Im Fachartikel von Hans Ratzmann wird die Notwendigkeit neuer Erfolgskennzahlen im Social Media Marketing thematisiert. Hans Ratzmann erläutert, dass die herkömmlichen Kennzahlen wie Views und Watchtime nicht mehr ausreichen, um den tatsächlichen Wert von Inhalten zu messen. Er betont, dass Marken Vertrauen, qualifizierte Empfehlungen und Wiederkehrer in den Fokus rücken sollten, während negative Reichweite ebenfalls berücksichtigt werden muss. Ratzmann beschreibt, wie Algorithmen auf Social Media die Wahrnehmung beeinflussen und bestehende Überzeugungen verstärken, was zu einer Polarisierung führt. Unternehmen stehen in der Verantwortung, diese Mechanismen zu reflektieren, insbesondere im Hinblick auf Kinder und Jugendliche. Er schlägt vier Regeln für verantwortungsvolles Social-Media-Marketing vor: den Mehrwert der Inhalte priorisieren, Originalität fördern, den Verbreitungsweg kritisch bewerten und Kennzahlen neu gewichten. Letztlich plädiert Ratzmann dafür, dass Marken die Logik der Plattformen nutzen sollten, ohne problematische Mechanismen zu verstärken. Die zentrale Frage für Unternehmen sollte nicht sein, wie sie den Algorithmus bedienen, sondern welche Wirkung sie tatsächlich erzielen wollen.