Medienmarken genießen nach wie vor das meiste Vertrauen, auch in Zeiten des Social-Media-Booms. Laut dem Reuters Institute Digital News Report zweitausendsechsundzwanzig geben vierundvierzig Prozent der erwachsenen Internetnutzer in Deutschland an, den meisten Nachrichten zu vertrauen. Dies ist bemerkenswert, da Deutschland zu den wenigen Ländern gehört, in denen das Vertrauen in Nachrichten nicht gesunken ist. Besonders jüngere Nutzer schenken etablierten Medienmarken Aufmerksamkeit, selbst wenn sie Nachrichten über soziale Netzwerke konsumieren. Suchmaschinen genießen mit vierundzwanzig Prozent mehr Vertrauen als KI-Chatbots und soziale Medien, die jeweils nur dreizehn Prozent erreichen. Dies deutet darauf hin, dass bekannte Nachrichtenmarken auch im digitalen Raum bedeutend bleiben. Soziale Medien gewinnen an Reichweite, wobei dreiunddreißig Prozent der erwachsenen Internetnutzer regelmäßig Nachrichten über diese Plattformen konsumieren. Bei der Altersgruppe der achtzehn- bis vierundzwanzigjährigen sind es sogar sechzig Prozent, wobei vierundvierzig Prozent dieser Gruppe soziale Netzwerke als wichtigste Nachrichtenquelle betrachten. Die Studie zeigt, dass etablierte Medienmarken trotz veränderter Nutzungsgewohnheiten weiterhin das höchste Vertrauen genießen.