Auf der K5 in Berlin wurde der Wandel im Handel thematisiert, der durch den Rückgang der Reichweite von Google und die Veränderungen durch Künstliche Intelligenz geprägt ist. Alexander Graf, Co-Founder von Spryker Systems, äußerte optimistische Prognosen für das Jahr zweitausendsechsundzwanzig und stellte die These auf, dass Produkte aus China qualitativ besser werden könnten als solche aus Deutschland. Der klassische Intent-Commerce-Funnel verliert an Bedeutung, da die Margen zunehmend an Plattformen wie Google und Facebook abfließen. Demand Generation, die Begehrlichkeit für Produkte schafft, tritt an dessen Stelle. Live Commerce wird als entscheidender Erfolgsfaktor hervorgehoben, wobei Authentizität und Produktwissen wichtiger sind als Unterhaltungsqualitäten. Die Rolle von Suchmaschinen verändert sich, da KI Antworten liefert, anstatt Nutzer weiterzuleiten. Marken müssen sich anpassen, um Vertrauen zu schaffen, während KI als Katalysator fungiert, der sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Der B2B-Handel wird als unterschätzter Bereich identifiziert, der durch KI und datenbasierte Lösungen profitieren kann. Die zentrale Erkenntnis der Konferenz ist, dass der direkte Zugang zu Kunden, unterstützt durch eigene Daten, zunehmend an Bedeutung gewinnt. Unternehmen, die bereits aktiv handeln, positionieren sich besser in einem sich wandelnden Markt.