--- Hook --- Wir beleuchten, warum siebenundvierzig Prozent der B2B-Marketer Thought Leadership anstreben und wie im Marketing die Kompetenz im Bereich Künstliche Intelligenz fehlt. Zudem schauen wir auf TikToks Strategie der lokalen Nähe, im Fachartikel von Bernd Korz auf mehrsprachige Videos ohne Neu-Dreh und im Podcast mit Jörg Holik darauf, wie Gesundheitsziele und digitale Kanäle Versicherte motivieren. --- Thema 1 --- In der aktuellen Marketinglandschaft streben nahezu fünfzig Prozent der B2B-Marketer danach, Thought Leadership auszubauen. Laut einer Studie planen diese Marketer, bis zum Jahr zweitausendsechs verstärkt auf datenbasierte Thought Leadership-Inhalte und eigene Studien zu setzen. Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von siebenhundert97 leitenden Marketingverantwortlichen aus B2B-Unternehmen in Großbritannien und den USA. Kundenfeedback spielt eine zentrale Rolle bei der Themenfindung und beeinflusst die Inhalte stärker als Trends oder CRM-Daten. Viele Marketer erkennen zudem das Potenzial interaktiver Formate wie Videos, Live-Events und virtuelle Veranstaltungen, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen und eine tiefere Auseinandersetzung mit den Inhalten zu fördern. Der Zusammenhang zwischen Thought Leadership und dem wahrgenommenen Return on Investment ist evident. Unternehmen, die eine hohe Rendite aus ihren Marketingaktivitäten erzielen, setzen Thought Leadership über alle Phasen des Funnels hinweg ein. Dies zeigt, dass datengetriebene Inhalte und eine konsistente Nutzung entscheidend für den Erfolg im B2B-Marketing sind. --- Thema 2 --- Im Marketing ist ein deutlicher Mangel an Künstlicher Intelligenz-Kompetenz festzustellen. Obwohl achtzig Prozent der Befragten der Meinung sind, dass KI strategisch sehr wichtig ist, können lediglich sechsundzwanzig Prozent eigenständig KI-Datenmodelle erstellen. Diese Diskrepanz zwischen der hohen Bedeutung von KI und dem vorhandenen Know-how zeigt sich auch in der Datenmodellierung, die nur einen Teil des gesamten KI-Wissens abdeckt. Laut der Studie „Digital Dialog Insights“ ist KI für zweiundsechzig Prozent der Unternehmen bereits ein fester Bestandteil der Marketingstrategie. Die Erwartungshaltung liegt insbesondere auf skalierbarer Personalisierung und verbesserter Performance, wofür hochwertige First-Party-Daten unerlässlich sind. Sechsundsiebzig Prozent der Befragten betrachten diese Daten als zentral, während nur zwölf Prozent ihre eigene Vorbereitung als gut einschätzen. Zudem wächst die Bedeutung von Transparenz und Governance, wobei bereits die Hälfte der Unternehmen KI-gestützte Maßnahmen kennzeichnet. Um im Marketing erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen nicht nur in Technologie investieren, sondern auch in Kompetenz, Datenqualität und transparente Prozesse. --- Thema 3 --- TikTok erweitert seine E-Commerce-Strategie in Deutschland durch die Einführung von Nearby-Feeds, die lokale Angebote in den Mittelpunkt rücken. Dieses Konzept, das bereits in China erfolgreich umgesetzt wurde, zielt darauf ab, Social Media enger mit dem stationären Handel und regionalen Dienstleistungen zu verknüpfen. In China hat TikTok, auch bekannt als Douyin, Nearby-Feeds genutzt, um Gutscheine, Aktionen und lokale Dienstleistungen zu bewerben und hat sogar Ansätze im Bereich Quick Commerce sowie Lebensmittel- und Lieferdienste verfolgt. Diese Erfahrungen aus China dienen nun als Grundlage für die Entwicklung in Europa. Nearby-Feeds könnten sich als bedeutender Wachstumstreiber für den Social Commerce erweisen und ergänzen den kürzlich eingeführten TikTok Shop. Unternehmen, insbesondere Händler und Dienstleister, sollten frühzeitig prüfen, wie sie diese Nearby-Formate in ihre Marketing- und Vertriebsstrategien integrieren können, um von der zunehmenden Verbindung von Inhalten, Gemeinschaft und Handel zu profitieren. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Bernd Korz wird die Herausforderung der internationalen Skalierung von Videoinhalten im B2B-Marketing thematisiert. Bernd Korz erläutert, dass viele Unternehmen an der Hürde scheitern, ihre Videos für verschiedene Märkte anzupassen, ohne dabei die Kosten aus den Augen zu verlieren. Er beschreibt ein Trilemma, in dem Unternehmen zwischen Geschwindigkeit, Kosten und Qualität wählen müssen. Die traditionelle Videoproduktion ist oft kostspielig und zeitaufwendig, während Untertitel und Avatar-Videos nicht die gewünschte emotionale Wirkung erzielen. Nach Einschätzung von Bernd Korz stellt die Kombination von KI-gestützter Übersetzung und Voice-Cloning einen vielversprechenden Ansatz dar. Dieser ermöglicht es, die Originalstimme des Sprechers in verschiedene Sprachen zu übertragen, was Authentizität und emotionale Bindung fördert. Dennoch weist er auf die Sicherheitsrisiken hin, die mit Voice-Cloning verbunden sind, und empfiehlt klare Governance-Regeln. Korz betont, dass nicht jedes Video fünf Sprachversionen benötigt, sondern dass strategische Überlegungen entscheidend sind. Die Qualitätssicherung durch Native Speaker und datenschutzkonforme Lösungen sind ebenfalls wichtige Aspekte. Abschließend stellt Bernd Korz fest, dass verantwortungsvoller Einsatz der Technologie für wirkungsvolle Videos entscheidend ist. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Jörg Holik wird besprochen, wie Gesundheitsziele und digitale Kanäle Versicherte motivieren können. Jörg Holik hebt hervor, dass Omnichannel nicht nur ein Versprechen, sondern eine Notwendigkeit für den Kundenservice ist. Die AUGAR bearbeitet monatlich über einhundertdreißigtausend Kontakte über verschiedene Kanäle und betont, dass Anfragen intelligent gelenkt werden müssen, um die Wahlfreiheit der Kunden zu bewahren. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Akzeptanz von generativer Künstlicher Intelligenz im Kundenservice. Jörg Holik erklärt, dass eine natürliche Sprache und persönliche Kommunikation entscheidend sind, um Vertrauen zu schaffen. Zudem zeigt er auf, dass Gesundheitsziele als Engagement-Programm effektiver sind als Bonuspunkte. Das zwölfwöchige Programm der AUGAR motiviert durch konkrete, messbare Ziele. Des Weiteren thematisiert Jörg Holik den Datenschutz, der Innovation nicht bremst, sondern strukturiert. Er empfiehlt, transparente Kommunikation und kleine, validierte Schritte zu nutzen, um datenschutzkonforme Prozesse zu schaffen. Schließlich betont er, dass Push-Nachrichten nur dann effektiv sind, wenn sie personalisiert sind und auf offenem Opt-in-Verhalten basieren. Vertrauen ist hier der Schlüssel zu relevanter Kommunikation.