Branded Entertainment entwickelt sich über das klassische Product Placement hinaus zu einer umfassenden Markenaktivierung, die Content, Communities und reale Erlebnisse einbezieht. Laut Sandra Freisinger-Heinl ist es entscheidend, Marken nicht nur in Filmen oder Serien zu platzieren, sondern auch Geschichten und Community-Erlebnisse zu entwickeln. Marken sollten daher „größer denken“ und das Umfeld um ein Entertainment-Format mit einbeziehen. Reale Erlebnisse gewinnen an Bedeutung, da Events und Community-Aktivierungen Marken mit Leben füllen und digitale Touchpoints ergänzen können. Freisinger betont, dass Branded Entertainment eine wertvolle Alternative zum kurzfristig orientierten Performance-Marketing darstellt. Während Reichweite, Engagement und Kaufabsicht messbar sind, sollten beide Ansätze nicht eins zu eins gegeneinander aufgerechnet werden. Ziel von Branded Entertainment ist es, Marken langfristig im Gedächtnis der Konsumenten zu verankern. Eine besondere Chance sieht die Expertin in Mikrodramen, die durch geringe Produktionskosten und kurze Folgen auf Plattformen wie TikTok und Instagram Communities kontinuierlich ansprechen können.