Immer mehr Menschen reduzieren ihre Aktivitäten in sozialen Medien oder ziehen sich zeitweise ganz von den Plattformen zurück. Eine repräsentative Umfrage des Datenschutzunternehmens Incogni unter eintausend US-Bürgern zeigt, dass digitale Belastungen, der Schutz der mentalen Gesundheit und die Zunahme politischer Inhalte als Hauptgründe für diese Entwicklung genannt werden. Über die Hälfte der Befragten postet seltener als noch vor fünf Jahren und schränkt gezielt ein, wer ihre Inhalte sehen kann. Besonders jüngere Nutzer, insbesondere Millennials und die Generation Z, reagieren sensibel auf den digitalen Stress und haben häufig Social-Media- oder Messenger-Apps deinstalliert. Das veränderte Nutzungserlebnis, das weniger persönliche Kommunikation und mehr Unterhaltung sowie politische Diskussionen umfasst, wird ebenfalls als belastend empfunden. Digitale Auszeiten werden überwiegend positiv wahrgenommen, auch wenn viele Nutzer gleichzeitig Angst haben, etwas zu verpassen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Marken auf relevante, hochwertige Inhalte und respektvollen Dialog setzen sollten, um die schwindende Aufmerksamkeit der Nutzer zu gewinnen.