Hamburg plant eine Neugestaltung der Außenwerbung im öffentlichen Raum, bei der bis zu einhundertsiebzig Werbeanlagen abgebaut werden sollen. Gleichzeitig werden mindestens vierhundert neue, barrierefreie Fahrgastunterstände geschaffen. Die neuen OOH-Konzessionen werden bis Ende zweitausendeinundvierzig vergeben und müssen noch von der Hamburgischen Bürgerschaft genehmigt werden. Die Werberechte gehen an Wall aus dem JCDecaux-Konzern und die DSM Deutsche Städte Medien aus der Ströer-Gruppe. Die Stadt verfolgt eine Strategie der Digitalisierung, die jedoch begrenzt ist. Für jede neue digitale Anlage müssen anderthalb analoge Werbeträger entfernt werden. Zudem sind digitale Screens verpflichtet, nachts abgeschaltet zu werden und sollen in ihrer Helligkeit sowie Ablenkung eingeschränkt sein. Neben den neuen Haltestellen werden auch mindestens einhundert Gründächer geplant, um das Stadtklima zu verbessern. Hamburg wird zudem digitale Werbeflächen für eigene Kampagnen nutzen können, wobei strenge Vorgaben für die Werbeinhalte gelten. Trotz des Abbaus rechnet die Stadt mit jährlichen Einnahmen von etwa dreißig Millionen Euro aus der Außenwerbung. Die Maßnahmen setzen neue ökologische, soziale und gestalterische Rahmenbedingungen.