--- Hook --- Im Mittelpunkt stehen heute „Amazon macht ChatGPT Ads programmatisch buchbar“, „Subway wirbt mit Guiness-Rekord“, „Google wirft EU Verschlechterung der Suchergebnisse vor“, den Fachartikel von Sascha Albrink zu „Marketingbudgets vom Deckungsbeitrag her planen“ und den Podcast mit Mathias Jooss über „Wie viel KI verträgt eine Marke, bevor Content nicht mehr authentisch wirkt?“. --- Thema 1 --- Amazon hat seine Werbeplattform für ChatGPT Ads geöffnet, wodurch ausgewählte Werbekunden in den USA erstmals die Möglichkeit erhalten, Anzeigen im KI-Chat zu buchen. Der Pilot startete am zehnten September und umfasst Unternehmen wie Delta Vacations, die zu den ersten gehören, die dieses Angebot testen. Mit dieser Erweiterung seines Werbegeschäfts erschließt Amazon einen weiteren, stark wachsenden digitalen Kanal. Die Kooperation steht im Einklang mit Amazons Strategie, seine Demand-Side-Platform durch attraktives externes Werbeinventar zu erweitern. In den vergangenen Monaten hat Amazon bereits Zugänge zu Plattformen wie Netflix, Roku, Spotify, Disney, Hulu und ESPN geschaffen. Für ChatGPT bringt Amazon seine umfangreichen First-Party-Daten sowie seine Infrastruktur für den programmatischen Mediaeinkauf ein. Die Partnerschaft mit OpenAI ermöglicht es, den Zugang zu Werbekunden zu erweitern und das Angebot über traditionelle Websites und Streaming-Dienste hinaus in KI-gestützte Dialoge auszudehnen. Während ChatGPT Ads mittlerweile auch in Europa verfügbar sind, bleibt die Amazon-Kooperation vorerst auf ausgewählte Werbekunden in den USA beschränkt. Der Wettbewerb um die Kontrolle des Mediaeinkaufs in KI-Umgebungen nimmt somit zu. --- Thema 2 --- Subway hat mit einer innovativen Marketingaktion den Deutschlandstart der Baked Potato inszeniert und dabei einen Guinness-Weltrekord aufgestellt. Im Kölner MediaPark wurde die größte aufblasbare Kartoffel der Welt präsentiert, die eine Länge von neun Komma fünf Metern, eine Breite von sechs Komma sechs Metern und eine Höhe von vier Komma neun Metern erreicht. Diese begehbare Installation bleibt bis zum dreizehnten September zweitausend sechsundzwanzig vor Ort und wird von einem Foodtruck begleitet, der den Besuchern kostenlose Baked Potatoes anbietet. Mit dieser Aktion wird die Baked Potato dauerhaft in das deutsche Subway-Menü integriert. Kunden haben die Möglichkeit, ihre Kartoffel an einer Sauce- und Topping-Station individuell zu gestalten. Diese Kampagne verdeutlicht, wie ein Produktlaunch durch ein außergewöhnliches Live-Erlebnis und einen Rekord emotional aufgeladen werden kann. Die Kombination aus Guinness-Weltrekord, auffälliger Installation, kostenloser Produktprobe und direkter Interaktion mit den Besuchern schafft zahlreiche Kontaktpunkte und macht die neue Menü-Ergänzung unmittelbar erlebbar. --- Thema 3 --- Google äußert Kritik an den jüngsten Anpassungen seiner Suchergebnisse in der Europäischen Union, die im Rahmen des Digital Markets Act, kurz DMA, vorgenommen wurden. Das Unternehmen bezeichnet diese Änderungen als die größte Qualitätsverschlechterung in der Geschichte der Google-Suche, die mittlerweile seit neunundzwanzig Jahren besteht. Nach den neuen Regelungen erhalten spezialisierte Suchdienste und Vergleichsportale, wie etwa Expedia und Booking.com, eine erhöhte Sichtbarkeit. Dies führt dazu, dass Hotels, Flüge und Restaurants weniger prominent dargestellt werden und wichtige Echtzeitdaten, wie etwa aktuelle Preise, teilweise fehlen. Die neue Ergebnisdarstellung zeigt häufig zuerst ein spezialisiertes Suchportal, gefolgt