Shein plant, an die Börse zu gehen und möchte dabei rund 1,5 Milliarden Euro einsammeln. Die Bewertung des Unternehmens liegt jedoch mit ungefähr 22,9 Milliarden Euro deutlich unter der früheren Bewertung von fast hundert Milliarden US-Dollar im Jahr zweitausend zweiundzwanzig. Die aktuelle Situation wird durch steigende Zölle, Verluste und hohe Marketingkosten belastet, was den Druck auf das Geschäftsmodell erhöht. Trotz einer aktiven Kundenbasis von etwa zweihundertdreiundsiebzig Millionen in rund einhundertsechzig Ländern sieht sich Shein mit Herausforderungen konfrontiert. Neue Zollvorschriften und strengere Kontrollen in den USA und Europa verteuern den Versand günstiger Waren aus Asien, während das Unternehmen wegen der Produktqualität in der Kritik steht. Im ersten Quartal meldete Shein einen Verlust von rund neunundneunzig Millionen US-Dollar. Das Kapital aus dem Börsengang soll in Technologie und die weltweite Vermarktung investiert werden. Es wird deutlich, dass auch stark skalierte E-Commerce-Modelle anfällig für regulatorische Veränderungen, Margendruck und steigende Marketingkosten sind.