Google hat einen bedeutenden Erfolg im Kartellstreit um sein Werbetechnologiegeschäft erzielt, da ein US-Gericht die Forderung des US-Justizministeriums abgelehnt hat, den Konzern zum Verkauf seiner Werbebörse AdX zu zwingen. Das Gericht entschied, dass Google AdX nicht verkaufen muss. AdX ermöglicht die Echtzeitversteigerung von Werbeplätzen durch Publisher. Bereits im Jahr zweitausendfünfzehn hatte das Gericht festgestellt, dass Google in Teilen des Marktes für Werbetechnologie illegale Monopole hält und den Wettbewerb behindert. Statt einer Zerschlagung setzt das Gericht auf Auflagen, um Googles Geschäftspraktiken zu verändern. Google hatte vorgeschlagen, Wettbewerbern Echtzeitzugriff auf Gebote zu ermöglichen. Diese Entscheidung hat auch weitreichende Auswirkungen auf die Regulierung großer Technologiekonzerne, da US-Wettbewerbshüter erneut mit dem Versuch einer Big-Tech-Aufspaltung gescheitert sind. Dies ist bereits das dritte Mal, dass ein Gericht eine Zerschlagung eines großen Technologiekonzerns ablehnt. Für den digitalen Werbemarkt bedeutet dies, dass Google AdX behält, jedoch Änderungen in seinen Geschäftspraktiken vornehmen muss.