--- Hook --- Wir beleuchten heute, wie zweiundsechzig Prozent der Personendaten aus der EU übertragen werden und warum Hilfiger auf den FC Liverpool setzt. Außerdem berichten wir über Googles neues Shopping-Protokoll für KI-Agenten, im Fachartikel von Max Bublitz über den Content Fit Score als KPI für AI Search und im Podcast mit Christoph Kunz darüber, wie der Schwarzwald seine Marke aufbaut. --- Thema 1 --- Eine aktuelle Umfrage von Bitkom zeigt, dass mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen, konkret zweiundsechzig Prozent, personenbezogene Daten in Nicht-EU-Staaten übermitteln. Diese Transfers sind entscheidend für die Nutzung von Cloud-Diensten, Kommunikations- und Kollaborationstools sowie für globale Sicherheits- und IT-Services. Die USA sind das wichtigste Zielland für diese Datenübertragungen, gefolgt von Großbritannien und Indien. Die Unternehmen stützen sich rechtlich auf Standardvertragsklauseln, Binding Corporate Rules und das EU-US Data Privacy Framework, während viele noch an der Anpassung früherer Regelungen arbeiten. Ein Stopp dieser Transfers könnte gravierende Folgen haben, darunter steigende Kosten, Wettbewerbsnachteile und gestörte Lieferketten. Besonders besorgt sind die Firmen über den Verlust von globalem Security-Support und Innovationskraft. Vor diesem Hintergrund fordern die Unternehmen mehr Rechtssicherheit für internationale Datentransfers und eine Modernisierung der Datenschutz-Grundverordnung, um Bürokratie abzubauen, ohne das Datenschutzniveau zu gefährden. --- Thema 2 --- Tommy Hilfiger geht eine erstmalige globale Partnerschaft mit dem Liverpool Football Club ein, die Fußball, Mode und Kultur miteinander verbindet. Diese Kooperation umfasst sowohl die Herren- als auch die Damenmannschaft sowie ausgewählte Mitarbeiter des Clubs. Spieler wie Virgil van Dijk und Gemma Bonner präsentieren die ikonischen Styles von Tommy Hilfiger in verschiedenen Kampagnen und an ausgewählten Spieltagen. Die Zusammenarbeit beinhaltet saisonale Marketingkampagnen, kuratierte Kollektionen und Co-Branding-Capsules, die von Denim bis zur „New York“-Dress-Casual-Linie reichen. Ein markantes Symbol der Kooperation war die größte jemals produzierte Tommy-Hilfiger-Flagge im Stadion Anfield, deren Stoff für wohltätige Zwecke gespendet wurde. Die Partnerschaft betont gemeinsame Werte wie Authentizität, Heritage und die enge Verbindung zu den Fans. Für Marketingverantwortliche zeigt diese Kooperation, wie durch glaubwürdiges Storytelling und kulturelle Nähe neue Relevanz und emotionale Bindung geschaffen werden können. --- Thema 3 --- Google hat mit dem Universal Commerce Protocol, kurz UCP, einen offenen Standard für KI-gestütztes Shopping eingeführt. Dieser Standard ermöglicht es KI-Agenten, den gesamten Prozess der Customer Journey zu unterstützen, angefangen bei der Produktsuche bis hin zum Kauf und After-Sales-Support. UCP schafft eine einheitliche Kommunikationsbasis zwischen KI-Agenten und Commerce-Systemen, was den Integrationsaufwand für Händler erheblich reduziert. Der Standard wurde in Zusammenarbeit mit Partnern wie Shopify, Etsy, Wayfair und Target entwickelt und erhält Unterstützung von weiteren Unternehmen aus den Bereichen Handel und Payment. Zukünftig wird UCP einen neuen Checkout-Prozess direkt in Googles KI-Oberflächen ermöglichen, sodass Nutzer Einkäufe abschließen können, ohne ihre Recherche zu unterbrechen. Dies umfasst die Nutzung von Google Pay sowie gespeicherten Zahlungs- und Versanddaten, wodurch Kaufabbrüche verringert werden sollen. Ergänzend wird der Business Agent eingeführt, ein KI-Assistent, der Kunden in der Suche unterstützt. Zudem testet Google mit Direct Offers ein neues Anzeigenformat, das gezielt Rabatte oder Anreize bei hoher Kaufabsicht präsentiert. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Max Bublitz wird der Content Fit Score als ein neuer Key Performance Indicator für AI Search vorgestellt. Max Bublitz erläutert, dass die digitale Industrie vor einem fundamentalen Umbruch steht, der nicht nur Google infrage stellt, sondern auch die klassischen Suchstrategien der Marketing- und Werbeindustrie. Während die traditionelle Suche auf klaren KPIs basierte, funktioniert die AI-Suche grundlegend anders, indem sie dynamische Antworten liefert, die nicht auf einzelnen Quellen basieren. Nach Einschätzung von Max Bublitz verlieren viele etablierte KPIs ihre Aussagekraft, da Sichtbarkeit nicht mehr mit Präsenz auf Ergebnisseiten gleichzusetzen ist. Die Herausforderung besteht darin, die inhaltliche und semantische Qualität von Content zu bewerten, da AI-Suchsysteme Inhalte priorisieren, die am besten zur Nutzerintention passen. Um den Content Fit messbar zu machen, ist ein methodischer Ansatz erforderlich, der die Logik der AI-Suchsysteme abbildet. Max Bublitz beschreibt, dass durch die Generierung von Prompts und die Berechnung semantischer Ähnlichkeiten ein Content Fit Score entsteht, der als neuer Steuerungsfaktor fungiert. Dieser Score ermöglicht eine klare Positionsbestimmung von Content in AI-Suchumgebungen und bietet Unternehmen die Möglichkeit, gezielte Optimierungen vorzunehmen. Unternehmen, die diese Methodik frühzeitig anwenden, können sich einen strukturellen Wettbewerbsvorteil in der sich neu ordnenden Suchwelt verschaffen. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Christoph Kunz wird das Thema des Markenaufbaus im Schwarzwald besprochen. Christoph Kunz erklärt, wie Differenzierung anstelle von Superlativen eine authentische Marke schaffen kann. Die Schwarzwaldmarie, eine digitale Botschafterin mit echtem Charakter, verkörpert diese Authentizität und ermöglicht es der Marke, über Generationen Stabilität aufzubauen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Trennung von Pressearbeit und Marketing. Diese strategische Entscheidung sorgt dafür, dass die Presseabteilung regelmäßig in überregionalen Medien präsent ist und echte Nachrichten liefert, anstatt Marketingbotschaften. Dies stärkt die Medienbeziehungen und erhöht die Rendite dieser Bemühungen. Christoph Kunz betont auch die Bedeutung der Datenqualität. Eine zentrale touristische Datenbank ist entscheidend für effektives Marketing und ermöglicht Personalisierung durch verlässliche Partnerangebote. Zudem wird die Notwendigkeit einer dezentralen Zusammenarbeit angesprochen, bei der lokale Partner entscheiden, welche internationalen Märkte sinnvoll sind, was Fokus und Flexibilität vereint. Abschließend wird die strategische Nutzung von KI-Bildern und Chatbots hervorgehoben. Diese Technologien sollten nicht als Lösung, sondern als Mittel zum Zweck betrachtet werden. Die Konsistenz in der Markenpräsentation ist hierbei entscheidend.