--- Hook --- Wir beleuchten heute, wie Affiliate Marketing durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz neue Höhen erreicht und warum das Metaverse trotz großer Erwartungen nicht den erhofften Erfolg hatte. Zudem berichten wir über die steigende Beliebtheit von ChatGPT im Vergleich zu YouTube, analysieren im Fachartikel von Michael Weyrauch Lindts Strategie des Premium-Marketings durch Verzicht und diskutieren im Podcast mit Thomas Kenyeri die aktuellen Trends im Event-Marketing, sowohl mit als auch ohne KI. --- Thema 1 --- Affiliate Marketing zeigt ein bemerkenswertes Wachstum, das durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz gefördert wird. Laut dem Affiliate Trend Report zweitausendsechsundzwanzig erwarten zweiundsechzig Prozent der Advertiser steigende Umsätze im Affiliate Marketing. Einundsiebzig Prozent betrachten diesen Kanal als einen ihrer bedeutendsten Umsatztreiber. Der Bericht hebt hervor, dass Affiliate Marketing sich zunehmend als zentraler Wachstumstreiber im Marketing-Mix etabliert, und trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten investieren Unternehmen mehr in diesen Bereich. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat sich von einem Zusatzwerkzeug zu einem integralen Bestandteil operativer Prozesse entwickelt. KI wird in Bereichen wie Content-Erstellung, Reporting und Publisher-Akquise eingesetzt. Die Fähigkeit, KI sinnvoll in bestehende Workflows zu integrieren, ist entscheidend für den Erfolg. Darüber hinaus verändert die generative Suche die Dynamik von Reichweite und Sichtbarkeit, wodurch klassische SEO-Modelle unter Druck geraten. Die Customer Journey verschiebt sich zunehmend in Richtung KI-gestützter Kauf- und Beratungsumgebungen sowie Social Commerce. Influencer und Social-Publisher gewinnen an Bedeutung, während moderne Tracking-Setups und hybride Vergütungsmodelle langfristige Partnerschaften fördern. --- Thema 2 --- Der US-Konzern Meta, ehemals Facebook, erlebte mit seinem Vorhaben, das Metaverse zu etablieren, erhebliche Rückschläge. Überzogene Erwartungen führten zu einem Milliardenverlust, da die Nachfrage nach virtuellen Realitäten nicht den ambitionierten Prognosen entsprach. Rund dreiundsiebzig Milliarden US-Dollar wurden in Reality Labs investiert, jedoch blieben die erhofften Gewinne aus. Sinkende Verkaufszahlen von VR-Headsets und die Schließung von Studios verdeutlichen, dass das Metaverse nicht über ein Nischenprodukt hinauswuchs. Frühe Versionen wie Horizon Worlds waren durch technische Mängel und unattraktive Avatare geprägt, was den Nutzern keinen klaren Mehrwert bot. Zudem scheiterte Meta mit dem Versuch, ein App-Store-Modell mit hohen Gebühren zu etablieren, was Entwickler und Creator abschreckte. Sicherheitsprobleme, wie virtuelle Belästigung, trugen ebenfalls zur Skepsis der Nutzer bei. Gleichzeitig verschob sich der technologische Fokus hin zu Künstlicher Intelligenz und Augmented Reality, die ein höheres Interesse weckten. Während VR an Attraktivität verlor, entwickelten sich KI und Mixed Reality zu realistischeren Plattformen. Für Meta stellt das Metaverse somit kein zukunftsträchtiges Projekt mehr dar, sondern ein kostspieliges Experiment ohne nachhaltige Perspektive. --- Thema 3 --- Im April zweitausendfünfundzwanzig hat ChatGPT, der KI-Chatbot von OpenAI, einen bedeutenden Meilenstein erreicht, indem er YouTube bei den globalen Google-Suchanfragen überholt hat. Dies geschah nur neunundzwanzig Monate nach dem Start von ChatGPT. Zudem übertraf der Dienst in der Zeitspanne zwischen September zweitausendvierundzwanzig und April zweitausendfünfundzwanzig auch andere Plattformen wie TikTok, Instagram