Im Fachartikel von Yvonne Perdelwitz wird die Rolle der E-Mail im Kontext der Künstlichen Intelligenz analysiert. Yvonne Perdelwitz erläutert, dass die E-Mail als Kommunikationsmittel keineswegs am Aussterben ist, sondern vielmehr an Bedeutung gewinnt. Die ARD/ZDF-Medienstudie zweitausendfünfundzwanzig zeigt, dass ein hoher Anteil der deutschsprachigen Bevölkerung regelmäßig E-Mails nutzt, insbesondere auch die jüngeren Generationen. Nach Einschätzung von Yvonne Perdelwitz verändert sich jedoch die Funktion der E-Mail grundlegend. Die klassische Informationsübermittlung durch Newsletter verliert an Wirkung, da KI-gestützte Systeme wie ChatGPT kontextbezogene Antworten schneller und ohne Werbeabsichten liefern können. Dies führt dazu, dass E-Mails zunehmend von KI-Agenten gefiltert und priorisiert werden, was die Anforderungen an die Inhalte verändert. Zudem hebt Yvonne Perdelwitz hervor, dass Trigger- und Transaktionsmails deutlich erfolgreicher sind als klassische Rundmails, da sie in entscheidenden Momenten versendet werden. E-Mail bleibt der einzige direkte Kanal, über den Unternehmen ihre Kunden erreichen können, ohne dass ein Algorithmus oder eine Plattform dazwischen geschaltet ist. Die Barrierefreiheit der E-Mails ist entscheidend, um alle Kunden zu erreichen. Yvonne Perdelwitz schlussfolgert, dass E-Mail ihre Rolle als personalisierter Kontaktpunkt zurückgewinnt und Unternehmen, die auf individuelle Ansprache setzen, im Vorteil sind.