Die Datenbasis im digitalen Marketing steht zunehmend unter Druck, da fast jede zweite Website-Session als ungültig eingestuft wird. Eine Analyse von Fraud0 zeigt, dass mehr als die Hälfte des erfassten Traffics nicht von Menschen stammt. Dies birgt das Risiko, dass Unternehmen Marketingentscheidungen auf Aktivitäten stützen, die von automatisierten Systemen und nicht von realen Nutzern generiert werden. Insbesondere KI-Bots spielen eine immer größere Rolle und verändern die Datengrundlage im Marketing, wodurch das Problem über klassischen Ad Fraud hinausgeht. Automatisierte Zugriffe auf Websites und die Erfassung von Inhalten führen dazu, dass die Aktivitäten dieser Systeme in die Daten einfließen, die zur Beurteilung von Reichweite und Nutzerverhalten verwendet werden. Für Marketingverantwortliche wird die Qualität der Daten somit wichtiger als das reine Traffic-Volumen. Hohe Besucherzahlen sind wenig wert, wenn ein erheblicher Teil automatisiert erzeugt wird. Die Unterscheidung zwischen menschlichen und maschinellen Zugriffen wird zu einer zentralen Voraussetzung für belastbare Marketingmessungen.