Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Bereitschaft der Verbraucher, für nachhaltige Verpackungen mehr zu bezahlen, wieder ansteigt. Rund sechzig Prozent der deutschen Konsumenten sind bereit, einen Aufpreis für umweltfreundliche Verpackungen zu akzeptieren, wobei jüngere Verbraucher deutlich aufgeschlossener sind als ältere. Die Zahlungsbereitschaft bleibt jedoch begrenzt; etwa dreißig Prozent würden maximal fünf Prozent mehr zahlen. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal für nachhaltige Verpackungen ist für nahezu die Hälfte der Befragten der geringe Materialeinsatz. Trotz wirtschaftlicher Belastungen halten einundsiebzig Prozent an der Wichtigkeit nachhaltiger Verpackungen fest. Die Unterstützung für politische Maßnahmen gegen Verpackungsmüll ist vorhanden, wobei gezielte Eingriffe bevorzugt werden. Die größte Zustimmung erhalten Verbote bestimmter Einwegverpackungen. Der Preisdruck durch Inflation und hohe Energiepreise hat die Prioritäten der Verbraucher in Bezug auf Nachhaltigkeit nicht verschoben. Die Studie wurde im Mai zweitausendsechsundzwanzig durchgeführt und befragte über zweitausend Konsumenten in Deutschland.