Der Trend zur Vernetzung von Fernsehern zeigt sich zunehmend auch bei herkömmlichen Bildschirmen. Während Smart-TVs bereits Werbung und Tracking integriert haben, wird diese Entwicklung nun auch auf normale Monitore ausgeweitet. Ein Beispiel hierfür sind LG-Monitore, die ab dem Jahr zweitausendvierundzwanzig erhältlich sind. Nach dem Anschluss an einen Windows-PC können Nutzer über ein Windows-Update die Software „LG Monitor Installer“ installieren. Diese soll eigentlich Treiber und Funktionen bereitstellen, jedoch berichten Nutzer von Werbung, die über diese Software ausgespielt wird, unter anderem für Produkte von McAfee. Obwohl Microsoft eine spezifische Werbekampagne beendete, zeigt LG weiterhin eigene Werbung an. Besonders kritisch ist, dass die Software Zugriff auf Internet und Systemressourcen hat, was potenzielle Datenschutzrisiken birgt. LG gibt an, keine Nutzerdaten zu erfassen, jedoch lassen die Datenschutzbestimmungen Raum für zukünftige Datennutzung. Diese Entwicklung wirft Fragen auf, insbesondere hinsichtlich der Kontrolle der Nutzer und der Rechtfertigung des günstigen Gerätepreises im Austausch für Werbung und Tracking.