Kalifornien hat eine neue Regelung eingeführt, die ab dem ersten Juli in Kraft tritt und Streaming-Dienste verpflichtet, ihre Werbespots leiser zu gestalten. Die Lautstärke der Werbung darf nicht lauter sein als die Inhalte, in die sie eingebettet sind. Diese Maßnahme zielt darauf ab, störende Lautstärkesprünge zwischen Programm und Werbung zu vermeiden, da Verbraucher in den letzten Jahren häufig über lautere Werbeeinblendungen geklagt haben. Durch diese Initiative soll das Nutzungserlebnis verbessert und die Akzeptanz von werbefinanzierten Streaming-Angeboten erhöht werden. Obwohl die Regelung zunächst nur für Kalifornien gilt, könnte sie weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Branche haben. Streaming-Anbieter steuern ihre technischen Systeme in der Regel zentral, was bedeutet, dass Anpassungen wahrscheinlich nicht nur lokal, sondern auch auf breiter Ebene vorgenommen werden. Zudem wird bereits in Illinois an einer ähnlichen Gesetzgebung gearbeitet. Branchenverbände äußern jedoch Bedenken hinsichtlich der technischen Komplexität, da unterschiedliche Endgeräte wie Fernseher, Smartphones und Tablets berücksichtigt werden müssen. Anbieter stehen vor der Herausforderung, eine einheitliche Lautstärke über verschiedene Geräte und Nutzungssituationen hinweg zu gewährleisten.