--- Hook --- Wir beleuchten, wie Bergfreunde ihren Umsatz in sechs Jahren verdreifacht haben, und fragen uns, ob KI-Bots bald das Social Web überfluten. Außerdem schauen wir, wie Lufthansa ihre Marken bündelt, und betrachten im Fachartikel von Christian Bachem Prognosen für Marketing und Media im Jahr zweitausendsechsundzwanzig sowie im Podcast mit Melanie Diermann den Einfluss von KI-Agenten auf die Eventbranche. --- Thema 1 --- Der Online-Fachhändler Bergfreunde hat seinen Umsatz im Jahr zweitausendfünfundzwanzig um sechzehn Prozent gesteigert und erreicht damit einen Jahresumsatz von dreihundertzweiundsechzig Millionen Euro. Dieses Wachstum übertrifft das erwartete Branchenplus im Outdoor- und Sportsegment und belegt die starke Marktposition des Unternehmens. Bemerkenswert ist, dass Bergfreunde seit zweitausendneunzehn seinen Umsatz mehr als verdreifacht hat und in den vergangenen zehn Jahren sogar verzehnfachen konnte. Während viele Wettbewerber mit Kaufzurückhaltung und Kostendruck kämpfen, nutzt Bergfreunde konsequent Marktchancen. Die Investitionen in operative Leistungsfähigkeit, Technologie und Markenaufbau sind entscheidend für das anhaltende Wachstum. Für das Geschäftsjahr zweitausendsechsundzwanzig zeigt sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch und plant, trotz eines herausfordernden Marktumfelds handlungsfähig zu bleiben und weiter zu investieren. Zudem steht das Jubiläum von zwanzig Jahren Bergfreunde bevor, das gemeinsam mit Mitarbeitenden, Partnern und Familien gefeiert werden soll und einen weiteren Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Unternehmens markiert. --- Thema 2 --- Wissenschaftler und Experten im Bereich Künstliche Intelligenz warnen vor einer möglichen Überflutung sozialer Netzwerke durch autonome KI-Bot-Schwärme. Diese Bots sind in der Lage, menschliches Verhalten zu imitieren und sich in Online-Communities einzunisten, um gezielt Desinformationen zu verbreiten. Dies könnte die öffentliche Meinung beeinflussen und demokratische Prozesse gefährden. Erste Anzeichen für solche KI-gesteuerten Einflussoperationen wurden bereits bei den Wahlen in Taiwan, Indien und Indonesien beobachtet. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bots, die einfache Aufgaben automatisieren, bestehen diese Systeme aus vielen vernetzten KI-Agenten, die selbstständig Inhalte generieren und ihre Strategien anpassen können. Ihr Verhalten ist so unauffällig, dass sie schwer zu erkennen sind. Experten befürchten, dass autoritäre Akteure diese Technologie nutzen könnten, um Wahlen zu manipulieren und öffentliche Debatten zu verzerren. Einige Forscher empfehlen präventive Maßnahmen, wie digitale Wasserzeichen und internationale Kooperationen zur Überwachung dieser Entwicklungen. --- Thema 3 --- Die Lufthansa Group hat die Agentur Mother zur globalen Lead-Kreativagentur ernannt, um eine einheitliche Markenplattform zu schaffen, die alle Airlines und Dienstleistungen der Gruppe umfasst. Diese Initiative zielt darauf ab, nicht nur die klassischen Airlines wie Lufthansa, SWISS, Austrian und Brussels Airlines zu integrieren, sondern auch Service- und Loyalty-Marken wie Miles & More, Lufthansa Technik, Aviation Training und Cargo. Die Herausforderung besteht darin, die kollektive Stärke der Gruppe sichtbar zu machen, während die Eigenständigkeit der einzelnen Marken gewahrt bleibt. Die Marketingverantwortlichen der Lufthansa betonen, dass die neue Plattform die Zugehörigkeit der Marken untereinander hervorheben und die kommunikative Effizienz des Konzerns steigern soll, ohne die Vielfalt zu verlieren. Durch diese konsolidierte Markenstrategie möchte die Lufthansa Group ihre Wahrnehmung als integrierte Einheit stärken, Kundenerlebnisse vereinheitlichen und langfristig Vertrauen sowie Loyalität aufbauen. In einem Markt, in dem eine klare und wiedererkennbare Identität immer wichtiger wird, verfolgt die Lufthansa Group mit dieser Strategie klare Wachstumsziele. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Christian Bachem werden Prognosen für das Marketing und Media im Jahr zweitausendsechsundzwanzig vorgestellt. Christian Bachem erläutert, dass das Konzept des „Attention Fracking“ weiter an Bedeutung gewinnen wird. Dieses Phänomen beschreibt den Wettlauf um die Aufmerksamkeit der Nutzer, der durch digitale Plattformen und neue Technologien verstärkt wird. Zudem wird die KI-Automatisierung eine entscheidende Rolle spielen, indem sie den Werbemarkt erweitert. Nach Einschätzung von Christian Bachem wird es kleinen Unternehmen ermöglicht, Bewegtbild-Werbung ohne umfangreiche Ressourcen zu schalten, was die Konkurrenz im Markt neu gestalten könnte. Ein weiterer Punkt ist der Einsatz von KI-Agenten im Media-Handel, die autonom Media-Buchungen abwickeln sollen. Christian Bachem weist darauf hin, dass hierbei zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen sind, um die Integrität und Sicherheit der Prozesse zu gewährleisten. Schließlich wird die Nutzung von „Slop Machines“ durch Marken zunehmen, um virale Effekte zu erzielen. Diese Tools, die auf generativer KI basieren, sollen Engagement und Reichweite fördern. Christian Bachem schließt mit der Feststellung, dass die Entwicklung solcher Technologien und Strategien die Marketinglandschaft nachhaltig verändern wird. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Melanie Diermann wird der Einfluss von KI-Agenten auf die Eventbranche besprochen. Die Eventbranche ist eine der digitalsten Branchen und steht vor einer grundlegenden Veränderung. Melanie Diermann erklärt, dass die KI-Hype-Falle oft missverstanden wird. In den größten Marketing-Konferenzen weltweit wird KI als Werkzeug betrachtet, wobei nur etwa vierzehn Prozent der Vorträge sich explizit mit diesem Thema befassen. Dies ist ein Weckruf, denn während KI an Bedeutung gewinnt, bleiben der menschliche Faktor und kulturelle Themen entscheidend. Ein weiterer Punkt, den Melanie Diermann anspricht, ist die Unterscheidung zwischen generativer und automatisierender KI. Letztere birgt ein größeres Potenzial für die Branche. Unternehmen, die jetzt in Automatisierung und Vorhersage-Systeme investieren, sichern sich einen Wettbewerbsvorteil. KI-Agenten werden das Marketing grundlegend neu gestalten, indem sie hyperpersonalisierte Daten nutzen, um Veranstaltungen relevant zu machen. Die Eventbranche hat bereits ein digitales Mindset und wird den Wandel zu Agenten schneller meistern als andere Branchen. Schließlich weist Melanie Diermann darauf hin, dass mangelnde Entschlossenheit oft als Vorwand für schlechte Datenqualität dient. Wer proaktiv mit Echtzeit-Daten und zentralen Systemen arbeitet, wird im Wettbewerb bestehen können.