Die Getränkeindustrie sucht nach innovativen Wegen, um sich in einem herausfordernden Marktumfeld zu differenzieren. Dabei gewinnen religiöse Bezüge und Kooperationen mit prominenten Persönlichkeiten aus der Popkultur zunehmend an Bedeutung. Unternehmen setzen diese Ansätze ein, um ihre Marken emotional aufzuladen und spezifische Zielgruppen anzusprechen. International nutzen einige Hersteller religiöse Symbolik als Teil ihrer Markenidentität. In den Vereinigten Staaten werben Energy-Drink-Marken mit Bibelzitaten, während in Brasilien eine Cola-Marke gezielt religiöse Netzwerke für ihren Vertrieb und Markenaufbau einsetzt. In Europa hingegen liegt der Fokus häufig auf der Verbindung von Tradition und modernem Markenauftritt, beispielsweise durch die Wiederbelebung historischer Klostergetränke in zeitgemäßem Design. Auch in Deutschland verändern sich die Marketingstrategien. Angesichts eines rückläufigen Bierabsatzes kooperiert Schneider Weisse mit dem Rapper Tream, um jüngere Zielgruppen anzusprechen und die Marke in der Popkultur zu verankern. Dieses Beispiel zeigt, wie Partnerschaften mit Influencern und Künstlern klassische Werbung ergänzen oder sogar ersetzen können.