Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC droht Amazon mit einer Klage, die sich auf mutmaßliche Täuschungen im Werbegeschäft konzentriert. Im Mittelpunkt der Vorwürfe stehen die Preisgestaltung und die Auktionsmechanismen für Anzeigen. Die FTC untersucht, ob Amazon Werbekunden ausreichend über die Preisstrukturen und die sogenannten Reservepreise informiert hat. Diese Reservepreise sind die Mindestpreise, die für bestimmte Anzeigenplätze verlangt werden. Die Ermittlungen beinhalten auch die Frage, ob Werbetreibende die tatsächlichen Kosten ihrer Kampagnen nachvollziehen konnten. Sollte die FTC tatsächlich Klage erheben, könnte Amazon mit erheblichen finanziellen Sanktionen in Milliardenhöhe konfrontiert werden. Alternativ könnte eine außergerichtliche Einigung erzielt werden, die zusätzliche Transparenz- und Compliance-Vorgaben für das Werbegeschäft umfasst. Dieser Fall verdeutlicht die zunehmende regulatorische Überwachung des Retail-Media-Marktes. Für Werbetreibende könnte dies langfristig zu mehr Klarheit bei Auktionen, Preisen und Leistungsnachweisen führen. Amazon hat bisher keine Stellungnahme zu den Berichten abgegeben.