und Facebook. Diese Informationen stammen aus Auswertungen von ahrefs, die Suchanfragen zu Markennamen und deren Funktionen analysierten. Besonders auffällig ist die Geschwindigkeit, mit der ChatGPT an Popularität gewann. Während etablierte soziale Netzwerke und Videoplattformen oft ein Jahrzehnt benötigten, um ein ähnliches Suchinteresse zu erreichen, gelang dies ChatGPT in weniger als zweieinhalb Jahren. Gleichzeitig zeigt sich ein Rückgang des Suchinteresses an Google, dessen globale Marken-Suchanfragen von rund einer Milliarde im Jahr zweitausendzweiundzwanzig auf etwa siebenhundertdreizehn Millionen im August zweitausendfünfundzwanzig gesunken sind. Angesichts dieser Entwicklungen könnte ChatGPT bis zum Jahr zweitausendneun Google einholen und deutet auf eine grundlegende Verschiebung in der digitalen Nutzung hin. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Michael Weyrauch wird die Markenstrategie von Lindt beleuchtet, die bewusst auf eine Präsenz in Discountern verzichtet. Michael Weyrauch erläutert, dass diese Entscheidung nicht nur ein Risiko darstellt, sondern eine tiefere Erkenntnis über den Wert von Marken und das Vertrauen der Konsumenten widerspiegelt. Premium-Qualität entsteht nicht durch Massenproduktion oder Preisaktionen, sondern durch eine klare Haltung und konsequente Markenführung. Lindt demonstriert, dass die Wahrnehmung von Qualität über den Geschmack hinausgeht und auch die Geschichte und Präsentation eines Produkts umfasst. Nach Einschätzung von Michael Weyrauch schützt eine bewusste Positionierung die Marke vor Austauschbarkeit und kurzfristigem Denken. Unternehmer sollten erkennen, dass der Schutz des Wertes langfristiges Vertrauen sichert und dass Entscheidungen über Verkaufsorte und Partner entscheidend für die Markenidentität sind. Diese Strategie erfordert Mut, um auf kurzfristige Gewinne zu verzichten und die eigenen Prinzipien über maximale Reichweite zu stellen. Michael Weyrauch betont, dass echte Markenführung spürbar ist und sich im Einkaufserlebnis, Produktdesign und in der Kommunikation zeigt. Letztlich ist die zentrale Frage für Unternehmen, wo echter Wert entsteht und wo er verwässert wird, um nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Thomas Kenyeri wird das Thema Event-Marketing in der modernen Welt behandelt, insbesondere im Kontext von Künstlicher Intelligenz. Thomas Kenyeri erklärt, dass die Vielfalt der Generationen, die heute an Veranstaltungen teilnehmen, eine differenzierte Herangehensweise erfordert. Von der Generation Z bis hin zu den Silver Surfern müssen die Bedürfnisse und Erwartungen aller Altersgruppen berücksichtigt werden. Dies beginnt bereits bei der Bewerbung der Events, wo jüngere Teilnehmer oft auf Social Media setzen, während ältere Zielgruppen eine detaillierte Website bevorzugen. Ein weiterer zentraler Punkt ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, die mittlerweile aus der experimentellen Phase herausgewachsen ist und in der Planung sowie Durchführung von Veranstaltungen eine wichtige Rolle spielt. Thomas Kenyeri betont, dass Kreativität in der Eventgestaltung unerlässlich geworden ist, um mit schwindenden Budgets umzugehen. Event-Manager müssen als Experience Designer agieren und innovative Konzepte entwickeln. Darüber hinaus wird die Bedeutung des aktiven Netzwerkens hervorgehoben. Teilnehmer erwarten eine strukturierte Moderation, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Schließlich wird kulturelle Kompetenz als entscheidendes Asset beschrieben, da das Verständnis für aktuelle Trends und kulturelle Verschiebungen für die Wettbewerbsfähigkeit von Event-Agenturen unerlässlich ist.