Im Fachartikel von Martin Möller wird die Bedeutung einer risiko-basierten Content-Governance im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz hervorgehoben. Martin Möller erläutert, dass die Kennzeichnung von KI-Inhalten nicht ausreicht, um die Qualität und Aktualität der Informationen zu gewährleisten. Der Future Marketing Index Winter zweitausendsechsundzwanzig zeigt, dass über achtzig Prozent der Befragten Künstliche Intelligenz im Marketing als relevant erachten. Möller weist darauf hin, dass die Transparenzpflichten der KI-Verordnung ab dem zweiten August zweitausendsechsundzwanzig bestimmte KI-Systeme betreffen, jedoch nicht jede KI-Nutzung im Marketing. Er betont, dass ein Label zwar Transparenz schafft, jedoch keine Qualitätskontrolle ersetzt. Die Untersuchung von über sechsundfünfzigtausend Seiten öffentlicher Krankenkassen-Websites zeigt, dass viele Inhalte veraltet oder fehlerhaft bleiben, wenn keine klare Verantwortlichkeit und Prüfstruktur vorhanden sind. Möller schlägt vor, vier zentrale Angaben pro Seite zu implementieren, um die Inhalte prüfbar zu machen. Diese umfassen Verantwortung, Quelle, Prüfdatum und einen Meldeweg. Er schlussfolgert, dass gute Content-Governance nicht mit der Kennzeichnung beginnt, sondern mit der prüfbaren Aussage, um die Qualität der Informationen langfristig zu sichern.