Eine Stuttgarter Influencerin muss aufgrund von Verstößen gegen die Werbekennzeichnungspflicht auf Instagram eine Geldbuße in Höhe von sechunddreißigtausend Euro zahlen. Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg hat damit das bislang höchste Bußgeld gegen eine Influencerin verhängt. Zusammen mit den Verfahrenskosten beläuft sich der Gesamtbetrag auf mehr als siebenunddreißigtausend Euro. Die Influencerin, die über siebenhundertsechzigtausend Follower verfügt und Inhalte zu Lifestyle, Mode und Beauty veröffentlicht, widerspricht den Vorwürfen. Sie behauptet, dass sie Kooperationen grundsätzlich gekennzeichnet habe, jedoch die Sichtbarkeit dieser Hinweise nicht ausreichend gewesen sei. Die Verstöße betreffen mehrere bezahlte Kooperationen aus dem Zeitraum von Mai bis Juli zweitausendfünfundzwanzig. Die Behörde kritisierte, dass die Hinweise aufgrund von Größe, Schriftart oder Farbe nicht auffällig genug waren. Bei der Festlegung der Strafe flossen wiederholte Verstöße, die hohe Reichweite des Accounts sowie frühere Hinweise aus den Jahren zweitausend und zweiundzwanzig in die Entscheidung ein. Der Fall verdeutlicht die Notwendigkeit, dass Marken und Influencer nicht nur auf eine Kennzeichnung, sondern auch auf deren Sichtbarkeit achten müssen.