Die US-amerikanische Federal Trade Commission, kurz FTC, hat Amazon wegen manipulierter Werbeauktionen verklagt. Diese Klage wird von zweiundzwanzig Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten unterstützt und betrifft das Werbegeschäft des Unternehmens, das im Jahr zweitausendfünfundzwanzig fast neunundsechzig Milliarden Dollar erwirtschaftete. Der FTC zufolge wurden durch die Manipulation der Anzeigenauktionen von rund einer Million zweihunderttausend Marken und Händlern überhöhte Preise verlangt, was zu Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe geführt habe. Amazon weist die Vorwürfe entschieden zurück und argumentiert, dass die FTC die Funktionsweise der Auktionen verzerrt darstelle. Das Unternehmen betont, dass die Qualität der Anzeigen gestiegen sei und die inflationsbereinigten durchschnittlichen Kosten pro Klick stabil geblieben seien. Der Rechtsstreit findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem Amazon sein Werbegeschäft stark ausbaut, was auch für Marken und Händler, die auf Amazon Ads setzen, von Bedeutung ist. Diese Klage ist bereits das dritte große Verfahren der US-Bundesbehörden gegen Amazon. Zuvor zahlte das Unternehmen zweieinhalb Milliarden Dollar zur Beilegung eines Verfahrens bezüglich seines Prime-Abonnements. Ein weiterer Prozess, in dem Amazon als Monopolist dargestellt wird, ist für Anfang zweitausend siebenundzwanzig angesetzt.