--- Hook --- Wir beleuchten heute, wie dreißig Sekunden Super-Bowl-Werbung acht Millionen kosten und warum Uber Eats die Deutschen zum Chillen animieren möchte. Außerdem berichten wir darüber, warum das Opt-In auf Websites schwieriger wird, und im Fachartikel von Khoa Nguyen geht es um SEO zwei Punkt null statt GEO-Hype, während wir im Podcast mit Michaela Susan Pollok darüber sprechen, wie man mit Events echte Verbindungen schafft. --- Thema 1 --- Im Jahr zweitausendsechsundzwanzig kosten dreißig Sekunden Werbung während des Super Bowls rund acht Millionen US-Dollar. Dieses Event erreicht über einhundert Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer weltweit und bietet eine gebündelte Aufmerksamkeit, die für Marken von enormer Bedeutung ist. Werbung wird in diesem Kontext gezielt erwartet und nicht übersprungen, was die kulturelle Relevanz der Spots verstärkt. Sie werden häufig Teil öffentlicher Debatten und garantieren durch die internationale Berichterstattung eine globale Sichtbarkeit. Der hohe Preis für die Werbespots reflektiert die strategische Dimension dieser Entscheidung, da sie oft als Auftakt für umfassende Kampagnen dienen, die über Social Media und Streaming-Plattformen hinaus verlängert werden. Die Produktionskosten, der Einsatz prominenter Testimonials und begleitende Maßnahmen erhöhen das Gesamtinvestment zusätzlich. Auch das Rahmenprogramm, das Stars wie Bad Bunny umfasst, trägt zur Erreichung von Zielgruppen außerhalb des klassischen Football-Publikums bei. Die Spots selbst zeichnen sich durch hohe Produktionsqualität und klare Botschaften aus, die in nur dreißig Sekunden maximale emotionale Wirkung erzielen. --- Thema 2 --- Uber Eats startet in Deutschland eine neue Phase seiner Markenkommunikation, die sich durch einen frischen Claim und eine prominente Besetzung auszeichnet. Die unabhängige Kreativagentur Mother übernimmt die Markenführung von Scholz & Friends und präsentiert den neuen Claim „Wer alles macht, muss auch mal nichts tun“. Diese Botschaft positioniert Uber Eats gegen den verbreiteten „Dauer-Tatendrang“ und betont die Wichtigkeit von Pausen im hektischen Alltag. Die Kampagne wird als umfassende Initiative umgesetzt, die verschiedene Medienkanäle wie Fernsehen, Außenwerbung, digitale Plattformen und soziale Medien einbezieht. Jude Law wird als zentraler Akteur in den TV-Spots und auf großen Außenwerbeflächen eingesetzt. Die Mediaplanung bleibt evidenzbasiert und wird von Matthias Reusch geleitet, wobei nur punktuelle Anpassungen vorgenommen werden, um die Werbewirkung zu maximieren. Die Auswahl der Werbeformate und digitalen Plattformen wird gezielt optimiert, um die Reichweite zu erhöhen. Die Ansprache erfolgt sowohl in großen Metropolen als auch in mittelgroßen Städten. --- Thema 3 --- Die Herausforderungen beim Opt-in auf Websites nehmen zu, da Konsumenten immer mehr Werbe-Mails erhalten, jedoch nur wenigen davon Aufmerksamkeit schenken. Laut einer Studie von Intuit Mailchimp bekommen einundsechzig Prozent der Befragten mehr Werbe-Mails, während lediglich vierzehn Prozent diesen mehr Beachtung schenken. Bei der Anmeldung für E-Mail und SMS zeigen sich jedoch positive Zahlen: siebenundsechzig Prozent der Konsumenten haben sich für E-Mail und sechsundfünfzig Prozent für SMS bei Marken registriert. Trotz dieser Anmeldungen berichten vierzig Prozent der Marketer von Schwierigkeiten mit niedrigen Formular-Conversions, was auf hohe Reibung oder unklare Mehrwerte zurückzuführen sein könnte. Die Studie hebt hervor, dass der Weg zum Opt-in entscheidend für den Erfolg ist. Vorabkontakte über verschiedene Kanäle beeinflussen die Wahrnehmung der Marke und die Bereitschaft zur Anmeldung. Wichtig ist, dass nicht das Volumen, sondern eine klare und konsistente Kommunikation der Schlüssel zu erfolgreichen Opt-ins ist. --- Thema 4 --- Im Fachartikel von Khoa Nguyen wird die Entwicklung von SEO zu SEO 2.0 thematisiert, die auch im Jahr zweitausendsechsundzwanzig von zentraler Bedeutung bleibt. Khoa Nguyen erläutert, dass die traditionellen Strategien, die sich stark auf Keywords und Backlinks stützten, an Einfluss verlieren. Stattdessen gewinnen hochwertige Inhalte, Themenautorität und Vertrauen zunehmend an Bedeutung. Nutzer suchen nicht mehr ausschließlich über Suchmaschinen, sondern stellen Fragen direkt an KI-Systeme, was die Sichtbarkeit von Unternehmen verändert. Nach Einschätzung von Khoa Nguyen ist es entscheidend, dass Unternehmen ihre Ressourcen auf technische Grundlagen, strategisch ausgerichteten Content und den Aufbau von Autorität konzentrieren. Eine saubere Indexierung, schnelle Ladezeiten und logische Seitenstrukturen sind unerlässlich, um von Suchmaschinen und KI-Systemen korrekt erfasst zu werden. Zudem sollten Inhalte Probleme lösen und Expertise zeigen, während Marken-Erwähnungen und Fachbeiträge das Vertrauen stärken. Khoa Nguyen betont, dass SEO 2.0 keine neuen Grundlagen schafft, sondern bestehende erweitert. Unternehmen, die sich auf Nutzerbedürfnisse konzentrieren und überzeugende Antworten liefern, sichern sich die langfristige Sichtbarkeit im digitalen Raum. --- Thema 5 --- In der heutigen Podcast-Episode mit Michaela Susan Pollok wird das Thema Eventbranding behandelt. Live-Events sind zurück und bieten eine hervorragende Möglichkeit, echte Verbindungen zu schaffen. Michaela Susan Pollok erklärt, dass der Austausch über die physische Veranstaltung hinaus entscheidend ist. Live-Events sollten nicht als Endziel, sondern als Ausgangspunkt für kontinuierliche Gespräche über einen Zeitraum von zwölf Monaten betrachtet werden. Erfolgreiche Eventmarketingverantwortliche setzen auf Dialog und schaffen so echte Communities, anstatt sich nur auf flüchtige Besucherzahlen zu konzentrieren. Des Weiteren betont Michaela, dass Vertrauen die Währung des Eventbrandings ist. Eine starke Markenveranstaltung lebt von Wiederholung und Zuverlässigkeit. Menschen kaufen Tickets, weil sie der Marke vertrauen, was eine wertvolle Ressource darstellt. Qualität ist hierbei entscheidender als messbare Innovationen. Pausen in Veranstaltungen sind keine Leeräume, sondern essenzielle Zeiten für echte Gespräche. Diese Momente sind wichtig für Diskussionen und Netzwerken. Zudem wird die Notwendigkeit klarer Konzepte für Hybridmodelle hervorgehoben. Ein durchdachtes Setup mit dedizierter Online-Moderation steigert die Zufriedenheit der Teilnehmer. Schließlich wird betont, dass Innovation aus Teams entsteht, die bewusst anders denken. Marketing-Verantwortliche sollten bereit sein, gewohnte Muster zu verlassen und neue Perspektiven zu suchen.