Das Interactive Advertising Bureau, kurz IAB, hat die Leitlinien für Werbung mit künstlicher Intelligenz aktualisiert. Die neue Version des "AI Transparency and Disclosure Framework" richtet sich an Werbungtreibende, Agenturen, Publisher, Plattformen und Technologieanbieter. Sie dient dazu, zu entscheiden, wann der Einsatz von künstlicher Intelligenz gegenüber Verbrauchern offengelegt werden sollte. Dabei ist nicht jeder Einsatz von künstlicher Intelligenz kennzeichnungspflichtig. Entscheidend ist, ob die künstliche Intelligenz Inhalte so verändert, dass Authentizität, Identität oder Darstellung wesentlich beeinflusst werden. Routinemäßige Unterstützung durch künstliche Intelligenz, etwa bei der Bearbeitung oder Optimierung, erfordert daher keine Kennzeichnung. Besonders im Fokus stehen realistisch wirkende synthetische Inhalte, wie KI-generierte Bilder und Videos sowie synthetische Stimmen und Avatare. Diese sollen gekennzeichnet werden, wenn sie das Wahrnehmungsvermögen der Verbraucher bezüglich Authentizität beeinflussen können. Das Update ist besonders relevant, da seit der ersten Version des Frameworks neue Offenlegungspflichten in mehreren Märkten, darunter die Europäische Union, in Kraft getreten sind.