In der heutigen Podcast-Episode mit Valentina Kerst wird das Thema Governance und deren Einfluss auf KI-Agenten besprochen. Valentina Kerst erklärt, dass KI-Agenten keinen Datenschutz kennen, was für das Wissensmanagement in Unternehmen von Vorteil sein kann. Anders als bei Mitarbeitenden gibt es für KI-Agenten keine Vorschriften zum Schutz personenbezogener Daten. Dies ermöglicht eine systematische Erfassung und Weiterentwicklung von Skills und Wissen, insbesondere im Hinblick auf den demografischen Wandel und den drohenden Wissensverlust beim Ausscheiden erfahrener Mitarbeitender. Ein weiteres Thema sind die einfachen Anwendungsfälle, die in der Breite noch fehlen. Statt eines Agenten, der ein ganzes Unternehmen steuert, sind es oft niedrigschwellige Aufgaben wie die Terminfindung mit Bewerbern, die den größten Alltagsnutzen bringen, jedoch vielerorts noch nicht umgesetzt sind. Valentina Kerst betont, dass Governance oft mehr bremst als die Technik selbst. Ein Agent scheitert häufig nicht an der Idee, sondern am fehlenden Zugriff auf die richtigen Datenpools. Ein Beispiel aus dem deutschen Maschinenbau zeigt, wie Unternehmen von KI-Daten profitieren können. Ein Unternehmen aus Siegen optimierte gemeinsam mit einem Industriepartner die Legierung von Stahl, was zu erheblichen Einsparungen führte. Zudem sind Agenten für Marketing derzeit noch Mangelware, was eine klare Lücke im Markt darstellt.