Zweitkauf zu bewegen, da die Akquisekosten nur dann gedeckt werden, wenn Neukunden wiederholt kaufen. Nach Einschätzung von Alexandra Connor bleibt der Zweitkauf häufig aus, weil Kunden entweder enttäuscht sind, keinen Bedarf sehen oder die Marke vergessen haben. Post-Purchase-Marketing spielt eine entscheidende Rolle, indem es sicherstellt, dass der erste Kauf seinen Wert entfaltet. Alexandra Connor betont, dass nicht jeder Kaufimpuls durch Rabatte erzeugt werden sollte; manchmal ist es wichtiger, den Kunden den Kaufprozess zu erleichtern. Zudem beschreibt sie, dass die Planung einer Zweitkaufstrecke auf vier zentralen Fragen basieren sollte, um die Bedürfnisse und Ziele der Kunden besser zu verstehen. Letztlich fordert Alexandra Connor ein systematisches Customer Lifecycle Marketing, das Kunden in ihren jeweiligen Phasen berücksichtigt und relevante Kommunikationsanlässe schafft. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Stephan Karg wird erörtert, wie Bosch Rexroth Künstliche Intelligenz zum Marketing-Superhero macht. Stephan Karg betont, dass KI Marketer nicht überflüssig, sondern produktiver macht. Seine Rolle im zentralen Marketing besteht darin, Menschen zu befähigen, anstatt sie zu ersetzen. Mit den richtigen Tools können Marketeers selbstständig viele Aufgaben erledigen, was zu einer höheren Wertschöpfung führt. Um Skeptiker zu überzeugen, verfolgt Stephan einen pragmatischen Ansatz. In Workshops präsentiert er konkrete Anwendungsbeispiele, die zeigen, wie KI Probleme effizient löst. Dies geschieht am besten im persönlichen Austausch. Zudem thematisiert er die Veränderungen in der Suchmaschinen-Optimierung. Mit der Einführung von Generative Engine Optimization reagiert Bosch Rexroth auf die Disruption durch Large Language Models, indem Inhalte so strukturiert werden, dass sie besser gefunden werden. Ein weiterer Aspekt sind synthetische Zielgruppen, die schneller und kostengünstiger Feedback liefern als traditionelle Umfragen. Bosch Rexroth nutzt KI-Modelle, um Kampagnen zu validieren, wobei der Mensch dennoch die letzte Entscheidungsinstanz bleibt. Stephan Karg hebt hervor, dass authentische Inhalte von Menschen erstellt und kontrolliert werden müssen, um die Markenidentität zu wahren.