Beim Tag der Industriekommunikation in Fürstenfeldbruck erörterten B2B-Marketingverantwortliche die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Sichtbarkeit, Vertrieb und Markenführung. Erik Snoeijen von Bosch Rexroth stellte fest, dass Sprachmodelle zunehmend die Rolle klassischer Suchmaschinen übernehmen und die Sichtbarkeit von Unternehmen entscheidend beeinflussen. Die Optimierung für generative Engines, kurz GEO, gewinnt an Bedeutung, während traditionelle Fachzeitschriften an Einfluss verlieren. KI-Systeme bewerten Kundenaussagen und offizielle Mitteilungen höher als Werbung, was Unternehmen dazu zwingt, substanzielle Inhalte zu liefern. Die Diskussion verdeutlichte auch den Wert persönlicher Kontakte. Trotz des technologischen Wandels setzen viele Unternehmen auf manuelle Ansätze, um Wertschätzung zu zeigen. Die Herausforderung bleibt das Alignment zwischen Marketing und Vertrieb, wobei Marketing zunehmend als Partner im Vertrieb agiert. Vertrauen wird als entscheidender Wettbewerbsvorteil hervorgehoben, insbesondere im Vergleich zu asiatischen Anbietern. Die Konferenz zeigte, dass echte Kundenstimmen und persönliche Interaktionen nach wie vor unverzichtbar sind, um in der digitalen Welt erfolgreich zu sein.