von weiteren Vergleichsdiensten, bevor die regulären Angebote erscheinen. Google und die EU-Kommission haben bereits länger über die Umsetzung des DMA diskutiert. Die Auswirkungen der Änderungen wurden bereits im Jahr zweitausendvierundzwanzig getestet. Für Nutzer und Unternehmen in der EU wird nun deutlich, wie sich die Sichtbarkeit in der Google-Suche je nach Region und Geschäftsmodell verändern kann. Besonders Unternehmen aus den Bereichen Reisen, Gastronomie und Hotellerie sollten die Entwicklung ihrer organischen Präsenz im Vergleich zu spezialisierten Portalen genau beobachten. Die Frage, ob die von Google angegebene Verschlechterung der Suchqualität tatsächlich aus Sicht der Nutzer besteht, bleibt jedoch unklar. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Sascha Albrink wird die Notwendigkeit betont, Marketingbudgets vom Deckungsbeitrag her zu planen. Albrink erläutert, dass viele Marketingbudgets auf unzureichenden Grundlagen basieren, wie der Branchenquote oder dem Vorjahresbudget, was zu unzureichenden finanziellen Mitteln führt. Er hebt hervor, dass ein Budget, das nicht an Geschäftsergebnisse gebunden ist, jederzeit gekürzt werden kann, ohne die Auswirkungen auf den Umsatz abschätzen zu können. Um dies zu ändern, empfiehlt Albrink, den Deckungsbeitrag systematisch für die Marketingsteuerung zu nutzen. Er beschreibt einen Prozess, bei dem das Budget rückwärts von den angestrebten Zielen her berechnet wird. Dies ermöglicht eine fundierte Argumentation in Budgetverhandlungen. Albrink betont, dass Marketing als Investition betrachtet werden sollte, wobei der zukünftige Ergebnisbeitrag eines jeden eingesetzten Euros im Vordergrund steht. Ein entscheidender Aspekt ist der Nachweis des durch Marketing generierten Pipeline-Beitrags, der zeigt, wie Marketingmaßnahmen zu Umsatz führen. Albrink schlägt vor, mit einem kleinen Pilotprojekt zu beginnen, um die Wirksamkeit dieser Methode zu demonstrieren. Ein erfolgreicher Pilot könnte langfristig dazu führen, dass Marketingbudgets regelmäßig an den Umsatz gekoppelt werden. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Mathias Jooss wird das Thema behandelt, wie viel Künstliche Intelligenz eine Marke verträgt, bevor der Content nicht mehr authentisch wirkt. Mathias Jooss erklärt, dass es einen schmalen Grat zwischen KI-generiertem Content und der Wahrnehmung von Authentizität durch die Kunden gibt. Ein interner Wissenshub kann KI-Antworten automatisch markenkonform gestalten, indem er spezifische Vorschläge liefert, die zur Marke und zur Position der fragenden Person passen. Dabei ist es entscheidend, Mitarbeitende gezielt in der Erstellung von Prompts zu schulen, um den größtmöglichen Nutzen aus der Technologie zu ziehen. Ein weiterer Aspekt ist die Spracheingabe im Auto, die es Vertriebsmitarbeitenden ermöglicht, Kundengespräche unterwegs aufzuzeichnen und automatisch zu verschriftlichen. Dies sorgt dafür, dass Informationen effizient bei den richtigen Kolleginnen und Kollegen ankommen. Zudem zeigt sich, dass KI-basierte Kampagnenoptimierung oft bessere Ergebnisse liefert, jedoch externe Faktoren nicht immer berücksichtigt. Schließlich wird betont, dass der schmale Grat zwischen KI-Content und echtem Erlebnis entscheidend für die Akzeptanz ist. Während die Bildproduktion mit KI bereits gut funktioniert, zeigen misslungene Weihnachtskampagnen, dass übermäßiger Einsatz von KI beim Publikum negativ ankommen kann. Ein vielversprechender Ansatz ist die Verwendung von echtem Nutzermaterial, das von KI bearbeitet wird.