--- Hook --- Wir werfen heute einen Blick auf „Ein KI-Agent für Google, Meta, TikTok & Co“, „Hamburg baut Außenwerbung ab“, „Pinterest testet Kontext-Werbung“, den Fachartikel von Felix Holzapfel zu „Warum KI-Research mehrere Modelle braucht“ und „Werbeerfolg messen mit weniger Daten“. --- Thema 1 --- Kochava hat seine KI-Plattform StationOne erweitert, um Werbung auf fünf großen Plattformen, darunter Google, Meta, Reddit, Snap und TikTok, zentral zu steuern. Durch diese Erweiterung können Marketingteams Kampagnen effizienter verwalten, ohne zwischen verschiedenen Werbemanagern wechseln zu müssen. Die neuen KI-Workflows ermöglichen es, Kampagnen aufzubauen, zu starten und Änderungen über mehrere Kampagnen und Accounts hinweg vorzunehmen. Zudem wird die Verwaltung von Zielgruppen und Werbemitteln optimiert. Kampagnen können über einen KI-Chat erstellt und optimiert werden, während Reporting, Fehlerdiagnose und Änderungshistorien in einer zentralen Umgebung zusammengeführt werden. Diese Funktionen könnten insbesondere für Agenturen und Performance-Marketing-Teams von Vorteil sein, da sie den Aufwand für Statusänderungen, Budgetsteuerung und Reporting erheblich reduzieren. Die Anbindung von Meta und TikTok erfolgt über MCP-Connectoren, die eine Interaktion zwischen KI-Anwendungen und externen Systemen ermöglichen. Details zu Preisen, Verfügbarkeit und den genauen Schreibrechten auf den Plattformen sind jedoch bislang nicht bekannt. --- Thema 2 --- Hamburg plant eine Neugestaltung der Außenwerbung im öffentlichen Raum, bei der bis zu einhundertsiebzig Werbeanlagen abgebaut werden sollen. Gleichzeitig werden mindestens vierhundert neue, barrierefreie Fahrgastunterstände geschaffen. Die neuen OOH-Konzessionen werden bis Ende zweitausendeinundvierzig vergeben und müssen noch von der Hamburgischen Bürgerschaft genehmigt werden. Die Werberechte gehen an Wall aus dem JCDecaux-Konzern und die DSM Deutsche Städte Medien aus der Ströer-Gruppe. Die Stadt verfolgt eine Strategie der Digitalisierung, die jedoch begrenzt ist. Für jede neue digitale Anlage müssen anderthalb analoge Werbeträger entfernt werden. Zudem sind digitale Screens verpflichtet, nachts abgeschaltet zu werden und sollen in ihrer Helligkeit sowie Ablenkung eingeschränkt sein. Neben den neuen Haltestellen werden auch mindestens einhundert Gründächer geplant, um das Stadtklima zu verbessern. Hamburg wird zudem digitale Werbeflächen für eigene Kampagnen nutzen können, wobei strenge Vorgaben für die Werbeinhalte gelten. Trotz des Abbaus rechnet die Stadt mit jährlichen Einnahmen von etwa dreißig Millionen Euro aus der Außenwerbung. Die Maßnahmen setzen neue ökologische, soziale und gestalterische Rahmenbedingungen. --- Thema 3 --- Pinterest testet derzeit neue KI-Werbetools, die darauf abzielen, Trends zu analysieren, Creatives zu optimieren und Kampagnendaten direkt mit externen KI-Workflows zu verknüpfen. Im Mittelpunkt dieser Entwicklungen steht der neue „Business Assistant“, der sich momentan in einer geschlossenen Beta-Phase in den Vereinigten Staaten befindet. Dieser Assistent soll Werbetreibenden helfen, relevante Trends, Nutzeraktionen und passende Pins zu identifizieren, um daraus konkrete Werbemöglichkeiten abzuleiten. Zudem wird Pinterest seine Plattform über „Pinterest MCP“ mit externen Arbeitsabläufen verbinden, was es Werbetreibenden ermöglicht, Kampagnen-, Analyse- und Keyword-Daten in KI-gestützte Tools zu integrieren, ohne zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln zu müssen. Ein neues KI-Modell für die Performance+-Werbelösung bewertet eine größere Auswahl an Werbemitteln und soll für jede Impression die erfolgversprechendste Variante bestimmen. In Tests führte dies zu einem Anstieg des Klickvolumens um mehr als sieben Prozent im Vergleich zum vorherigen Modell. Darüber hinaus startet Pinterest mit „Ask Pinterest“ eine Anwendung, die komplexere, dialogorientierte und visuelle Produktrecherchen ermöglicht. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Weiterentwicklung zukünftiger KI-Funktionen für Shopping und Werbung beitragen. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Felix Holzapfel wird die Notwendigkeit mehrerer Modelle im Bereich der Künstlichen Intelligenz für komplexe Recherchen betont, insbesondere bei sensiblen und proprietären Daten. Felix Holzapfel erläutert, dass die Kunstbranche, in der Morgen und Stern über sechshundert Sammler unterstützt, besondere Herausforderungen bei der Analyse von Kunstwerken mit einem Wert von mehr als einer Million US-Dollar mit sich bringt. Er hebt hervor, dass lokale Modelle, die auf eigenen Servern betrieben werden, für die Analyse vertraulicher Daten unerlässlich sind. Nach Einschätzung von Felix Holzapfel können verschiedene KI-Modelle, sowohl Cloud- als auch lokale, ihre Stärken in einem mehrstufigen Validierungsprozess kombinieren, um die Genauigkeit der Ergebnisse zu erhöhen und mögliche Fehler zu reduzieren. Zudem wird die Rolle des Menschen als unverzichtbare Schnittstelle zwischen Maschine und Maschine hervorgehoben. Während Maschinen große Datenmengen schnell verarbeiten können, bleibt die finale Prüfung und Validierung den Menschen vorbehalten. Abschließend betont Holzapfel, dass die Kombination verschiedener Ansätze und Modelle entscheidend ist, um in der Kunstbranche erfolgreich zu agieren. --- Thema 5 --- Der Artikel thematisiert die Herausforderungen im digitalen Marketing, die durch weniger Tracking-Signale entstehen. Datenschutzvorgaben, Browser-Beschränkungen und abgeschottete Plattformen reduzieren die Verfügbarkeit von Marketing-Signalen erheblich. Diese Veränderungen erschweren die Nachverfolgung von Customer Journeys, insbesondere durch den Einfluss von KI-Suchmaschinen und digitalen Assistenten. Infolgedessen entsteht eine Kluft zwischen dem tatsächlichen Verhalten potenzieller Kunden und den erfassten Daten durch Marketingtechnologien. Um dieser Herausforderung zu begegnen, wird empfohlen, von präzisen Attributionsmodellen zu probabilistischen Modellen überzugehen. Diese Modelle kombinieren First-Party-Daten mit statistischen Verfahren und ermöglichen es Marketingteams, auch mit unvollständigen Daten handlungsfähig zu bleiben. Der Fokus verschiebt sich von maximaler Messgenauigkeit hin zu belastbaren Entscheidungen und verlässlichen Prognosen der Geschäftsentwicklung, trotz der abnehmenden Datensignale.