Im Juni zweitausendsechsundzwanzig verzeichnete der deutsche Werbemarkt ein Wachstum von vier Komma eins Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, was einem Gesamtvolumen von zwei Komma siebenundachtzig Milliarden Euro brutto entspricht. Damit liegt der Markt im ersten Halbjahr insgesamt ein Komma eins Prozent über dem Vergleichszeitraum zweitausendfünfundzwanzig. Allerdings ist die Entwicklung nicht einheitlich. Das lineare Fernsehen musste einen Rückgang von sieben Komma zwei Prozent hinnehmen, was vor allem auf die Fußball-Weltmeisterschaft zurückzuführen ist. Viele Spiele fanden nach zwanzig Uhr statt, was die Werbeerlöse der öffentlich-rechtlichen Sender beeinträchtigte. Private Sender verloren ebenfalls Zuschauer an die WM-Übertragungen. Im Halbjahresvergleich zeigt das Fernsehen ein Minus von ein Komma drei Prozent. Im Gegensatz dazu verzeichnen Online-Werbung, Out-of-Home und das Kino Zuwächse. Besonders hervorzuheben ist die Kinowerbung, deren Bruttoumsatz im ersten Halbjahr um achtzehn Komma fünf Prozent auf sieben Komma sieben Millionen Euro stieg. Diese Entwicklungen verdeutlichen den Druck auf klassische Medien und das anhaltende Wachstum digitaler Kanäle sowie Außenwerbung.