Im Fachartikel von Oliver Gassner wird das Spannungsfeld zwischen der Nutzung von LinkedIn und den dort vorherrschenden Inhalten thematisiert. Oliver Gassner erläutert, dass LinkedIn ursprünglich als professionelles Netzwerk konzipiert wurde, jedoch zunehmend von Oberflächlichkeit und Selbstinszenierung geprägt ist. Diese Entwicklung führt dazu, dass wertvolle Inhalte im Feed untergehen und die Plattform an Attraktivität verliert. Der Begriff „Enshittification“ beschreibt diesen Verfall, der durch die Fokussierung auf Interaktionen und Reichweite verstärkt wird. Gassner hebt hervor, dass Beiträge, die Emotionen und provokante Thesen enthalten, überproportional sichtbar sind, während sachliche Beiträge in den Hintergrund treten. Diese Dynamik führt zu einer Monokultur im Feed, die die Vielfalt der Stimmen einschränkt. Gassner empfiehlt, aktiv den chronologischen Feed zu nutzen, selektiv zu interagieren und das eigene Netzwerk zu kuratieren, um die Qualität der angezeigten Inhalte zu verbessern. Abschließend betont er, dass LinkedIn trotz der Herausforderungen ein wertvolles Werkzeug für Business-Networking bleiben kann, wenn Nutzer aktiv an der Gestaltung ihres Feeds mitwirken.